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Das Wetter in Jänickendorf im Oktober 2009

Nein es war kein goldener Oktober, es gab nur einzelne goldene Oktobertage. Der Monat schloss mit einer negativen Abweichung von 1,6 Kelvin ab und brachte am 31. sogar einen Tag mit negativem Mittel. Das Monatsende war für den Oktober extrem kalt. In den letzten beiden Tagen wurden am Erdboden  bis zu -6,5 und in der Hütte -4,5°C gemessen. Heraus ragt als goldener Tag der 7. mit 23,8°C und einem Nachtminimum von 15,7°C. Es war mit 237% der nasseste Oktober meiner Messreihe. Mit 41 Litern war die 2. Dekade am ergiebigsten. In ihr fiel auch der erste feste Niederschlag. Am 13. brachte eine Kaltfront den ersten Graupel, der auch kurzzeitig eine dünne Decke ausbildete, zusammen mit einem kurzen Gewitter. Es blieb der einigste winterliche Aspekt. Die Sonne hatte es dagegen schwer, mit 83% konnte sie sich nicht recht durchsetzen. Dafür war dieses Wetter einfach zu wechselhaft. Nur 5 Tage blieben ohne Niederschlag aber 12 ohne Sonne. Der 29. brachte den ersten richtigen Herbstnebel hervor. Am 4. kam es zum ersten Herbststurm, der hier in Böen 18,1 m/s erreichte. 

Der Oktober begann feucht und warm. Auch am 3. war das Wetter nicht gerade prächtig. Nachmittags kam der Wind dazu. Auch in den nächsten Tagen blieb uns der Regen erhalten. Am 5. zog aus dem Südwesten ein kräftiges Niederschlagsgebiet heran. Gegen Abend setzte Regen ein, der bis zum Morgen anhielt. Danach blieb es dunstig trüb. Trotz einer recht starken Wolkendecke wurde der 7. der wärmste Tag des Monats Der SW-Wind brachte sehr milde Luft heran. Mit 23,8°C stellten wir einen neuen Tagesrekord für den 7. Oktober auf, er übertraf den bisher wärmsten um 0,3K. Auch war es mit 19,4°C der zweitwärmste Oktobertag im Mittel.  Aber in der Nacht zum 8. schon wieder Regenschauer. Kräftige gab es erst am Vormittag. Mittags war der intensivste, danach lockerte es auf und die Sonne hatte ihre Chance. Eine strahlende Ausnahme bildete der 9. Doch es war merklich kühler geworden. Es wurde der sonnigste Tag mit 9,5h.

Nach einer teils klaren Nacht bewarten uns nur dichte Wolken am Morgen vor dem ersten Bodenfrost. Am späten Nachmittag setzte Regen ein, der zum Abend kräftig wurde. Auch am 11.wurde es wieder nass. Bis zum Termin waren es knapp 9 Liter. Ein weiteres kräftiges Regengebiet brachte bis zum Morgen des 12. weitere 10 Liter, dann ging es mit Schauern weiter. Dazu kam aber noch ein kräftiger Wind. Herbst eben. Der 13. brachte am Nachmittag den ersten festen Niederschlag des kommenden Winters in Form eines recht starken Graupelschauers, der auch für eine zeitweilige Ausbildung einer Graupeldecke führte. Bei 2°C am Boden kein Wunder. Es ist das 2. Mal nach 2002, das es an einem 13. 10. "weiß" wurde. In der Mittagszeit gab es auch ein kurzes Gewitter.

Der erste Bodenfrost des Herbstes schlug mit -1,9°C und Reif am nächsten Morgen zu. Der scharfe Nordwind machte zu schaffen. Seit der Nacht regnete es wieder, am Tage wurde der Regen noch stärker. Dabei war es windig und sehr kühl. Am Morgen dann 14 Liter. Der Tag blieb nass, aber nicht mehr so intensiv, dafür ab dem Mittag Sprühregen. In der Nacht zum 17. klang der Regen ab. Sonne gab es nicht, es blieb ein grauer ruhiger Tag. Erst gegen Mittag des 18. tauchte die Sonne aus dem Hochnebel auf. Doch schon bald bildeten sich Schauerwolken.

Es folgte ein prächtiger sonniger Herbsttag, wie er besser nicht hätte sein können. Erster Hüttenfrost und mäßiger Bodenfrost stellte sich am 20. ein. Es war die "Blätterfallnacht", also die erste markante Frostnacht, bei der alle empfindlichen Kulturen erfrieren. Nun kann die Beräumung des Gartens folgen: Wein, Kastanie und Essigbaum warfen das Laub komplett am Vormittag ab. Bei -3,4 und -5,4 am Boden kein Wunder. 

Es blieb trüb und frisch, dafür frostfrei bis zum 29.  Ab dem 22. gab es auch wieder Regen, der uns auch bis zum 29. begleiten sollte. Sonnenstrahlen waren dieser Tage Mangelware. Am 26. bewölkte es sich nach einer klaren Nacht wieder. Grund war die nahende Front, die ab dem Nachmittag für Regen sorgte. Dafür ist es recht mild. Vom 24. bis zum 29. hatten wir Werte oberhalb der 10°C zu vermelden. Ansonsten erinnerte es eher an Novemberwetter. Der 29. begann mit Nebel, es folgte leichter Regen. Richtig hell wurde es nicht.
Erst der 30. startete klar und kalt mit Reif. Die Sonne erwärmte rasch, doch ab dem Mittag zogen Wolken auf, die zum Abend aber wieder in Auslösung waren. Der Reformationstag war die kälteste Nacht bisher mit -4,5 und -6,5°C (E-Min). Der Tag war sehr sonnig, erst zum späten Nachmittag wurden die Cirren im NW etwas dichter.

Neue Rekordwerte Oktober (seit 1985)
07. höchstes Mittel  19,4°C seit 1997
14. tiefstes Mittel  3,7°C seit 2007
15. tiefstes Mittel  3,4°C seit 1997
16. tiefstes Mittel  3,8°C seit 1999
07. höchstes Maximum  23,8°C seit 1997
07. höchstes Minimum  15,7°C seit 1995
06. höchster Niederschlag 4,6mm seit 2000
10. höchster Niederschlag 8,3mm seit 1989
11. höchster Niederschlag 11,6mm seit 1997
15. höchster Niederschlag 13,9mm seit 1997
07. höchstes E-Min  14,7°C seit 1992
30. höchster Sonnenschein 8,8h seit 2005

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Marco Ringel