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Das Wetter in Jänickendorf im Jahr 2010

Übersicht

Das Jahr 2010 war mit 7,8 °C das 2. kälteste Jahr mit 1987 meiner Messreihe und trotzt damit der globalen Erwärmung. Damit war es ganze 1,7K kühler als sein Vorjahr. Kein Wunder beim zweitkältesten Januar (-6,5K) nach 1987 und dem kältesten Dezember meiner Messreihe mit -6,9 Kelvin Abweichung. Das Jahr wurde mit einer Erfüllung von 126% zum 3. nassesten Jahr, dazu trugen der bisher nasseste September mit 332%, November mit 230% und Dezember mit 202% maßgeblich bei. Anders wäre die Summe von 689 mm auch nicht zustande gekommen. Da fällt es kaum auf, dass der April, Juni und Oktober allesamt nur bei etwa 15 Liter lagen. Besonders kritisch war die Hochwassersituation seit dem Juli angewachsen, da all diese Monate außer Oktober deutlich über ihrer Norm lagen.
Bei der Sonne lagen wir mit 94 Prozent leicht unter der Norm, nach einem Dezember, der als sonnenscheinärmster in die Chronik eingeht, nur die logische Konsequenz. Allein 3 Monate lagen unter der 50% Marke. Das Jahr beinhaltete die beiden schneereichsten Winter der Messreihe und erreichte sowohl im Februar neue Rekorde als auch im Dezember einen neuen Stationsrekord mit 40 cm am 28. Die Neuschneesumme erreichte im Kalenderjahr einmalige 163 cm.
Das Jahr war temperaturmäßig etwas Besonderes. Nur 4 Monate lagen mit ihren Mitteln über der Norm, davon nur der Juli deutlich (+2,2K). Der Januar (-5,2K), der Mai (-3,2K) und der Dezember (-6,9K) waren dabei mehr als deutlich zu kalt. Alle anderen Monate lagen nur wenig positiv oder negativ neben ihrer Norm. 4 sehr trockenen Monaten stehen 5 Monate entgegen, die teils das 2 bis 3-fache ihrer Norm erreichten. Der Mai und der August waren dabei noch relativ wenig darüber, der Dezember (202%), der November (230%) und besonders der September mit 332% waren deutlich zu nass. Die Konstellation der zu nassen Monate ab August führten auch zu einer dauerhaften Hochwasserbelastung, die noch weit ins neue Jahr hin andauern wird. Der Boden ist gesättigt und konnte kein Wasser mehr aufnehmen. Der Grundwasserspiegel stieg bis auf Oberflächenniveau in den Senken der Felder. Der Abfluss geht dabei nur sehr zögerlich voran, der 6 wöchige Dauerfrost ab Ende November behinderte dies zusätzlich. 

Resümee: Wir erlebten endlich wieder mal ein zu kaltes Jahr seit 1996. Ein Winter bis in den März hinein mit Schneehöhen bis zu 31 cm, sogar am 15. März nochmals 6 cm Schnee. Ein sehr trockener April, dafür kein Frost zu den Eisheiligen aber ein sehr nasser Mai. Wieder mal ein Juni mit 15 Sommertagen nach dem Flop des Vorjahres (2). Und dann ab Mitte August andauernder Niederschlag mit nur einer Pause im Oktober. Begonnen hat dies mit starken Niederschlägen vom 07/08. August Die Unwetter, die zum Dammbruch an der Lausitzer Neiße führten, brachten im Dreiländereck bis zu 200 Liter. Aber auch die Gewitter vom 15./16. trugen dazu bei und sorgten vor allem in der Sächsischen Schweiz für starke Flutschäden. Diesesmal waren auch viele kleine Flüsse betroffen, die die großen Wassermassen nicht fassen konnten. Wochenlang rangen die Anrainer der schwarzen Elster mit dem Wasser. Denn vom 25.-27. September ereignete sich das stärkste Niederschlagsereignis des Jahres. In diesen Tagen summierte sich der Dauerregen auf 131 Liter, was zu einer Erfüllung von 331% führte. Auch der November und Dezember lagen weit über ihre Norm, zudem war es der sonnenscheinärmste Dezember meiner Messreihe. Nur 13 Stunden konnten gezählt werden. Dafür wurde es der schneereichste Dezember, den ich je gemessen habe. Bereits seit 24.11. herrschte Dauerfrost, ab 26.11. lag eine Schneedecke, die am 28.12. mit 40 cm einen neuen Stationsrekord verbuchen konnte. Tauwetter gab es nur am 11. und 12.12., da bekam die Schneedecke kurzzeitig einige Löcher. Absolut leichtes Weihnachtstauwetter bekamen wir nur am 23., an dem nur 2 cm Schnee von 22 cm verschwanden. Erst zum Jahreswechsel stellte sich merkliche Milderung ein.

Hier nun der Witterungsüberblick der einzelnen Monate. 
