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Das Wetter in Jänickendorf im September 2010

Dieser September hatte schon wieder etwas Außergewöhnliches. Es war der nasseste meiner Messreihe. Zu aller erst war er aber mal 1,3K  kühler als sein Normal, was man an den wenigen Altweibersommerphasen auch deutlich sah. Diese waren vom 10.-12., wo wir unser Landeserntefest feierten und vom 21. bis zum 24. mit einem Sommertag. Danach setzte Starkregen über 3 Tage ein, die zusammen 113 Liter Regen brachten. Diese Wassermassen, die nur in Südbrandenburg so intensiv waren, führten auf zahlreichen kleineren Flüssen zu Jahrhunderthöchstständen. So wurden an der Pulsnitz und vor allem an der Schwarzen Elster in Elsterwerda, Bad Liebenwerda und in Herzberg noch nie gemessene Wasserstände erreicht. Das Hauptproblem sich die völlig veralteten Deiche, die auch gebrochen waren und das kleine  Flüsse bei diesen Regenmengen wesentlich schneller anschwellen als große. Zudem ist die Schwarze Elster einmalig in Europa, ihr wurden 98% ihrer Auen genommen. Aber auch die Spree führte wieder Hochwasser. Das führte zu einer Erfüllung von 331%, einen halben Liter mehr als 2001 (141,5 mm).  Die Aufteilung war dafür sehr unausgeglichen. Bis zum 12. kam kaum etwas, vom 18. bis 24. blieb es sogar ganz trocken. Diese Zeit konnte die Sonne nutzen, um mit ein paar Tagen mit mehr als 10 Stunden ihr Soll mit 103% gerade so erfüllen zu können. Denn vom 25. bis zum 28. schien gar keine Sonne.

Der September begann nur mittelprächtig mit vielen Wolken und einigen Schauern. Danach kam kurz die Sonne hervor. Auch am 2. konnte sich die Sonne nicht durchsetzten, denn erst gegen Abend heiterte es auf. In der klaren Nacht bildete sich Nebel. Unter 5°C zeigte das Thermometer an. So war der Weg für einen sonnigen Tag frei. Sehr kalt mit nur 1,2°C am Erdboden startete der 4. Neben Sonne bildeten sich gegen Mittag örtlich Schauer und Gewitter, deren stärkstes aber nordöstlich an uns vorbeizog.

Der Sonntag brachte malerisches Herbstwetter mit Sonnenschein von fast 9 Stunden hervor. Zum Nachmittag bildeten sich einige kleine Schauer, ein Regenbogen war die Folge. Ein weiterer wunderschöner Spätsommertag mit fast 11 Stunden Sonne mit 19°C folgte am 6. Die Höchstwerte pendelten weiter um die 20°C. So auch der 7. wenn auch mal mehr Wolken am Himmel sind. Diese zogen aber  schon am Vormittag ab. 

Der 8. startete bedeckt und endete auch so. Der Wind war recht lebhaft, im Mittel wurde Windstärke 6 erreicht. In der Nacht zum 9. gab es kräftigen Regen. Erst am Nachmittag waren einige Sonnenstrahlen zu sehen. Dafür war es mild. 

Nach einer morgendlichen Dusche kam am 10. die Sonne schon zeitig heraus und blieb bei 21°C treu. Zum Abend klarte es dann auf. Zum Tag des Landeserntefestes in Jänickendorf brach dann der Altweibersommer aus. Bei strahlendem Sonnenschein waren ca. 40000 Gäste im Dorf unterwegs. Am Sonntag beim Frühschoppen des Landeserntefestes fehlten nur noch 0,3 K zu einem Sommertag. Also war bei 18,6°C auch noch das Abbaden im Pool angesagt. Ein wunderschönes Altweibersommerwochenende geht hier zu Ende.

In der Nacht zum 13. zog eine Warmfront heran, die am Vormittag 4 Liter Regen. Später kam bei knapp 20°C die Sonne noch heraus. Doch schon ein weiteres Niederschlagsgebiet nahm seit dem Morgen unseren Raum in Beschlag. Es war die Warmfront des dazugehörenden Tiefs über dem Nordmeer, das bis zum Abend schon 13 Liter brachte. In der Nacht ließ der Regen nach, doch am Morgen überquerte uns bereits die Kaltfront mit einem starken Schauer und einer Windböe mit fast 20 m/s. Dabei fielen viele Pfirsiche ab.

