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Das Wetter in Jänickendorf im Juli 2010

Dieser Juli war von einem ausgedehntem Hochsommerabschnitt vom 8. bis zum 17. geprägt, indem 9 heiße Tage gezählt wurden, von denen 4 sogar die 35°C Marke überstiegen. Insgesamt waren es 11 heiße Tage. Bisher führte hier der Juli 1994 und 2006 mit je 3 solchen Tagen. Das Monatsmittel wich um 2,5 K ins Positive ab und war damit der drittwärmste Juli meiner Messreihe (1985). Obwohl nur an 8 Tagen messbarer Niederschlag fiel, wurden trotzdem 83% des Solls erreicht. Dieser ist allerdings recht konzentriert und nicht ausgewogen gefallen. Das Meiste ging als Gewitterschauer nieder. So am 5., 16./17. und am 22./23. Den höchsten hatte dabei der 22. mit 20,8 mm,  mit dem 23. zusammen waren es sogar 24,2 mm. Einer der blitzintensivsten Gewitter ereilte uns in der Nacht zum 17. mit ca. 80 Blitzen in einer Minute. Es ging fast 5 Stunden und hatte sein Zentrum 30 km östlich von uns. Bei Teupitz kam dabei ein Mann ums Leben. Es regnete bis zu 65 mm, dabei bis zu 25 mm pro Stunde. Die Sonne konnte bei diesem Wetter gut punkten und schloss mit einer leichten Übererfüllung (119%). Allein 13 Tage waren über 10 Stunden, dabei erreichten 3 fast die 15 Stunden Grenze (7.-9.). Das Monatsende war wesentlich kühler als der Rest, was wohl neue Rekorde verhindert hat. Bis zum 22. hatte er die Chance, der heißeste Juli zu werden.

Der Juli begann gleich hochsommerlich und blieb es bis zum 4. auch. In den Morgenstunden des 1. erreichte uns zwar ein Gewittercluster aus dem Westen und brachte uns mit 7 mm den ersten Niederschlag seit dem 7.6., doch zählte dies ja noch zum Juni. Der Mais wäre ansonsten wohl vertrocknet. Der Tag wurde trotzdem recht schnell heiß, blieb aber schwül. Der Folgetag wurde schon ein heißer Tag. Der heißeste Tag des Jahres bisher brachte hier "nur" 32,9°C am 3. 
Es folgte die erste Störung. Bis zum Mittag blieb der 4. noch sonnig, dann zogen die Wolken der Kaltfront herüber. Doch der Niederschlag löste sich auf dem Weg hierher völlig auf. Erst in den Morgenstunden überraschten uns 2 Gewitter mit 1,5 mm Regen. Der Tag war zunächst noch sonnig, gegen Mittag zog es sich zu. Doch es folgten zunächst nur Minischauer. Erst in der Nacht griff ein starkes Schauerband über und brachte bis zum Morgen insgesamt 12,5 Liter. Welch ein Segen! Mit dieser Entspannung sollten wir über die nächste Hitzewelle kommen. Aber nur bis zum 7. blieb es angenehm.

Am 8. wurde der zweite Hochsommerabschnitt eingeläutet. Die nächsten Tage brachten Werte über 37°C Dabei blieb es bis zum 16. niederschlagfrei. Ab dem 10. erfolgten 3 Tage mit Werten von 37°C und mehr. Der 11. punktete mit 37,4°C, am 12. wurde mit 37,5°C ein neuer Julirekord aufgestellt, wenn auch nur um 0,1K. damit wurde der 7. bis 9. heißeste Tag in Folge in die Rangliste aufgenommen. Von den Unwettern im Nordwesten blieb der gesamte Osten noch verschont. Innerhalb dieser Woche ist der Roggen gereift, die Gerste wird schon gedroschen. Nur der Mais kämpft weiter ums Überleben. Die Gewitter der Nacht zum 13. zogen alle westlich an uns vorbei. Am Vormittag waren es nur 21°C bei bedecktem Himmel. Nach dem Mittag zogen diese ab und es wurde fast wieder ein heißer Tag. Die Hitze hielt auch am 14. und 15. weiter an. So heftig die Unwetter im Westen auch waren, so wenig kam hier davon an. In Westbrandenburg gewitterte es in der Nacht noch ein wenig mit einigen Schauern, hier weiter östlich kamen nur noch ein paar Regentropfen an, das war’s! Die Nacht war entsprechend warm, die erste Tropennacht seit Jahren mit 21°C. Am 16. letztmals oberhalb der 35°C, der Tag war der 4. mit dieser Überschreitung. Das ist schon enorm viel für einen Sommer. Doch am Abend machten Gewitter dieser Witterung ein Ende.