Zum Neujahrsmorgen gab es kräftigen Schneefall, bis zu 20 cm waren im Raum Berlin gefallen. In der Nacht setzte erneut starker Schneefall ein, so dass am Morgen einer der höchsten Höhen der letzten Jahre gemessen werden konnte. Am 3. erreichte uns der Schneefall aus dem Südwesten nicht mehr. Bis zum 8. gab es nur vereinzelt Flocken aber  es blieb überwiegend trüb ohne Sonne. Eine Ausnahme bildete nur der 5. mit ein wenig Sonnenschein. Die Nächte vom 5. bis 8. wurden besonders kalt. Bis -18°C sank das Quecksilber, am Boden sogar -22°C. Alles wartete am 8. auf den Schnee des Vb-Tiefs. Doch der Schnee kam erst in der Nacht und nicht so heftig. Zum Nachmittag des 9. wurden die Schneefälle wieder kräftiger und es kam vermehrt zu Schneeverwehungen. Am 12. kämpfte sich die Sonne für einige Stunden aus dem Hochnebel frei. Dann blieb es bis zum 24. trüb ohne jegliche Sonne. Dagegen blieb es nur vom 11. bis zum 16. frei von Schneefall. Am 17. setztes leichtes Tauwetter ein, bei dem die Schneedecke fast die Hälfte ihrer Mächtigkeit einbüßte. Es hielt nur bis zum 20. an. Ab da sankt die Temperatur wieder stetig und ging wieder in den Dauerfrost über, deren Höhepunkt am 27. erreicht wurde. -20,7°C in der Hütte waren sogleich das Monatsminimum. Der kräftige Wind ließ am 23. die gefühlte Temperatur auf -34°C sinken. Ab dem 25. war endlich auch mal wieder die Sonne unser Gast. 6,2 Stunden waren es am 26. So ein Winterwetter hatten wir bisher noch nicht. Nach dieser Kältewelle kam es am 28. zu starken Schneefall, der 9 cm brachte. Dabei stieg die Temperatur bis zum Mittag leicht über null Grad. Am 29. kam das nächste Schneefallgebiet. Bis zum 30. hatten wir tagsüber leichtes Tauwetter. Am 31. ging es mit Neuschnee weiter.
Leichtes Mittagstauwetter begleitete uns bis zum 6. Februar. Deshalb wuchs die Schneedecke trotz Neuschnee nicht weiter an. Bereits am 1. zogen neue Schneewolken auf. Am Abend schneite es stark bis in die Nacht hinein, 5 cm Neuschnee kamen zusammen. Gegen Mittag des 2. weiterer Schneefall. Der nächtliche Schneefall war jedoch mit Regen vermischt, deshalb gab es auch kaum Schneezuwachs. Mit einer Milderung am 4. kam gegen Mittag zunächst Schnee, dann nur noch Regen herunter. Am 5. verbuchten wir die letzten leichten Plusgrade. Dauerfrost dann vom 6. bis zum 13. Bis zum 10. fiel gelegentlich etwas Schneegriesel. Die Sonne sahen wir ab dem 10. auch für 3 Tage nicht mehr, Hochnebel war die Ursache. Am 10. gab es 2 cm Neuschnee. Bis zum Mittag des 11. blieb es noch ruhig, dann begann es aus den Südosten her zu schneien. In der Nacht sank die Intensität des Schneefalls, dennoch schneite es bis in den Abend weiter. Am Morgen des 12. konnten 31 cm Schnee als Winterhöchstmarke gemessen werden. 9 cm Neuschnee waren gefallen. Der Dauerfrost wurde heute unterbrochen. Der Schnee wurde etwas feuchter. Zwar gab es bis zum Morgen 2 cm Neuschnee, aber die Temperaturen nahe Null Grad erbrachten keinen Zuwachs der Schneedecke. Es folgte noch mal ein Eistag. Ab dem Mittag des 15. Sonnenschein. Mal was ganz anderes!  Doch einen Tag später wieder keine Chance. Der 17. brachte bei Aufklarung den Tiefstpunkt des Monats mit fast -20°C am Boden. Der 18. wurde der wärmste Tag seit dem 08.12.2009 mit 6,3°C, wenn man den 25. und 26.12. mal vernachlässigt (6,5 und 6,3°C). Doch die Nachtfröste blieben uns noch bis zum 25. erhalten. An den Tagen setzte sich dann das Tauwetter fort. Der Schneedecke machte dies noch nicht soviel aus. Straßen, Wege und Dächer wurden dafür zunehmend frei. Der 20. wurde mit 7,6 h der sonnigste Tag des Februars. Zum Mittag des 21. setzte nochmals Schneefall ein, der aber keine Wirkung mehr hatte. Nachts zuvor kam es zu Eisglätte und Reif.
Am 22. setzte bei 6°C dann richtiges Tauwetter ein. Die Schneedecke verlor bis zum nächsten Morgen 7 cm ihrer Dicke. Doch am Abend wandelte sich der Niederschlag wieder in Schnee und sorgte die Nacht über für eine neue Schneedecke von 3 cm, der am Tage wieder wegtaute. Aus dem Südwesten zog mildere Luft heran. Bis zum Monatsende blieb es frostfrei, der Schnee war am 26 dahin. Der Orkan Xynthia entfaltete sich hier erst gegen Abend des 28. Mit 11,6°C wurde es der wärmste Tag des Monats. 
Xynthia tobte sich in der Nacht zum 1. aus. Hier war es Windstärke 10 (22,7 m/s). Danach war der Orkan nicht mehr so heftig doch blieb bis zum Nachmittag. Bis zum 11. gab es nochmals teils strenge Fröste unter -10°C. Neuschnee gab es nur am 4. von 1 cm, der aber keinen Bestand hatte. Ein Sonne-Wolken-Mix mit gelegentlichen Schauern, die meist als Reifgraupel herunterkamen, bestimmte das Wetterbilds. Dabei blieb es kalt und windig, aber auch sonnig. Also noch kein Frühling in Sicht. Die Sonne tröstet darüber hinweg, dass wir zurzeit die kältesten Märztage seit 1987 haben. In der Nacht zum 12. schneite es nun doch noch und so hatten wir bis in den Vormittag eine dünne Schneedecke. Deutlich milder der 14., als fast 7°C erreicht wurden. Der Hammer war jedoch der Wintereinbruch gegen 18 Uhr. Temperatursturz um 7K und 5 cm Neuschnee in einer Stunde. Die Kaltfront des Nordmeertiefs schickte seinen weißen Sturm zu uns.  Der Schnee taute im Laufe des Tages. Doch immer kam es zu Schnee- und Graupelschauern, später Schneeregen, dann nur noch Regen. Dies sollte dann auch der letzte Wintergruß gewesen sein. Eine deutliche Milderung auf 10°C erfolgte am 17. Der erste richtige Frühlingstag mit fast 16°C und strahlendem Sonnenschein war am 18. endlich da. Sehr mild waren nun auch die nächsten Tage. Am 20. und 21. noch leichte Niederschläge, danach blieb es für 4 Tage trocken und sehr sonnig, was wieder zu leichten Nachtfrösten führte. Mit 20,3°C war es der wärmste 25. März meiner Messreihe. Die toppte der 26. mit 22,4°C als wärmster 26. März. Zum Abend näherten sich die Wolken der Kaltfront. Doch hier kam es nur zu Wetterleuchten. In der Nacht brachte Dauerregen insgesamt 10 Liter. Bis zum Monatsletzten wurde es nun wieder deutlich kühler und feuchter. Ein starker Schauer am 28. bescherte uns 3 Litern. Bis in den Nachmittag des 29. regnete es, zum 30. bildete sich Nebel. Dann schenkte uns die Sonne noch einen schönen Frühlingstag mit 17°C. Zu Mitternacht gab es ein Gewitter. Nur ein kurzer Regenschauer bescherte es uns. 