 Am späten Vormittag zog die Front ab, der Wind ließ allmählich nach und die Sonne kam hervor. Auch die nächsten Tage wurden deutlich sonniger. In den Morgenstunden des 16. noch einigen Regen, dann riss die Wolkendecke wieder auf und die Sonne schien den ganzen Tag durch sie hindurch. Nur der Wind war etwas stark. Der 17. war Vormittag bedeckt. Der Wind und die geringe Temperatur ließen uns spüren, dass es Herbst wird. 
Heute begrüßte uns die Sonne schon am Morgen, vom 18. bis zum 24. brach eine niederschlagfrei Zeit an. Es wurde der Altweibersommer. Noch kühl aber sonnig gestaltete sich der 19. Auch der 20. konnte mit der wenigen Sonne die 20°C noch nicht knacken. Dies kam dann ab dem 21. Das Tief mit seinen Niederschlagsfeldern war gestern schon nördlicher vorbeigezogen und hatte hier daher keinen Einfluss. Der Tag glänzte nun mit Sonnenschein. Der 22. begann mit Nebel, der sich schnell auflöste. Es folgte ein Altweibersommertag auf den nächsten. Am 23. dann schon 24,0°C. Der 3. Altweibersommertag legte noch einen drauf, 25°C sorgen für den letzten Sommertag dieses Jahres und noch einmal für tolle Stimmung nach diesen dürftigen Sommer des Augustes. Dann ging aber auch dieser zu Ende.
Am Vormittag näherte sich das Niederschlagsgebiet aus dem Südosten. Ab dem Mittag regnete es fortan. Bis zum späten Abend waren 14 Liter angekommen und in der Nacht regnete es stark weiter. Den ganzen Tag (26.) Dauerregen, zum Morgentermin waren es 30 Liter, bis zum Abend kamen weitere 15 Liter dazu. Damit übertrifft der September hier jetzt schon den August. In der Summe hat es seit dem 29.7.2005 (50,4 mm) nicht mehr so viel geregnet. Als Tageswert seit dem 21.07.2005 mit 36,1 mm. Dauerregen der Stärke 1 den ganzen Tag auch am 27., zum Abend wurden die 100 mm voll, zu Mitternacht beruhigte sich das Wetter allmählich. In der Nacht endete der Regen. Das gesamte Niederschlagsereignis summierte sich auf 113 mm. Diese Wassermassen, die nur in Südbrandenburg so intensiv waren, führten auf zahlreichen kleineren Flüssen zu Jahrhunderthöchstständen. Das Niederschlagfeld lag über drei Tage quer über Mitteldeutschland, ohne sich groß zu bewegen. So wurden an der Pulsnitz und vor allem an der Schwarzen Elster in Elsterwerda, Bad Liebenwerda und in Herzberg noch nie gemessene Wasserstände erreicht. Das Hauptproblem sich die völlig veralteten Deiche, die auch gebrochen waren und das kleine Flüsse bei diesen Regenmengen wesentlich schneller anschwellen als große. Zudem ist die Schwarze Elster einmalig in Europa, ihr wurden 98% ihrer Auen genommen. Aber auch die Spree führte wieder Hochwasser. Dabei sollten zwei Tage später die Bauarbeiten an der Spremberger Talsperre wieder aufgenommen werden, was schon einmal fast zu einer fatalen Situation geführt hätte. Teile von Elsterwerda und Bad Liebenwerda mussten evakuiert werden, da sie unter den Flusspegel liegen. An einigen Stellen wurde der Damm geöffnet, um den Druck zu nehmen, bzw. ist der Damm auch gebrochen. Denn vielerorts ist der Schwarze Elster einfach über die Dämme geschwappt. Auch der Landkreis Wittenberg war noch von betroffen. Bei Schweinitz bot sich das gleich Schauspiel. 

Das führte zu einer Erfüllung von 331%, einen halben Liter mehr als 2001 (141,5 mm).  Sonne gab es auch am 29. kaum. Etwas kühl und feucht war es noch. Gegen Mittag dann noch ein kleiner Schauer. Der Monatsletzte startete sonnig, ehe Nebel wieder alles verfinsterte. Es dauerte gut 1 1/2 Stunden, bis sich die Sonne da wieder durchgekämpft hatte. 

Neue Rekordwerte September (seit 1985)
03. tiefstes Mittel  11,4°C seit 2003
06. tiefstes Mittel  9,8°C seit 1996
07. tiefstes Mittel  11,2°C seit 1994
26. tiefstes Maximum  10,3°C seit 1987
28. tiefstes Maximum  12,2°C seit 1989
04. tiefstes Minimum  2,3°C seit 2007
05. tiefstes Minimum  4,6°C seit 2007
06. tiefstes Minimum  1,3°C seit 1993
07. tiefstes Minimum  1,8°C seit 1992
14. höchster Niederschlag 16,5mm seit 1992
25. höchster Niederschlag 28,4mm seit 1992
26. höchster Niederschlag 44,3mm seit 1995
27. höchster Niederschlag 25,xmm seit 2007
04. tiefstes E-Min  1,3°C seit 1996
05. tiefstes E-Min  3,0°C seit 2007
07. tiefstes E-Min  0,9°C seit 1992
23. höchster Sonnenschein 11,3h seit 2006

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Marco Ringel