Login-Übersicht
Das Wetter in Jänickendorf im Oktober 2017

Der Oktober brachte uns zwei Orkane mit teils verheerenden Folgen. Ansonsten kam er uns sehr mild entgegen. Es gab nur zwei Mal leichten Bodenfrost, am 9. und 30., der aber noch keinen Auswirkungen hatte. Zum Monatsende schloss er mit einem Plus von 2,5K. der Niederschlag konzentrierte sich auf die erste und dritte Dekade und erreichte trotzdem den stolzen Wert von 236%. Großen Anteil hatte dabei auch der Orkan vom 5. Mit 15,3 mm und der 2. Mit 11,6mm. Vom 11. Bis zum 19. Blieb es dagegen trocken und wir erlebten einen goldenen Oktober mit Tageswerten über 23°C. 4 Tage kamen dabei über 20°C. hier schien auch die Sonne am intensivsten mit Tageswerten über 8 Stunden. Dennoch konnte sie nur 805 der Normsumme für sich verbuchen. Am 5.  und 29. kam es zu Orkan- bzw. Sturmböen von 31,9m/s und 27,3 m/s, was besonders am 5. zu massiven Schäden bei den Bäumen führte. Hier fiel 26h der Strom dadurch aus. In der Fläche war der Orkan am 29. sogar stärker, richtet aber trotzdem nicht mehr so viel an. Vom 17. bis 19. gab es Nebel, der sich immer schwerlicher auflösen wollte und damit den goldenen Oktober beendete. 

Das Niederschlagsband am 1. kam aber nur sehr langsam voran. So fing es erst gegen Morgen an, leicht zu regnen. Nach einer klaren Nacht zogen am Morgen die Wolken auf. Ab Mittag gab es kräftigen Regen, der bis zum frühen Abend ging. Davor war es auch recht windig. In der Nacht zum 3. startete das zweite Regenpaket seinen Angriff. So waren es zum Morgen fast 12mm. Dann verzogen sich die Wolken und es wurde ein milder und sonniger Tag. Zum Nachmittag bildeten sich einige Schauer, von denen einer hier traf und in kürzester Zeit 1mm ablud. Am 4. blieb es den ganzen Tag bedeckt. 

Gegen 16 Uhr war das Orkantief  "Xavier" da, der Ex-Hurrikan, und hat seine volle Ladung auch im Berliner Raum abgeladen. In Schönefeld waren es 32,8 m/s um 16:14 Uhr. In Jänickendorf ist seit ca. 16 Uhr der Strom ausgefallen, eine Hochspannungsleitung war gekappt. Die hiesige Windspitze erreichte um 16.00 Uhr 31,8 m/s (115km/h), in Berlin-Schönefeld waren es 32,8m/s. Viele Bäume nach und in Luckenwalde sind umgestoßen. Die Schäden waren wie überall im Gebiet verheerend. Zumindest beschränkten sie sich fast ausschließlich auf gefallene Bäume, hier in der Region gab es keine Opfer, trotzdem gab es 7 Tote, die meisten beim Autofahren, was hätte nicht sein müssen. Die Warnungen waren eindeutig! Allein zwischen Jänickendorf und Luckenwalde gab es drei Straßensperrungen wegen gekippter und gebrochener Bäume, eine Vielzahl mehr ist noch gefallen aber ohne Behinderungen, die meisten sind allerdings mit den Wurzeln gekippt, in Luckenwalde leider einer auch auf ein Haus. Bäume, die gebrochen sind, waren meist schwach und hohl. Am Königsgraben brachen mehr als 2 Drittel einer sehr alten Trauerweide ab und versperrten die Straße. Das Herbstfeuer am 6. fiel auch aus, da die Feuerwehrleute weder Lust noch Zeit hatten, zu feiern, zum anderen ist auch das Festzelt weggeflogen. Über 15mm sind dabei gefallen.

Am 6. ging es wesentlich ruhiger zu, nicht nur vom Wetter her. In Stülpe und in Baruth fiel die Schule aus. Zu Hause ging es wie im alten Bauernhaus zu, alles versammelte sich in der Küche, wo alles auf dem Gasherd zubereitet wurde, damit war die Küche auch der wärmste Raum. So gab es heute handgebrühten Kaffee. Nun geht es ans Aufräumen, das Laub des gesamten Weines fand ich heute Morgen im Pool, das Trampoline hatte sich am Grillplatz in den Kastanien verkeilt, Schäden gab es aber nicht. Gegenüber ist bei einem Nachbarn eine große Korkenzieherweide zum Nachbarn entwurzelt, beim anderen ist eine Zierfichte auf die Straße gekippt. Erst nach 26 Stunden ohne Strom gingen erst kurz vor 18 Uhr die Lampen wieder an. Damit war dieser Ausfall der längste Stromausfall seit der von Silvester 1978 zu 1979. Erst jetzt konnte versucht werden, an die Daten zu kommen. Während der ganzen Zeit lief die Fegerstation auf Akku, noch schien alles zu laufen, der Akku stand noch bei 12,5V nach 24 Stunden. Doch nach 36 Stunden werden die Daten ohnehin überschrieben, dann wäre der Speicher voll. Um 18.15 dann der spannende Moment, lassen sich die Daten auslesen? Ja, es klappte nach dieser langen Zeit und ich konnte vermelden, alle Daten da! Die Fegerstation hat absolut perfekt gearbeitet! Ansonsten wäre der größte Orkan der letzten Jahrzehnte ohne jede Dokumentation geblieben wäre. 