Mit prächtigem Frühlingswetter startet auch der April. Bis zum 9. blieb es nahezu trocken und es gab auch noch Fröste und Bodenfröste. Der Karfreitag war wohl der sonnigste Tag der Woche. In den Morgenstunden des Ostersonntags gab es einige Regentropfen. Bis zum Nachmittag erreichten wir 15°C mit gelegentlichem Sonnenschein. Der Ostermontag war nur in der zweiten Tageshälfte freundlich. Am 7. ereilte uns mit 12,2h der bisher sonnenscheinreichste Tag des Jahres (Tagesrekord). Ab dem 9. blieb es nachts nun frostfrei, dafür wurde es am Tage etwas kühler. Ersten richtigen Niederschlag gab es am 10. mit 4 mm. In den nächsten Tagen tröpfelte es nur gelegentlich. Ein recht sonniger Frühlingstag war der 13. Wolken, die am 14. aus dem Osten aufzogen, brachten den ganzen Tag lang leichten Regen. Für 5 Tage war der 15. der letzte Tag mit Niederschlag. Zum Mittag zog das Regengebiet des Alpentiefs ab. Ein bemerkenswert schöner Frühlingstag bei strahlend blauem Himmel erstrahlte am 17. Und kein Flugzeug an ihm, obwohl von der Vulkanaschewolke nichts zu sehen war. Am 18. erreichten wir endlich mal wieder die 20°C Marke. Am 20. endete das störungsfreie Wetter. Die Kaltfront brachte kühle Luft aber kein Niederschlag. Ein typischer Apriltag folgte: Sonne und Regenschauer, vermischt mit Graupel; nur 8°C und dazwischen immer mal wieder die Sonne. Dazu wehte ein teils stürmischer Westwind.  Ab dem 22. wurde es wieder sonniger und die Temperaturen erholten sich allmählich wieder, doch die klaren Nächte brachten nochmals ordentlich Bodenfrost und auch Frost. Der Höhepunkt der Kälte am der 23. Ein sehr sonniger Tag mit einem frostigen Morgen, -5°C und -7°C am Erdboden. Das hinterließ Schaden an der Süßkirschblüte. Aber auch die Trockenheit begann wieder für Probleme zu sorgen. Bereits am 25. verwöhnte uns die Sonne bei 21°C. Mit der Kaltfront am Nachmittag des 26. sank das Quecksilber von 18,5 auf nur noch 11,5°C. Sie brachte außerdem 4 Liter des ersehnten Nasses, den letzten Niederschlag des Monats. Am 28. wurde zum 3. Mal die 20°C erreicht. Auch wenn es nicht ganz zum Sommertag gereicht hat (24,7°C), war der 29. der wärmste Tag des Jahres bisher. Der Monatsletzte war ein recht sonniger aber auch schwüler Tag. Es wurden nochmals über 24°C gemessen. Doch bei diesem warmen Wetter sollte es nicht bleiben.
Nur der 1. und 2. Mai waren noch relativ warm mit bis zu 17°C. In den nächsten Tagen wurde es jedoch noch kühler und es gab auch Bodenfrost.  In der Nacht zum 3. folgte Landregen mit 11 Liter. Der Folgetag blieb auch  noch trüb. In der Nacht zum 5. gab -2,7°C Bodenfrost mit Reif. Dafür wurde der Tag mit 12,9h sehr sonnig. Waren das die Eisheiligen? Jedenfalls kam es zu keinem Frost mehr. Am 6. Dauerregen, bis zum Abend fielen 16 mm. Nun ist der Boden wieder ausreichend durchfeuchtet. Danach blieb es zwei Tage trocken. Ab dem 8. war es da schon besser. Zumindest schien die Sonne häufiger. Bei den Temperaturen blieb es weiterhin recht kühl. Der 12. war der Tag des Richtfestes. Die Kaltfront der Nacht hatte uns verschont und es blieb trocken. Der Tag mauserte sich nach einen sehr mildem Start zu einem sonnigen und warmen Tag. Ideal für unser Vorhaben. Der Himmelfahrtstag dagegen war trüb und kalt. Bei unter 10°C und einem mäßigem Wind wollte keine rechte Stimmung aufkommen. Wenigstens blieb es trocken. Das Wetter will und will nicht besser werden. Regnerisch und recht kühl der 14. und 15. fast 10 Liter waren es. Endlich folgten zwei sonnige Tage, die für vieles Entschädigten. Das wandelte sich am 18. und 19. leider gleich wieder. Erneut starker Regen in der Nacht, am 19. nur noch leichter Regen oder mäßiger Sprühregen, der dafür bis in den Abend ging und die Sicht fast auf Nebelgrenze absinken ließ. Bis zum Abend wurde es dabei deutlich milder. Die nächsten Tage waren mit Werten über 20°C endlich deutlich wärmer. Viele Wolken tummelten sich noch am 20. und 21. herum. Es war wohl der beste Pfingsttag, dieser Sonnabend. Die Sonne schien bei 22 °C fast den ganzen Tag. Der Pfingstsonntag war nicht ganz so schön. Der Pfingstmontag hatte zwei Seiten zu bieten. Vormittags gab es zunächst