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Das Wetter in Jänickendorf im Dezember 2011

Der Dezember war dieses Jahr kein Wintermonat, von Schnee weit und breit nichts zu sehen. Selbst in den Bergen fing es erst zu Nikolaus an zu schneien. So schloss der Monat mit einem Plus vom 1,6 K. Ein wenig Frost gab es nur bis zum 12., 23. und 31. Bodenfrost gab es zwar an 12 Tagen, der war aber oft oberhalb von -1°C, also sehr leicht. Dafür kam der Regen zurück und gleich kräftig. Er holte selbst den November wieder auf und schloss mit 173% seines Normalwertes. Es blieben nur 2 Tage niederschlagsfrei, der 26. und 28. An 5 weiteren waren nur 0,0 mm zu messen. Am 16. brachte ein Regengebiet gleich fast 19 mm zusammen und am 20. am späten Abend war der einzigste richte Schneefall des Monats zu beobachten. Der Boden war dafür aber viel zu warm und vor allem nass als das der Schnee darauf ein Chance gehabt hätte. Da hatte es die Sonne natürlich schwer, sich zu behaupten, und verfehlte ihr Ziel um 11%. Doch besonders rar machte sie sich zu den Feiertagen. Vom 22.-27. kam sie überhaupt nicht zum Vorschein. Außergewöhnlich war der viel Wind für einen Dezember. Allein 25 windige Tage in Böen und 13 Windtage im Mittel waren zu verzeichnen.

Der Monat startet äußerst mild und auch alsgleich nass. Zum Mittag hin gab es den ersten leichten Niederschlag. In der Nacht näherte sich allerdings ein Neues. Es folgte der mildeste 2. Dezember meiner Messreihe. Vor der Front, die 1 Liter Regen brachte, erreichten wir 12,9°C. Der Wind wehte bis dahin kräftig mit Windstarke 7. Nach einer klaren Nacht verdichteten sich die Wolken am Vormittag wieder. Bis zum Abend fielen bei stürmischem Wind 3 Liter vom Himmel. Der 4. dann trocken und der Wind hatte nachgelassen. Erst in der Nacht gab es teils kräftige Regengüsse. Der Tag wurde besser,  auch die Sonne hatte eine Chance. Am Morgen des 6. gab es auf dem Fläming den ersten Schnee. Hier nur Regen. Der Tag war windig und sonnig. Bis kurz nach Mitternacht des 7. war dann sogar hier leichter Schneefall aufgetreten, der allerdings ins Nasse fiel. Nur kurz blieb es am Tage trocken, bevor sich der große Niederschlag gegen Mittag näherte und 5 Liter Regen ablud. Auch in der Nacht zum 8. kam es zu starken Niederschlägen, die bis zum Morgen 9 Liter erreichten. Zum Vormittag gab es ein wenig Sonne, ab Mittag war der Himmel wieder bedeckt. In der Nacht zum 9. überquerte uns die Front des Orkantiefs über der Nordsee. Zum Morgen wurde hier die stärkste Böe der Stärke 8 registriert. Zum Mittag hin lockerte es auf, so dass die Sonne scheinen konnte.

Vom 10. bis zum 13. gab es auch mal wieder leichten Bodenfrost. Am 10. ein wenig Regen. Ab dem späten Vormittag dann Sonnenschein. Der 11. erwachte klar mit Sonnenschein. Einen Tag später gab es leichten Sprühregen, hier aber war es schon über 0°C, so dass es zu keinem Glatteis kam wie vielerorts. Erst am Nachmittag kam auch messbarer Regenfall. Weiterer Regen setzte an der Warmfront am 13. ein, zum Abend dann der weniger intensiver Kaltfrontregen. Danach klarte es auf. Fast trocken aber auch ohne Sonnenschein blieb der 14. Dafür war er mit 10°C sehr mild. Erst zum Nachmittag des Folgetages kam sie durch, zum Abend klarte es auf. Noch ruhig bei einem leichten Regen blieb der 15. Diese Ruhe hielt auch noch die Nacht. 

Gegen Vormittag lebte der Wind auf. Die Warmfront passierte uns gegen Mittag. Bis 19 Uhr fielen rund 17 mm. Dabei erwärmte es sich auf 7,7°C. Nach 18 Uhr passierte nördlich der Tiefdruckkern, hier gemessen mit 963,4 hPa, einer der tiefsten Drücke meiner Messreihe. Danach begann die Temperatur wieder zu fallen und der Wind nahm sprunghaft zu und erreichte Stärke 9. In der Nacht zum 17. dann tatsächlich noch Schneefall, fast 19 Liter kamen insgesamt vom Himmel. Aber der Boden war zu feucht als das der Schnee hätte liegen bleiben können.

Die Temperatur stieg seit dem Morgen wieder. Insgesamt wurde es nun kühler. Die Nacht zum 18. war anfangs klar, zum Tag wieder fast bedeckt und einige Regentropfen bei böigen Winden fielen. Ähnlich auch der Folgetag. Bis zum Mittag des 20. war es recht sonnig, von der Schneefront weit und breit nichts zu sehen, die am Morgen schon Frankfurt/M. lahm gelegt haben soll. Bis zum Nachmittag hatte sich das Niederschlagsfeld aber schon derart zerklüftet, dass nun nicht mehr all zu viel davon zu erwarten war. Gegen 18 Uhr fing es dann doch leicht an zu schneien.  In der Nacht wandelte sich der leichte Schneefall schnell in mäßigen Regen, bis zum Morgen waren es 3,5 Liter. Dabei wurde es milder.

Vom 22. bis zum 27. blieb uns die Sonne ganz fern. Es wurde am 22. zunehmend dunstiger. In der Nacht etwas Regen, am Folgetage Sprühregen. Erst der Nachmittag blieb weitestgehend trocken. Der heilige Abend war sehr nass. Seit den Morgenstunden regnete es stark. Mehr als 6 Liter kamen zusammen. Nachmittags blieb es trocken, zur Nacht klarte es auf. Die Temperatur ging beim Frontdurchgang um 3 K zurück und erreichte in der Nacht fast das Frostniveau. Der 1. Feiertag blieb nur am Nachmittag trocken. Dabei wehte ein mäßiger Wind. Auch der zweite Feiertag blieb bedeckt aber weitestgehend trocken. Bei den Temperaturen allerdings erklommen wir Höchstwerte bis fast in den zweistelligen Bereich. Auch nach den Feiertagen ging es ohne Sonne aber mild weiter. Zur Tagesmitte des 28. hin lockerte es dann endlich ein wenig auf. Aber erst zum Abend waren die meisten Wolken auch verschwunden. Der 29. war mild und sonnig, später auch sehr stürmisch. Der Vorletzte war ein sehr nasser Tag. Vormittags kurzzeitiger Schneeregen, am Nachmittag ein starker Schauer. Der Silvestertag war ein ruhiger, am Morgen und vor Mitternacht gab es ein paar Tropfen. Abziehende Wolken bescherten uns lange sonnige Abschnitte. Zunächst klarte es am Abend auf, dann zog es sich bei steigenden Temperaturen jedoch wieder zu.

Neue Rekordwerte Dezember (seit 1985)
02. höchstes Maximum  12,9°C seit 2000
07. höchster Niederschlag 8,7mm seit 1995
16. höchster Niederschlag 18,8mm seit 2005
04. höchstes E-Min  4,4°C seit 1994
23. höchstes E-Min  4,1°C seit 1995
27. höchstes E-Min  5,5°C seit 1997

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Marco Ringel