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Das Wetter in Jänickendorf im Juli 2014

Der Juli war ein richtiger Sommermonat, allerdings mit sehr häufigen gewittrigen Störungen. Der Monat war immerhin 1,8K wärmer als sein Normal. Neben 21 Sommertagen waren auch 8 heiße Tage zu verzeichnen. Damit gehört er zu den besseren Monaten, die über dem Mittel liegen. Mit 11 Gewittertagen liegt der Juli allerdings an der Spitze aller meiner Monate seit Messungsbeginn vor 30 Jahren. Die Anzahl der Einzelgewitter ist noch viel höher. Sie liegt bei 20. So erklärt sich auch, dass die Monatssumme des Niederschlages bei 91 Prozent liegt, obwohl nur 14 Tage mit messbarem Niederschlag auftraten. Aber nur an 5 Tagen waren diese ergiebiger als 5 Liter, meist als Gewitterschauer. Doch der stärkste Niederschlag fiel nicht als Schauer, als am 25. innerhalb einer Stunde 25 Liter vom Himmel kamen. Man sollte meinen, die Sonne hätte es da schwer gehabt, aber Fehlanzeige. 108% mit 13 Tagen über 10 Stunden konnten registriert werden. Sehr sonnig war es dabei vom 15. bis zum 23., wo es auch niederschlagsfrei war. Diese Zeit beinhaltete auch die erste Hochsommerphase, die am 20. mit 35°C ihren Höhepunkt fand. Dann wurde es bis zum Monatsende sehr unbeständig und gewittrig.

Die ersten 6 Tage des Julis blieben trocken und die Sonne schaffte konnte ergiebig scheinen, meist über 10 Stunden. Nur am 5. schwächelte sie ein wenig. Am 3. wieder ein Sommertag. Der 4. wurde dann ein heißer Tag. Eine Gewitterfront am Abend des 5. hatte in unserer Region eine Lücke, so dass nichts passierte. Der 3. heiße Tag folgte noch am 6.

Dann wurde es nicht mehr so heiß, dafür deutlich unbeständiger und vor allem feuchter. Kleine Schauer machten sich am 7. bemerkbar. Gegen Abend kamen Gewitter aus dem Süden auf. In der Nacht streifte uns eines westlich, das es in sich hatte. In Treuenbritzen fielen bis zum Morgen 70 Liter, hier nur 2 davon. Erst das morgendliche Gewitter im Osten erhöhte auf knapp 9 Liter. Leicht sonnig und zunehmend schwül wurde der Tag. Gegen 14 Uhr machten sich im SE Gewitterzellen bemerkbar, die nachfolgend leicht östlich an uns Richtung Berlin zogen und dort für heftige Schauer sorgten. Hier bekamen wir nur die Randschauer ab. Der  9. war gezeichnet von Schauern, Gewittern und zum Abend auch noch Dauerregen. Nur der Vormittag blieb trocken. Da wurde es auch besonders schwül bei 23°C. Erst zum späten Vormittag des 10. besserte sich das Wetter wieder. Ab Nachmittag zogen auf NE mehrere Gewitter- und Schauerzellen auf, aber eine traf hier richtig. Zum Abend beruhigte sich das Wetter wieder. Nachts lichteten sich die Wolken, bis zum Vormittag war es sonnig. Dann quollen doch die Cumuli gen Himmel und gegen Mittag des 11. hatten sich erste CB's gebildet. Diese entwickelten sich zu zahlreichen Gewitterzellen, die örtlich recht stark waren und nach SW zogen. Hier traf keine richtig, nur 0,3 mm.  

Bis zum 14. kam es immer wieder zu leichten Schauern.
Zum Morgen des 12. schien noch die Sonne, mittags einige Schauer. Die Gewitter um NW und NE erreichten uns nicht, denn das Wettersystem drehte sich direkt über Berlin und zog nach Osten ab. Auch bis zum Mittag des 13. hin recht sonnig, dann zogen wieder Schauer und Gewitter auf. Getroffen hat uns nur ein Schauer. Am Nachmittag gesellten sich wieder einige Schauer und 2 Gewitter dazu. 