leichten Regen, danach schien sogar die Sonne. Am späten Nachmittag zog dann aber die 2. Schauerlinie mit einem teils schweren Hagelgewittern über uns hinweg. Sie gehörte zu einer Kaltfront. Gegen 17.35 mischte sich in das mäßige Gewitter und den Starkregen Hagel, der an der Station nur 6 mm groß war und nur 1 min anhielt. Er hinterließ keinen Schaden. Aber nur 10 km NNE in Dümde gab es dagegen einen starken Hagelschlag, der Schäden an Pflanzen und Leichtdächern hinterließ. Der bis ca. 2 cm große Hagel durchschlug Plastikdächer und schlug Blätter und Pflanzenteile bis hin zum kompletten Jungtrieben der Bäume. Er machte Jungpflanzen den Erdboden gleich und brachte das Getreide zum Knicken und Liegen. In Mühlberg/Elbe in Südbrandenburg trieb ein Tornado sein Unwesen und beschädigte ca. 80% der Dächer, ein Kirchturm knickte ab. So auch in Großenhain und bei Bad Schmiedeberg, wo ein Waldstück betroffen war. Am 25. beruhigte sich das Wetter. Die Sonne schien vielfach außer am Monatsletzten und die Niederschläge waren nur geringer Natur mit Ausnahme des 31., an dem  noch mal 11 Liter fielen. Doch die kühle Luft blieb uns erhalten, die am 24. mit der Gewitterfront eingezogen war. Sie erreichte nur noch 16 bis knapp 20°C. Es gibt ihn noch! Einer der wenigen tollen Frühlingstage des Mais bescherte uns der 29. Alle genossen diesen herrlichen Tag mit über 12 Stunden Sonnenschein und 20°C. Zum Abend des 30. zog noch eine Gewitterfront auf, aber erst eine dritte Welle in der Nacht brachte kräftigen Regen. Der Monatsletzte konnte sich nicht mehr erholen, bei nur 12°C blieb es trüb
Der Monatseinstieg in den Juni war so gar nicht sommerlich. Die ersten beiden Tage waren kühl nass und ohne Sonnenschein. Ab dem 3. ging es nun gleich mit vollen Schritten los, gestern noch 15°C heute fast 25°C bei strahlendem Sonnenschein, der uns über 11 Stunden erfreute. Warmes Sommerwetter nun bis zum 11. meistens auch trocken. In den Nachmittagsstunden des 5. erreichten wir den ersten Sommertag des Jahres, ein recht spätes Datum. Die Kaltfront in der Nacht zum 7. verlor an Kraft und passierte uns gegen Morgen nur mit kleinen Schauern. Gegen 11:30 ereilte uns ein kräftiges Wärmegewitter, das in 5 min 2,2 mm brachte. Ab dem 8. kehrte Ruhe ein. Bis zum Monatsende sollte es bis auf eine winzige Ausnahme keinen Niederschlag mehr geben. Auch der Wind hatte sich wieder gemäßigt. Es wird nun immer wärmer. Dies führte zum ersten heißen Tag des Jahres am 10. Auch die Unwetter des 11. im Westen erreichten den Osten nicht. Der Regen am 12. kam unerwartet. Zwar nur leicht, dafür störte er den ganzen Tag bei fallenden Temperaturen. Bis zum 16. daher nur Werte zwischen 16 und 22°C. Dafür waren der 16. und 17. sehr sonnenscheinreiche Tage von mehr als 15 h. Der 17. und 18. wurden wieder Sommertage. Doch vom 13. bis zum 18. war auch die Schafskälte mit Werten unter 5°C zu spüren. Tiefstpunkt war der 16. mit 1,2°C und 0,8°C am Boden. Nachdem der Süden im Dauerregen versinkt, Südfrankreich hatte heute 246 Liter, hatten wir tollsten Sonnenschein. Der 18. markierte mit 26°C einen vorläufigen Höhepunkt. Danach machte sich der Wetterwechsel mit Kaltluft bemerkbar. Nach der Nacht zum 19. war von Sommer nichts mehr zu spüren. Kühle 18°C waren angesagt. Die beiden darauf folgenden Tage blieben auch noch so kühl. Der 23. wurde mit nur 3,5h der sonnenscheinärmste Tag der 3. Dekade. Ab dem 24. herrschte dann endlich der Sommer. Jeden Tag mehr als 10 Stunden Sonne und jeder Tag ein Sommertag. Die Trockenheit nahm indes langsam bedrohliche Maße an. Der Mais steht auf den sandigen Flächen schon trocken. Am 27. ging der Hochsommer langsam los. Keine Wolke, fast 30 °C am 28., der bisher heißeste Tag mit 32,2°C schloss sich. Übrigens erst der 2. heiße Tag des Sommers. Extrem niedrig war die Luftfeuchte mit nur 27%.
Erst in den Morgenstunden des 1. Julis erreichte uns ein Gewittercluster aus dem Westen, der sich erst in der Nacht gebildet hatte, und brachte uns mit 7 mm den ersten Niederschlag seit dem 7.6. Der Mais wäre ansonsten wohl vertrocknet. So wurde mal schnell die Niederschlagsstatistik des Junis verdoppelt.