 Die starken Gewitter der Nacht mit mehr als 80 Blitzen pro Minute tobten sich von 21:55 des Vorabends bis ca. 1:45 in der Nacht über uns aus und brachten dabei 10 mm Niederschlag. Wind gab es kaum, dafür schlug in Stülpe ein Blitz in eine Scheune ein, die danach abbrannte. Bereits am Morgen zog ein weiteres großes Regengebiet heran, das auf der Vorderseite noch einige Gewitter mit nochmals 5 mm vor sich herschob.

Am 18. beruhigte sich das Wetter und es blieb 4 Tage lang auch trocken. Bereits ab dem 19. war dann jeder Tag wieder ein Sommertag. Die Nächte sind allerdings recht kühl, so dass sich wieder Tau bilden konnte. Heiß, sonnig, trocken gingen der 21. und 22. in die Wetterchronik ein. Am Vormittag des 22. zog die Warmfront mit teils dichteren Wolkenfeldern durch, aber ohne Niederschlag. Ein letztes Mal ging es auf 31,5°C. Erst gegen Abend machten sich die ersten Schauerwolken bemerkbar.

Nach 21:30 neben dem ersten Schauer auch das erste Gewitter mit 4 Litern, das eine Wetterwende einleitete. In der Nacht kam dann starker Regen auf aber nur noch ein kleines Gewitter. Zum Morgen waren 24,2 mm im Topf. Der Tag blieb weiter verregnet, zum Abend setzte ein weiteres kräftiges Regengebiet aus dem Süden an. So regnete es in der Nacht nochmals 6 mm. Erst am Vormittag des 24. wurde es trockener. Die Temperaturen lagen dabei erstmals seit Monatsanfang knapp um 20°C Der Monat brachte nur noch 3 Sommertage hervor: 23,. 24. und der Monatsletzte. Die Sonne konnte nun jeden Tag noch 5 bis 9 Stunden scheinen. Erst zum 27. nachmittags war es fast bedeckt aber warm. Am Folgetag überquerte uns mit einem sehr schwachen Schauer eine Front. Erst die postfrontalen Schauer ließen hier auch eine kleine Menge herunterkommen. Zum Abend klarte es schon wieder auf. Es folgte eine sehr frische Nacht. Nach dieser fingen bereits am Vormittag die Cumuli an zu quellen. Doch so gewaltig wie es auch aussah, die Schauer fanden alle südlich von uns statt. Die Nacht war wieder klar und kalt, der Tag dann zunehmend bewölkt aber warm und trocken. Mit einem Sommertag und einige Wolken endet dieser außergewöhnliche Juli.

Neue Rekordwerte Juli (seit 1985)
10. höchstes Mittel  26,7°C seit 1995
11. höchstes Mittel  28,5°C seit 1988
12. höchstes Mittel  28,3°C seit 1997
14. höchstes Mittel  25,4°C seit 2007
10. höchstes Maximum  37,0°C seit 1995
11. höchstes Maximum  37,4°C seit 2006
12. höchstes Maximum  37,5°C seit 1991
14. höchstes Maximum  34,6°C seit 1994
17. höchstes E-Min  18,4°C seit 2002
08. höchster Sonnenschein 14,7h seit 1995
09. höchster Sonnenschein 14,9h seit 2002

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Marco Ringel