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Das Wetter in Jänickendorf im Januar 2016

Es war ein fast normaler Januar mit zwei winterlichen Abschnitten nach dem viel zu warmen Dezember. Am Ende schloss er mit nur 0,1K Abweichung ab. Er zählte 9 Eistage, dreimal so viel wie das ganze Vorjahr und an 6 Tagen sank das Quecksilber unter die -10°C-Marke. An 9 Tagen fiel Schnee, der an 13 Tagen zu einer Schneedecke von mehr als 1 cm führte. Der Höchstwert trat mit 8 cm am 8. Januar auf, der auch das Ende des ersten Wintereinbruches markierte. Weiß wurde es dann noch mal vom 15. bis 23. Der Monatsanfang und das Ende waren recht windig. Der Niederschlag erreichte nur 91% seines Sollwertes, bei der Sonne waren es auch nur 92%. Also alles ziemlich normal für einen Januar. Durch den Schnee konnten wir mal wieder richtig tiefe Temperaturen erreichen. Am 22. waren es in 2m Höhe -15,0°C und über Schnee stolze -19,1°C.

Zum Jahresanfang wurde es erst einmal sehr neblig. Dafür gab es doch keine Glätte. Der Tag blieb trüb. Auch in der Folgenacht herrschte Nebel, dabei sank die Temperatur langsam in den Minusbereich. Zum Morgen löste sich der Nebel auf. Dafür nahm der Wind am 2. zu. Bis zum Abend waren die Temperaturen auf -6°C gesunken, gefühlt waren es da schon -20°C. Trotz der starken Bewölkung sank bei dem kräftigen Ostwind die Temperatur in der Nacht auf sibirische Werte. Am Morgen des 3. waren es -9°C. Die Kälte hat uns voll im Griff. Das Schneetief hatte bisher keine Kraft, bis zu uns vorzudringen. Erst in der Nacht war es endlich soweit! Es fing an zu schneien. Zwar nur leicht aber stetig. Am Morgen waren es 1 cm. Über den Tag schneite es weiter. So waren es bei -7°C am Abend 5 cm geworden. Auch am 6. schneite es fast den ganzen Tag lang hindurch. Am Morgen waren es 6 cm, zum Abend 8 cm.  Nach etwas Griesel und Flocken blieb es am 7. trocken. Bis zum Abend stieg die Temperatur auf -2°C. In der Nacht kam Schneefall auf, der bei steigenden Temperaturen in Regen überging. Zum Morgen war die Schneedecke daher nur auf  8 cm angewachsen. Ab dem Vormittag bekam die Schneedecke erste Löcher. Nach einer klaren Nacht, die frostig und glatt wurde, taute es am Tage nur wenig, da der Schnee verharscht war. Erst am 10. taute der Schnee unter dem Regen weiter. Dadurch entstand gefährliche Eisglätte. 

Insgesamt blieb es auch die nächsten Tage sehr regnerisch. Zum Morgen des 11. war das Niederschlagsgebiet durch und der Tag blieb bis zum Abend trocken. In der Nacht und am Morgen gab es weiteren Regen. So auch der 13. Dabei wurde es am Abend kühler. So langsam setzt sich die kalte Luft durch. In der Nacht gab es leichten Schneefall, aber liegen blieb kaum etwas, da es zu warm und zu nass war. Zum Abend des 14. zogen die Wolken der Warmfront auf. In der Nacht schneite es etwas, was 1 cm Neuschnee brachte. Dieser hielt bis in den Mittag.  Erst zum Abend erreichte uns das nächste Schneefallgebiet. Nach 21 Uhr schneite es dann kräftig. Am Morgen des 17. maß ich 6 cm. Der zweite Winter in diesem Jahr war da. Obwohl es bis zum Abend ganz leicht weiterschneite, nahm die Schneedecke bei fast 0°C nicht mehr zu. Zum Abend kam dann aber der Frost. Der 18. dann meist sonnig, morgens und abends klar. Das führte zu starken Bodenfrost, in der letzten Nacht waren es schon -11, diesen Abend stehen wir schon bei -15°C am E-Min. Nach einer Nacht mit strengem Frost und -17°C über Schnee. erwartete uns ein sehr sonniger Tag. Wir verblieben bis zum 22. im Dauerfrost. Am 20. brachte uns ein Schneefallgebiet 2 cm Neuschnee. Am Tage streiften uns immer wieder kleine Schneefallfelder, so dass es immer wieder etwas weiß auf den Wegen wurde. Der  21. bedeckt, doch zum Abend riss die Wolkendecke auf und es klarte auf. Das blieb nicht ohne Folgen. Über Schnee sank die Temperatur schnell unter -15°C ab. Es bildete sich neben Reif auch Raureif. Der 22. voller Sonne bis in den Abend. Am nächsten Morgen war die Front hier und es begann erneut zu schneien. Ab 8 Uhr war der Schneefall mäßig und gegen Mittag hatten wir 8 cm Gesamt- und 3 cm Neuschnee. Dazwischen kam auch schon mal Schneegriesel. Die Temperatur ist bis Mittag in die Plusgrade gekommen, so dass de nachfolgende Sprühregen kein Glatteis mehr produzierte. Bis zum Abend taute es weiter, der Schnee sackte langsam zusammen.  Der 24. wurde immer milder. Zum Abend griff die Warmfront mit Regen über. Damit war mit Winter erst einmal Schluss.

In der Nacht weiterer Regen, der zu Sprühregen wurde. Dabei war es so feucht, dass sich auch noch Nebel ausbildete. So blieb der Tag auch trübe. Tags drauf mal ganz ruhig. Auch am 27. war bis zum Abend die Wolkendecke geschlossen. Nach dem morgendlichen Regen lockerte es am Vormittag auf. So konnte sich der 28. bis zum Abend zu einem sehr sonnigen Tag mausern. Bis dahin war es auch recht windig. Wir bekamen Bodenfrost. Der 29. wurde ein stürmischer aber trockener Tag. Der Samstag blieb grau und trüb, zum Nachmittag setzte erster Regen ein, der sich bis zum Abend verstärkte. Zum Monatsletzten blieb es bis zum Mittag sonnig. Dann nahmen die Wolken zu, doch erst am Abend bekamen wir noch einen halben Liter Niederschlag.

Neue Rekordwerte Januar (seit 1985)
27. höchstes Mittel  10,0°C seit 2002
25. höchstes Minimum  4,2°C seit 1999
27. höchstes Minimum  8,2°C seit 2002
18. tiefstes E-Min  -18,6°C seit 1991
19. tiefstes E-Min  -17,1°C seit 1991
20. tiefstes E-Min  -13,4°C seit 1991
20. tiefstes E-Min  -17,0°C seit 1991
21. tiefstes E-Min  -19,1°C seit 2006
19. höchster Sonnenschein 7,2 h seit 1999
22. höchster Sonnenschein 8,1 h seit 2006
Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel

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