Hochsommerlich ging es auch im Juli weiter und blieb es bis zum 4. auch. Der 2. wurde schon ein heißer Tag, auch der 3. mit 32,9°C. Es folgte die erste Störung am 4. Doch der Niederschlag der Kaltfront löste sich auf dem Weg hierher völlig auf. Erst in den Morgenstunden überraschten uns 2 Gewitter mit 1,5 mm. Erst in der Nacht zum 5. griff ein starkes Schauerband über und brachte bis zum Morgen insgesamt 12,5 Liter. Welch ein Segen! Mit dieser Entspannung sollten wir über die nächste Hitzewelle kommen. Aber nur bis zum 7. blieb es angenehm. Am 8. wurde der zweite Hochsommerabschnitt eingeläutet. Die nächsten Tage brachten Werte über 37°C. Dabei blieb es bis zum 16. niederschlagfrei. Ab dem 10. erfolgten 3 Tage mit Werten von 37°C und mehr. Der 11. punktete mit 37,4°C, am 12. wurde mit 37,5°C ein neuer Julirekord aufgestellt. Von den Unwettern im Nordwesten blieb der gesamte Osten verschont. Innerhalb dieser Woche ist der Roggen gereift, die Gerste wird schon gedroschen. Nur der Mais kämpft weiter ums Überleben. Die Gewitter der Nacht zum 13. zogen alle westlich an uns vorbei. Am Vormittag waren es nur 21°C. Die Wolken zogen nach dem Mittag ab. Die Hitze hielt auch am 14. und 15. weiter an. So heftig die Unwetter im Westen auch waren, so wenig kam hier davon an. Die Nacht war entsprechend warm, die erste Tropennacht seit Jahren mit 21°C folgte. Am 16. letztmals oberhalb der 35°C, der Tag war der 4. mit dieser Überschreitung. Das ist schon enorm viel für einen Sommer. Doch am Abend machten Gewitter dieser Witterung ein Ende. Die starken Gewitter der Nacht mit mehr als 80 Blitzen pro Minute tobten sich von 21:55 des Vorabends bis ca. 1:45 in der Nacht über uns aus und brachten dabei 10 mm Niederschlag. In Stülpe schlug ein Blitz in eine Scheune ein, die danach abbrannte. Bereits am Morgen zog ein weiteres großes Regengebiet heran, das auf der Vorderseite noch einige Gewitter vor sich herschob. Am 18. beruhigte sich das Wetter und es blieb 4 Tage lang auch trocken. Bereits ab dem 19. war dann jeder Tag wieder ein Sommertag. Die Nächte sind allerdings recht kühl, so dass sich wieder Tau bilden konnte. Heiß, sonnig und trocken gingen der 21. und 22. in die Wetterchronik ein. Ein letztes Mal ging es auf 31,5°C. Erst gegen Abend machten sich die ersten Schauerwolken bemerkbar. Das erste Gewitter mit 4 Litern leitete eine Wetterwende ein. Der Hochsommer ist damit erst einmal zu Ende. In der Nacht kam starker Regen auf, zum Morgen waren 24,2 mm gefallen. Der Tag blieb verregnet, zum Abend setzte ein weiteres kräftiges Regengebiet aus dem Süden an (6mm). Die Temperaturen lagen dabei erstmals seit Monatsanfang knapp um 20°C. Der Monat brachte nur noch 3 Sommertage hervor: 23., 24. und der Monatsletzte. Die Sonne konnte nun jeden Tag noch 5 bis 9 Stunden scheinen. Am 28. überquerte uns mit einem sehr schwachen Schauer eine Front. Erst die postfrontalen Schauer ließen hier auch eine kleine Menge herunterkommen. Es folgten frische, klare Nächte teils unter 10°C. Mit einem Sommertag und einige Wolken endet dieser außergewöhnliche Juli.
Dieses Wetter hielt sich die ersten beiden Augusttage noch. Zum Abend des 2. griff ein kräftiges Niederschlaggebiet von Süden her über und brachte uns Regen. Der Folgetag war daher mit nur 20°C recht kühl, es gab einzelne Schauer. Dann begann die regenfreieste Zeit dieses Augustes bis zum 12., abgesehen von einem Schauer am 6. Strahlender Sonnenschein begrüßte uns am 4. Ein Tief im Süden, das dort ordentlich Niederschlag brachte, schob am 5. nur ein paar Wolken zu uns. Das Russlandhoch verhinderte ein Übergreifen. Einen Tag später kam ein kleiner Schauer mit Gewitter. Trüb aber warm auch der 7. Relativ bedeckt blieben auch der 8. und 9. Dagegen wütete das Tief  Viola nur im Südosten und Osten, wo es mit seinen Wassermassen an der Neiße zu großen Überschwemmungen und Schäden geführt hatte. Es fielen in 24 Stunden bis zu 90 mm. Nach einem Dammbruch in Polen stieg der Pegel der Neiße auf historische 7,07 m, ein Wert, der seit Messungsbeginn 1912 noch nie erreicht wurde. Dabei starben im Dreiländereck mindestens 10 Menschen. So wüteten die Unwetter und Regengüsse in der Sächsischen Schweiz noch bis Monatsende. Teile des Kirnitzschtales mussten wegen Überflutungsschäden gesperrt bleiben. Am 9. bildeten sich örtlich Schauer, in Berlin fielen sie kräftig aus. Der 10. brachte eine Wetterberuhigung. Vor der Front war auch der 11. nochmals warm. Bis zum 18. herrschte das wechselhaftes und der nasses Wetter. In dieser Zeit gab es nur einen Sommertag zu verzeichnen. Mit einem Gewitter und starkem Schauer ging es dann am Nachmittag des 12. bei uns zur Sache, schnell waren 12 Liter gefallen. Zum Abend des 13. gab es Regen von einem Niederschlagsgebiet, das uns aber nur streifte. Im Fläming kamen dabei Mengen bis zu 50 Liter zusammen. Vornehmlich in Neiße- und Odernähe kamen am Folgetag nochmals 20 Liter herunter. Wir bekamen knapp 8 Liter davon ab. 26°C wurden am 15. vor den Gewittern noch erreicht, bevor sie über die Station zogen. Mit einem nächtlichen Gewitter waren es zusammen 12 Liter gewesen. In den nächsten Tagen beruhigte es sich wieder und es wurde sonniger, trockenen und wärmer. Nur noch der 17. war größtenteils bedeckt. Vom 19. bis 21. konnte die Sonne mit bis zu 13 Stunden punkten. Am 20. stellte sich endlich wieder ein Sommertag ein und dann brach tatsächlich noch einmal der Hochsommer aus. Mit 30 bzw. 31°C und strahlend blauem Himmel verwöhnte uns das Wetter am 21. und 22. Doch zum Abend zog es sich schon wieder zu. Von Südwesten näherte sich eine Kaltfront mit Schauern und Gewittern und beendete damit diesen kurzen Ausflug in die Sommerhitze. Dies sollte dann auch das letzte Aufleben des Sommers gewesen sein. Nach dem 23., der trüb war, folgte noch ein trockener, sonniger Tag, aber mit kräftigem Wind. Kaum Sonne am Himmel, so sah es ab nun wieder aus. 