Die Folgenacht war anfangs klar, zum Morgen zogen wieder Wolken auf. Bei starkem Wind begann es am Nachmittag zu regnen. Dieser intensivierte sich bis Mitternacht. Bis in den Vormittag des 8. regnete es kräftig. Insgesamt waren es 10 mm seit gestern früh. Ab dem Mittag schien die Sonne für den Rest des Tages. Zum Abend klarte es auf, was man sofort bei den Temperaturen sah. Nach dem ersten Bodenfrost des Herbstes am 9. zogen erst Hochnebel dann Nebel auf. Der löste sich am Vormittag wieder auf, sodann schien die Sonne und machte diesen Tag zum schönsten der Woche. Am Nachmittag allerdings traf uns ein Schauer. Nach dem Regen der Nacht blieb es trüb. Es sollte der letzte bis zum 20. bleiben.

Am 11. war zeitweise schon die Sonne zu sehen. Mit 17°C war es jedenfalls schon deutlich wärmer als die Vortage. Ein paar Tropfen gab es noch am Vormittag des 12, doch dann kam immer mehr die Sonne heraus. Aber auch windig wurde es. Mehr Sonnenschein gab es am 13. Bei der Temperatur erreichten wir aber erst 17°C. Ab Morgen kommt der goldene Oktober. Die Sonne zeigte sich immer mehr und die Temperatur kletterte auf 22°C, dann nahmen die Wolken aber wieder überhand. Der 16. startete mit Tau und Bodennebel und endete auch so. Dazwischen war es ein wunderbar warmer und sonniger Tag mit 22°C. Ein sonniger Spätherbsttag ohne jegliche Wolke und 23°C folgte dem. Was will man mehr! Der 17. Wurde mit strahlendem Himmel und 23,6°C der wärmste Tag dieses Oktobers. Bis zum Mittag des 18. gab es dagegen dichten Nebel, dann Sonnenschein und ab dem Abend wieder Nebel. Dieser hielt sich wieder bis in den Mittag des Folgetages.

Am 20. gab es zwar keinen Nebel, doch war dafür nur noch der Vormittag sonnig. Damit endet diese Schönwetterphase. Bereits gegen Mittag zogen dichtere Wolken auf und brachten bis zum Abend Regen. Tags drauf blieb es bedeckt. Erst am Nachmittag gab es kurze Auflockerung, bis in den Abend folgte leichter Regen bis in die Nacht hinein. Sonnenschein gab es nur um die Mittagszeit. Später zum Abend dann wieder mehr Wolken. Bis auf wenige sonnige Minuten am Nachmittag des 23. blieb es ein trüber Tag, an dem es zu mäßigen Sprühregen oder leichten Regen kam. Am nächsten Tag noch einige Tropfen und Dunst. Nur am Nachmittag schien 2 Stunden die Sonne. Nachts gab es kräftigen Regen. Nach dem Mittag war es aber auch sonnig.

Zum Monatsende verschlechterte sich das Wetter weiter. Am 26. letztmalig Werte über 15°C. Am Vormittag schien trotz starker Bewölkung zwar noch die Sonne, doch in den Abendstunden fing es dann an zu regnen. Dieser ging in der Nacht weiter, am Nachmittag brachte ein Schauer fast 4 Liter. Den ganzen Folgetag gab es Regentropfen. Das Regengebiet zog weiter westlich an uns vorbei. Der Wind lebte schon auf Windstärke 7 auf.

Gegen 3:30 in der Nacht zum 29. war der Orkan angekommen. Bis zum Mittag hatten wir dann Böen bis zur Starke 10. In Berlin wurde wieder Orkanstärke erreicht. Gegen Mittag folgte ein kräftiger Schauer mit fast 7mm. Danach wurde es immer trockener und es klarte bis zum Abend auf. Zum Morgen gab es einen Regenschauer, was uns wohl vor dem Frost geschützt hat. Dann klarte es auf. Am Tage bildeten sich einige Quellwolken. Hier blieb es jedoch trocken. Zum Abend klarte es schnell auf, auch die Temperatur fiel recht schnell, so dass in der Nacht mit Frost gerechnet werden muss. Es blieb ein ruhiger Reformationstag, Vormittag gab es ein wenig Sonne, insgesamt blieb es kühl.
 

NeueRekordwerte Oktober (seit 1985)
11. höchstes Mittel  15,0°C seit 1988
14. höchstes Mittel  15,8°C seit 1990
15. höchstes Mittel  15,6°C seit 2001
17. höchstes Mittel  16,4°C seit 1998
17. höchstes Maximum  23,6°C seit 1990
11. höchstes Minimum  13,2°C seit 2001
12. höchstes Minimum  11,3°C seit 1995
02. höchster Niederschlag 11,6mm seit 1997
05. höchster Niederschlag 15,2mm seit 2016
09. höchster Niederschlag 5,2mm seit 2011
11. höchstes E-Min  11,6°C seit 1999
12. höchstes E-Min  8,6°C seit 1995
Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel

Alle veröffentlichten Daten sind Eigentum der Privaten Wetterstation Jänickendorf
und dürfen nur zum privaten Gebrauch heruntergeladen werden.
Bei Fragen bitte an den Webmaster wenden.
Laufende Aktualisierung
ã Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel