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Das Wetter in Jänickendorf im Mai 2011

Der Mai war trotz der 8 Sommertage und 2 heißen Tage nur 0,2K wärmer als sein Normal. Grund dafür dürften die starken Eisheiligen am Anfang des Monats sein und die starke nächtliche Auskühlung trotz Tageswärme durch wenige Wolken. Der Niederschlag war ein Desaster. Nur 195 der Normalsumme wurden erreicht und auch nur, weil am letzten Tag noch 6 mm fielen, also 50% der Monatssumme. Damit war der der trockenste Mai der Messreihe, nur 1989 war ähnlich trocken.  Es war der 4. deutlich zu trockene Monat in Folge. Wir liegen erst bei einer Erfüllung von 50% fürs laufende Jahr, es fehlen 100 mm. Der Roggen bekommt inzwischen die Notreife.  Der Mais ist kurz vor dem Vertrocknen. Grund ist auch die starke Sonneneinstrahlung. Es war das sonnenscheinreichste Frühjahr seit Beginn der Sonnenscheinaufzeichnung. Alleine der Mai brachte mit 293 Stunden 123 % seines Solls. Damit haben wir 113 Stunden Jahresüberschuss. Auch die Eisheiligen haben uns diesesmal hart getroffen. Am 5. erreichte der Frost mit -4,9°C seinen kalten Höhepunkt und war damit der kälteste Maitag meiner Statistik. Am Erdboden waren es -6,2°C. Das zerstörte so ziemlich alles. 90% des Obstes fiel ab und auch der Wein und die Erdbeeren können von Vorne anfangen. Es war alles hin.

Der Mai begann frostig und sonnig. Fast wolkenlos war es am 1.  Am 2. zogen Wolken auf, doch die Regenschauer zogen vornehmlich über Berlin und der Regen im Süden zog nur nach Nordosten. So waren wir in einem niederschlagsfreien Gebiet dazwischen, erwischten erst in der Nacht noch ein wenig Regen. Nach 2 Stunden und 1,2 mm war wieder Schluss. Weitere Schauer dann am 4., zwei davon haben auch hier ein wenig Regen gebracht. Aber nur 0,6 mm sind gefallen. Zum Nachmittag wurde es immer sonniger, zum Abend klarte es auf. Es folgte die kälteste Mainacht seit Messungsbeginn 1985. -4,9°C in der Luft und -6,2°C am Boden machten so fast jeden Spross kaputt. Besonders betroffen sind die Weinreben (ca. 80%) und Walnuss, sowie Blauregen, Kiwi, Zierwein und ähnliche Pflanzen. Auch die jungen Kirschen sich erfroren und dürften nun abfallen. Etwa 90% des Obstes war erfroren. Bei solch einer Kälte kein Wunder. Dies war der traurige Höhepunkt der Eisheiligen, wenn auch der nächste Morgen auch noch kalt wurde. Aber mehr kann nicht passieren.

Sonne pur bei Werten um 21°C bescherte uns der 6. Am Morgen waren nur noch -1,8°C und -4,2°C am Boden zu messen. Bis zum 8. gab es noch leichte Bodenfröste und bis zum 12. blieb es erst einmal trocken. Keine Wolke, nur Sonne bis zum Abend am 7. Die Temperaturen sind angenehm, doch die Pflanzen leiden Trockenheit, nachdem sie von Frost geschädigt wurden: Der Mais ist gelb, Jungtriebe sind zerstört, der Roggen schiebt bereits die Ähren, wird aber teilweise schon gelb und der Raps bringt kaum Ertrag. Die nächsten Tage nur Sonne! Im Fläming werden die ersten Roggenschläge gelb, noch vor dem Ährenschieben. Der Mais vertrocknet nach dem Austrieb langsam. Erste Wolken am 10. Sie gehörten zu den ersten Gewittern im Westen, die uns aber nicht erreichen. Nur der Ac cas kündete davon. Mit 27,2°C war es dafür unser erster Sommertag der Saison. Zum Nachmittag des 11. dann dichtere Wolken. An der Luftmassengrenze bildeten sich erste Gewitterzellen aus, die aber nordwestlich vorbeizogen (Potsdam 5 mm). Dennoch wurde mit 28,1°C der wärmste Tag bisher gemessen. Zum Abend lockerte es wieder auf. Am 12. wurde es zunehmend schwüler. Zum späten Nachmittag kamen die Schauer und Gewitter hier an, streifen aber nur. Das zweite brachte 0,9 mm. Im Zentrum waren bis zu 6 mm pro Stunde drin. Leider nicht hier! Der Folgetag war morgens noch sonnig,  dann nahmen die Wolken zu. Der 14. entwickelte sich trotz vieler Wolken zu einem sehr warmen Tag, bevor die Front am Abend einen Temperatursturz um 10K und einige Schauer brachte. Bis Mitternacht kamen 2 Liter des kostbaren Nass herunter. Zum Morgen waren alle Wolken abgezogen. Im Laufe des Tages (15.) verdichteten sie sich wieder. Teils fielen Schauer, aber nicht hier. Bereits am Abend waren die meisten Wolken wieder abgezogen. Das Regengebiet am 16. war bisher nur im Norden intensiv. Bis zum Nachmittag erhaschten wir nur ein paar Tropfen. Erst zum Abend verstärkte sich der Regen ein wenig. Am 17. nur bedeckt und gelegentlich einige Regentropfen. Das Regengebiet mit seinen Schauern löste sich auf dem Weg hierher auf. 

Ab dem 18. wurde es wieder sehr sonnig. Dieser wurde fast wieder zum Sommertag. Am 19. bildeten sich am Vormittag erste Haufenwolken. Zum Mittag waren sie zu ersten Gewitterzellen herangewachsen. Insgesamt streiften bis zum Abend drei Gewitter die Station, keines brachte  Niederschlag. Die Sonne hatte es am 20. schwer und musste sich immer wieder neu durch die Wolken durchkämpfen. So konnte sie einen Sommertag erzeugen. Ein Regenschauer in der Nacht und einer am Vormittag konnten daran nichts ändern. Der 21. begann trübe, in der Nacht war Bodennebel aufgekommen. Im Laufe des Tages nahmen die dichteren Wolken immer mehr ab. Doch zum Sommertag hat es nicht gereicht. Nach einem sonnigen Start waren schon am Morgen des 22. die Vorboten der nahenden Gewitterfront zu sehen, es tummelte sich Ac cas am Firmament. Ab Mittag bildeten sich Wärmegewitter. 2 davon streiften am Nachmittag nur, erst am Abend traf ein weiteres aus Süden und brachte erstes Nass. In der Nacht brachte die zerfallende Kaltfront nur noch einen schwachen Schauer von 0,5 mm. Der Folgetag wurde frischer aber wieder sehr sonnig. Eine schwache Front überquerte uns am Nachmittag. Nur einen leichten Schauer bescherte sie uns und einem Temperatursturz auf 18°C. Die Front verzog sich schnell und die Nacht wurde klar. Am Boden kam es kurzzeitig zu letztem leichtem Bodenfrost. Quellwolken bildeten sich nur über den Mittag. Nach einer weiteren klaren Nacht folgte ein sonnenreicher Tag, der bis zu 28°C hervorbrachte. Gegen Abend zogen Schauer auf, die aber wieder gering ausfielen. Am 27. dasselbe Wolkenspiel. Allerdings wurden nur 20°C erreicht. Die gestrige Front brachte etwas frischere Luft aus dem Norden mit. Der 28. wurde mit 18°C der frischeste Tag der Woche. Zum Folgemorgen hin gab es leichten Regen. 

Zum 30. kehrte der Hochsommer zurück. Sonne pur und fast ein heißer Tag. Bis in den Nachmittag des 31.schien auch die Sonne bei über 32°C. Dann rollte die Kaltfront auf uns zu. Sie brachte anfänglich zwar keinen Niederschlag, dafür einen zerstörerischen Naheinschlag. Router und 2. PC sind außer Gefecht. Am Wetter-PC ist zumindest die Com-Schnittstelle defekt. Außerdem hat wohl die Station etwas abbekommen. Nach drei Stunden gelang es, die Ersatzstation über USB in Betrieb zu nehmen.

Neue Rekordwerte Mai (seit 1985)
02. tiefstes Mittel  6,2°C seit 1985
03. tiefstes Mittel  6,9°C seit 1985
04. tiefstes Mittel  5,6°C seit 2010
05. tiefstes Mittel  6,6°C seit 1996
30. höchstes Mittel  22,9°C seit 2008
22. höchstes Maximum  29,0°C seit 2007
31. höchstes Maximum  32,2°C seit 2008
04. tiefstes Minimum  -2,1°C seit 2008
05. tiefstes Minimum  -4,9°C seit 1992
06. tiefstes Minimum  -1,8°C seit 1996
07. tiefstes Minimum  -2,1°C seit 2008
05. tiefstes E-Min  -6,2°C seit 1992
07. tiefstes E-Min  -0,9°C seit 1999
01. höchster Sonnenschein 13,8 h seit 2007
08. höchster Sonnenschein 14,0 h seit 2008
30. höchster Sonnenschein 14,7 h seit 2003

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Marco Ringel