Ein Sturmtief machte sich am 25. bemerkbar. Bis zum Abend des 26. 10 Liter zusammen, zum Morgen waren es 16 Liter. In den letzten Tagen nahm der Regen tendenziell ab und der Sonnenschein wieder zu. Der 28. und 29. bot ein Mix aus Sonne und Wolken mit gelegentlichen Schauern. Die Temperaturen gestalteten sich dagegen eher herbstlich. Am 30. befanden wir uns im Zentrum des Tiefs. Die Regengebiete kreisten wie in einem Hurrikan um uns herum und ähnlich wie in einem Auge hatten wir sonniges, ruhiges Wetter. Der Monatsletzte mauserte sich zu einem schönen Tag.
Die erste Dekade des Septembers bot nichts Außergewöhnliches. Die Tage waren mittelprächtig mit vielen Wolken und einigen Schauern. Sehr sonnig war es vom 3. bis zum 7. Mit nur 1,2°C am Erdboden gab es am 4. fast den ersten Bodenfrost. Gegen Mittag bildeten sich örtlich Schauer und Gewitter, die aber nordöstlich vorbeizogen. Die Höchstwerte pendelten weiter um die 20°C. Der 8. startete bedeckt und endete auch so. Der Wind war recht lebhaft, im Mittel wurde Windstärke 6 erreicht. Der Regen zum 9. störte nur wenig, bis zum 12. schien wieder die Sonne. Zum Tag des Landeserntefestes (11.) in Jänickendorf brach dann der Altweibersommer aus. Bei strahlendem Sonnenschein waren ca. 40000 Gäste im Dorf unterwegs. Am Sonntag beim Frühschoppen des Landeserntefestes fehlten nur noch 0,3 K zu einem Sommertag. Also war bei 18,6°C auch noch das Abbaden im Pool angesagt. Ein wunderschönes Altweibersommerwochenende ging damit zu Ende. Denn bis zum 17. sollte es damit auch Schluss sein. Mehrere Tiefs zogen in diesen Tagen herüber und brachten immer wieder Regen. Der stärkste war am 14. mit 13 Litern bis zum Abend, am Morgen überquerte uns noch die Kaltfront mit einem Schauer und einer Windböe mit fast 20 m/s. Dabei fielen viele Pfirsiche ab. Die nächsten Tage wurden deutlich sonniger. Der Wind und die geringe Temperatur ließen uns spüren, dass es Herbst wird. Vom 18. bis zum 24. brach eine niederschlagfrei Zeit an. Es wurde der Altweibersommer. Noch kühl aber sonnig gestaltete sich der 19. und 20. Der 22. begann mit Nebel, der sich schnell auflöste. Es folgte ein Altweibersommertag auf den nächsten. Der 3. Altweibersommertag sorgte mit genau 25°C für den letzten Sommertag (24.) dieses Jahres. Dann ging aber auch diese Witterung zu Ende. Es schloss sich das wohl kompakteste Niederschlagsereignis des Jahres an. Bereits ab dem Mittag regnete es. Zum Morgentermin des 26. waren es 30 Liter. Damit übertraf der September jetzt schon den August. In der Summe hat es seit dem 29.7.2005 (50,4 mm) nicht mehr so viel geregnet. Als Tageswert seit dem 21.07.2005 mit 36,1 mm. Zum Abend des 27. wurden die 100 mm voll. In der Nacht endete der Regen. Das gesamte Niederschlagsereignis summierte sich auf 113 mm. Diese Wassermassen, die nur in Südbrandenburg so intensiv waren, führten auf zahlreichen kleineren Flüssen zu Jahrhunderthöchstständen. Das Niederschlagfeld lag über drei Tage quer über Mitteldeutschland, ohne sich groß zu bewegen. So wurden an der Pulsnitz und vor allem an der Schwarzen Elster in Elsterwerda, Bad Liebenwerda und in Herzberg noch nie gemessene Wasserstände erreicht. Das Hauptproblem sich die völlig veralteten Deiche, die auch gebrochen waren und das kleine Flüsse bei diesen Regenmengen wesentlich schneller anschwellen als große. Zudem ist die Schwarze Elster einmalig in Europa, ihr wurden 98% ihrer Auen genommen. Aber auch die Spree führte wieder Hochwasser. Dabei sollten zwei Tage später die Bauarbeiten an der Spremberger Talsperre wieder aufgenommen werden, was schon einmal fast zu einer fatalen Situation geführt hätte. Teile von Elsterwerda und Bad Liebenwerda mussten evakuiert werden, da sie unter den Flusspegel liegen. An einigen Stellen wurde der Damm geöffnet, um den Druck zu nehmen, bzw. ist der Damm auch gebrochen. Denn vielerorts ist der Schwarze Elster einfach über die Dämme geschwappt. Auch der Landkreis Wittenberg war noch von betroffen. Bei Schweinitz bot sich das gleich Schauspiel. Das führte zu einer Erfüllung von 331%, einen halben Liter mehr als 2001 (141,5 mm).  Die letzten drei Tage waren wesentlich ruhiger und nahezu trocken. Die Sonne schien nur am 30.