Vom 15. bis zum 23. blieb es dann mal trocken. Dieser Abschnitt beinhaltete auch die einzige Hochsommerphase. Der 15. war sonnig und recht warm, Tags drauf eine Fortsetzung des sommerlichen Wetters mit noch ein paar Wolken weniger. Sommerlich heiß mit ein paar Quellwolken der 17. Der nächste Tag wurde ein heißer Tag. Doch es ging noch weiter Der bisher heißeste Tag des Jahres mit 33,4°C folgte am 19. Der 28.  35°C-Tag meiner dreißigjährigen Messreihe ereignete sich am 20. Ein solcher Tag ist noch recht selten. Damit hatten wir den Höhepunkt der Hitzewelle erreicht. In der Nacht strömte etwas mildere Luft ein. So waren es am Folgetag „nur“ 30°C. Grund waren die aufziehenden Wolken, nach dem 2. Klimatermin gar keine Sonne mehr. Am 22. nochmals durchweg sonnig und mit 30°C gerade so ein heißer Tag. 

Außer am 24. blieb es warm bis heiß, doch es wurde deutlich feuchter. Zum späten Nachmittag des 23. quollen im Osten einige Gewitterwolken hoch und brachten örtlich bis zu 7 Liter. Heftige Windspitzen sorgten dabei für einige Astabbrüche. Sonne gab es am nächsten Tag nicht, entsprechend "mild" waren heute die Temperaturen. Ab dem Nachmittag setzte leichter Regen ein, der am Abend auch mal kräftiger wurde. In der Nacht regnete es 8 Liter, gegen Mittag brach aus einem unscheinbaren kleinen Regengebiet ein Starkregen von einer zur anderen Minute los und brachte innerhalb einer Stunde 24 Liter ohne ein Gewitter. Diese gab es im SW später, zogen aber entfernt vorbei. So etwas hat auch Seltenheitswert.  Insgesamt waren 25 Liter gefallen. Diese Feuchte führte in der Nacht zu Nebel. Erst gegen Mittag schien die Sonne, 28°C wurden noch erreicht. Zum Morgen des 27. wieder Hochnebel, die Sonne hatte es nicht so leicht, da durchzukommen. Dann wurde es aber schwül! Dieses entlud sich ab dem Nachmittag in Form von Gewittern, die zunächst an uns vorbeizogen und nur einen kurzen Schauer hinterließen. Erst gegen 19:30 traf uns ein Gewitter aus Süd und brachte kräftigen Regen. Gleich am Morgen des nächsten Tages überraschte uns ein Schauer mit einem Ferngewitter. Danach blieb der Tag trocken aber schwül. Die Sonne konnte durch den Cs lange scheinen. Am 29. ein Morgengewitter. Das zog zögerlich ab und es heiterte auf. Sonnig blieb es bis zum Nachmittag. Dann rollte die nächste Gewitterstaffel aus dem Osten auf uns zu. Wir hatten Glück, die Zellen zogen nördlich und südlich vorbei, nur ein paar Tropfen fielen. Weiter westlich waren die Gewitter deutlich stärker und brachten schon mal 40 Liter als Stundensumme (z.B. Brück oder Potsdam). Zu Mitternacht zog Nebel auf, der bis zum Morgen hielt, danach weiterhin trüb. Am Monatsletzten endlich mal ein ruhiger, trockener Sommertag mit genau 25°C und schönen Quellwolken.

Neue Rekordwerte Juli (seit 1985)
04. tiefstes Minimum  9,0°C seit 2006
26. höchstes Minimum  17,5°C seit 2013
25. höchster Niederschlag 25,3mm seit 1987
02. tiefstes E-Min  3,0°C seit 1993
03. tiefstes E-Min  4,3°C seit 2005
04. tiefstes E-Min  5,7°C seit 2006
08. höchstes E-Min  15,8°C seit 2001
26. höchstes E-Min  15,6°C seit 2000
30. höchstes E-Min  17,1°C seit 2005
22. höchster Sonnenschein 14,4°C seit 2013
31. höchster Sonnenschein 13,8°C seit 2008
Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel

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