Der erste Oktober hatte den ersten Bodenfrost der Saison zur Folge. In der Hütte wurde ebenfalls leichter Frost von -0,1°C gemessen. Bis zum 10. war es dann dafür zu mild. In der Folge setzte eine Nachtfrostperiode bis zum 14. ein. Bis zu diesem Datum blieb es auch absolut trocken und so mussten wir bis dahin vom Niederschlag des Septembers zehren. Zum Einheitstag hatten wir schönes sonniges Wetter und angenehme Temperaturen. Ein Hauch von "Goldenem Oktober" mit viel Sonnenschein und steigenden Temperaturen konnte in den nächsten Tagen erlebt werden. Aber nur 18,7°C am 6. konnten als Höhepunkt registriert werden. Dieser Trend setzte sich auch am 7. und 8. fort. Etwas kühler aber wunderschön sonnig wurde es am 9. Das Hoch im Osten sorgte für beides. Der 10. mauserte sich zum ersten wolkenlosen Tag.  Fortan gab es Nachtfröste, am Boden noch 13 Mal. Der erste Reif der Saison entstand. Die Temperaturen waren nun spätherbstlich. Dunst und Hochnebel am 12., Nebel erlebten wir am 11. und 13. Die Sonne braucht nun jeden Tag länger dafür, um sich da durchzukämpfen. Endlich mal Regen! Zum Abend des 15. begann der Dauerregen. Dieser hielt noch den ganzen 16. an und brachte es auf über 10 mm. Es waren auch die beiden einzigen frostfreien Tage. Zwischendurch frostig und sonnig der 17. und 18. Dann folgte bis zum 20. regnerisches Wetter. In dieser kühlen Witterung, bei der kaum mehr als 10°C drin waren, verblieben wir bis zum 27. Gelegentlich kam es zu kleinen Niederschlagsereignissen, die aber alle samt keinen messbaren Niederschlag mehr brachten. Der 23. wurde zum schönsten Herbsttag der Woche. Über 7 Stunden Sonnenschein. Gegen Mittag des nächsten Tages brachte das Sturmtief neben starken Wind auf viele Wolken mit. Es blieb aber weitestgehend trocken. Der Sturm war in der Nacht zum 25. abgezogen. Weitestgehend bedeckt auch der nächsten beiden Tage. Doch es wurde wieder etwas wärmer. Die Tiefdruckausläufer am 27. schafften es nur bis in den Berliner Raum. Dann sollte uns tatsächlich noch der "goldene" Oktober begegnen. Der 29. glänzte mit Sonne bei 14°C. Da konnte man das Draußen sein richtig genießen. Knapp 16°C am 30., fast möchte man meinen, der Frühling kommt zurück. Doch die bunte Blätterpracht der Bäume im Sonnenlicht sagte etwas anderes. Der Reformationstag hielt sich zunächst mit Wolken zurück.
Mit Morgendunst und Tau startete der November und blieb am 1. und 2. noch trocken und mild. Bis zum 6. blieb es bei bis zu 16°C sehr mild und regnerisch. Recht intensiv waren diese am 3. und 5.  Dem Sturmtief verdankten wir Windstärken, die fast Bft 8 erreichten. Danach wurde es allmählich kühler. Regen gab es fast täglich. Kalt und bedeckt ging es am 9. zu. Der erste Hüttenfrost mit -1,4°C hatte sich eingestellt. Etwas frostiger der 10. Ein Sturmtief erreichte uns am Abend des 11. Sowohl Regen als auch Sturm waren nur mäßig. In der Nacht zog der Hauptteil des Sturmes durch. Zum Abend (12.) hin näherte sich ein weiteres Niederschlagsfeld. Der Regen ging den ganzen 13. hindurch. Dabei war es sehr mild für die Jahreszeit, so dass der 14. einen neuen Tagesrekord mit 18°C aufstellte. Bis zum Morgen waren 10 Liter zusammen gekommen. In den nächsten 4 Tagen wurde es noch mal richtig nass. Über 30 Liter konnten wir messen. Dabei wurde es immer kühler. Erst der 19. und 20. blieb mal trocken. Am 20. konnten wir endlich mal wieder etwas Sonne genießen. Bis zum Monatsende gab es nun keinen trockenen Tag mehr. Ab dem 23. war der Niederschlag dann teils, später komplett aus Schnee. Denn ab dem 26. lag eine geschlossene Schneedecke. Am  22. und 23. blieb es dagegen frostfrei. Doch waren sie vom Regen beherrscht. Am 24. fing es an zu schneien, doch nur der Fläming wurde weiß. Erst in der Nacht zum 26. gab es den ersten Schneefall mit  Ausbildung einer 2 cm dünnen Schneedecke. Die Temperatur blieb fortan im Dauerfrost. Sonne blieb Mangelware. In der Nacht zum 29. fielen 2 cm Neuschnee. Wir lagen dabei nur am Rande des Schneefallgebietes, das im Süden sehr aktiv war. In Bayern und in der Lausitz kam es zu einem Schneechaos. Leichter Schneefall auch am 30. Dabei wurde es immer kälter.
Schon der Start in den Dezember war winterlich. Am Abend des 1. griff ein starkes Schneefallgebiet von Süden her über und brachte bis zum Morgen ordentlichen Neuschnee, sodass 14 cm Schneedecke zusammenkamen. Die ersten 4 Tage waren auch außergewöhnlich kalt. Die Temperaturen über Schnee gingen in den Keller. Bis zu -20°C wurden am Boden registriert. Einen wunderschön sonnigen Vormittag erlebten wir am 4., einen von zwei sonnigen Tagen des Monats. Ansonsten war Sonne echte Mangelware. Leichte Milderung brachte eine Warmfront in der Nacht zum 5. Vom Glatteisregen blieben wir verschont. Der Nikolaustag blieb kalt und trocken. Am 8. ging der Schneefall um die Mittagszeit kurzzeitig in Sprühregen über, blieb aber ohne Glatteisbildung, der den Süden des Landes befiel. Ursache war die starke Luftmassengrenze, die sich etwa über uns befand. Das Tief aus Frankreich führte auf seiner Vorderseite sehr feuchte und warme Luft aus dem Südwesten heran, die hier auf polare Luft aus dem Norden traf. Das führte zu intensiven Schneefällen, die ab Mittag einsetzten und bis zum Abend schon für 5 cm Neuschnee sorgten. In der Nacht zum 9. gab es deshalb weiteren kräftigen Schneefall, so dass die Schneedecke auf 17 cm anwuchs. Der Tag blieb verschneit. Wind sorgte für Verwehungen. Bis dahin waren wir im Dauerfrost. Das sollte sich die nächsten Tage aber ändern. In der Nacht brachte die Warmfront aus NW nun doch Schnee und kein Glatteis. Am Morgen konnten, nun bei Regen,  noch 4 cm Neuschnee gemessen werden. Am Tage taute die Schneedecke merklich bei 4°C zusammen. Bis in den Morgen des 12. regnete es noch, dann ging der Niederschlag wieder in Schnee über. Bei fallenden Temperaturen bildete sich gefährliche Eisglätte. Vom 13. bis zum 19. waren wir wieder im Dauerfrost. Schnee und Frost steigerten sich in dieser Zeit täglich. Kräftigen Schneefall gab es erst am Abend des 14. Dieser ging die ganze Nacht hindurch. Bis zum Nachmittag des 15. 6,2 mm und 6 cm Neuschnee. Ab nun rollte die nächste Kältewelle heran. Temperaturen unter -10°C waren fortan wieder auf der Tagesordnung. Starker Schneefall am Abend des 16., den uns das Tief aus dem Norden brachte. Die Schneedecke wuchs auf 19 cm. Am 18. erwachten wir mit Sonnenschein. Der zweite von 2 Sonnenscheintagen des Monats. Dadurch wurde es nach Sonnenuntergang sehr frostig. Es folgte einer der kältesten Nacht mit -17,3°C, über Schnee -22,3°C. Es bildete sich Raureif. In der Nacht zum 20. gab es zunächst gegen 4 Uhr Schneeregen, der aber nach 20 min wieder in starken Schneefall überging und so eine leichte glatte Eiskruste im Schnee hinterließ. Insgesamt waren es nur 5 cm Neuschnee, so dass nun 23 cm gemessen wurden. Am 21. registrierten wir die kälteste Nacht beim E-Min mit -22,7°C. Damit endete die Dauerfrostwitterung zunächst. Das Schneefallgebiet vom Abend ging am Vormittag erst in Schneeregen, dann in Glatteisregen über. Das Weihnachtstauwetter hatte sich also eingestellt. Ruhig der 23. mit knapp über 0°C der mildeste Tag dieses Witterungsabschnittes. Ein leichtes Tauwetter war bis Mittag des heiligen Abends noch zu spüren. Vormittag gab es noch Sprühregen, der langsam in Schnee überging. Um 22 Uhr waren es  bereits 5 cm Neuschnee. Der starke Schneefall ging die ganze Nacht hindurch, so dass am Morgen 30 cm gemessen werden konnten. Am Vormittag des 1. Feiertags ließ der Schneefall nach. Auch in den nächsten Tagen immer wieder Schneefall. Zum Abend des 27. kräftiger Schneefall, der bis zu Morgen Neuschnee von 12 cm brachte. Somit summierte sich die Schneedecke auf historische 40 cm. Damit haben wir nach dem Winter 1986 die zweithöchste je gemessene Schneehöhe erreicht, die ich seit 1985 messe. Am 29. und 30. herrschte wieder strenger Frost. Über lange Strecken gab es leichten Schneegriesel mit einigen Schneeflocken. Am Silvestertag milderte es sich bis zum Morgen auf Null Grad Celsius, so dass der Schnee anfing, langsam zu tauen.

Nun noch einige statistische Werte des Jahres: An 154 (-9) Tagen des Jahres kam es zu Niederschlag größer gleich 0,1 mm. Im Einzelnen an 19 Tagen zu Sprühregen (-7), 157 (-35) zu Regen, 74 (+31) zu Schnee, 9 zu Reif- oder Frostgraupeln (+4). 9 Mal Schneegriesel, 1 Mal Hagel und 4 Mal Eiskörner wurden in diesem Jahr beobachtet. Es kam an 74 Tagen Mischniederschlag (>=0,1mm). An 71 Tagen waren die Niederschläge zum Teil als Schauer und an nur 16 (-13) Tagen mit Gewitter und an 4 Tagen mit Wetterleuchten zu beobachten. Die Lufttrübungen nahmen 2010 wieder zu, Fernsichten waren uns 60 geboten. Dunst gab es an 142 Tagen, 22 Tage mehr als im Vorjahr. Nebel nahm dagegen leicht ab und trat an 20 Tagen auf. Die Sonne schien an 261 Tagen, 28 Tage weniger als im 2010. Die Glätteerscheinungen nahmen deutlich zu, wurde doch im Jahr 2010 über drei Monate ein Winter registriert. 4 Mal Glatteis, 33 Tage mit Eisglätte und absoluter Rekord mit 93 Tagen Schneeglätte.  6 Mal kam es im Winter zu Reifglätte. Reif konnte ich an 65 Tagen beobachten (-1). In nur 98 Nächten kam es zu Tau, eine deutliche Abnahme. An 10 Tagen konnte man sich an Raureif und Raufrost erfreuen. Raueis wurde nicht beobachtet. An rekordverdächtigen 97 Tagen mit >=50% geht wohl dieses Jahr in die Chronik ein. Das sind über 3 Monate mit einer Schneedecke. Beim Wind blieb es etwa beim Vorjahreswert. Spitzen mit mehr als Beaufort 6 gab es an 104 Tagen, mit BFT 8 waren es 8. Im Mittel wurde BFT 6 an 43 Tagen ermittelt. BFT 8 wurde einmal gemessen. Es war das Orkantief Xynthia, der hier auch die höchste Windspitze des Jahres mit 22,7 m/s bescherte.

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Marco Ringel