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Das Wetter in Jänickendorf im Januar 2009

Der Januar war endlich mal ein deutlich zu kälter Monat (-3,3K), dafür aber wieder einmal viel zu trocken. Es wurden nur 59% erreicht. Die Sonne konnte ihr Ziel gerade einmal schaffen.  Nennenswerten Niederschlag gab es nur in der 1. Pentade beim 1. Wintereinbrach des neuen Jahres. Hier fielen fast 15 mm als Schnee, der sich auch als 15 cm Hohe Schneedecke am 5. manifestierte und bis zur Monatsmitte hielt. Es gab im Januar nur 2 frostfreie Tage. Dafür konnten wir die kältesten tage seit 1997 und 1986/87 erleben. Am 06. hatten wir eine Mittel von -19,0, ein Maximum von -11,8 und ein Minimum von -23,5°C(5. kältester Tag). Am Erdboden wurde der Spitzenwert von -27,3°C gemessen (seit 1991).

Mit einem Wintereinbruch und den kältesten Tagen seit 1997 begannen wir das neue Jahr. Am Neujahrstag gab es den ersten Schneegriesel. Seit dem Morgen des 2.  schneite es aus dem Norden und brachte bis zum Mittag eine Pulverschneedecke von 4 cm. Über dieser decke kam es zu einer außerordentlich starken Abkühlung. Nach der ersten kalten Nacht dieses Winters mit -13,8 und -18,4°C am Boden schien zunächst bis zum Mittag die Sonne. Zum Abend erneut leichter Schneefall. Doch erst am Morgen des 4. wurde dieser kräftig. Dies hielt den ganzen Tag an und führte bis zum 5. zur höchsten Schneehöhe dieses Winters. So konnten erstmals nach dem 07.02.2006 15 cm Schnee gemessen werden. Zum Abend klarte es auf. Es folgte die kälteste Nacht des Winters, mit -23,5°C war heute der 5. kälteste Tag meiner Messreihe seit 1985. -27,3°C wurden über der Schneedecke gemessen. Dies war auch der Spitzenwert meiner Messreihe, da ich das E-Min erst seit 1991 messe und der kalte Winter 85/86 nicht erfasst wurde. Das Maximum wurde mit -11,8°C festgehalten. Das ist ein so genannter kalter Tag (Max <-10°C). Ein solcher Tag wurde zuletzt am 23.01.2006 registriert. Nach der zweitkältesten Nacht des Winters wurde es kontinuierlich milder. Doch bei -14°C kam plötzlich gefrierender Sprühregen vom Himmel. Bei diesen Temperaturen habe ich so etwas noch nie beobachtet. Am Morgen des 8. kam es zu Nebel mit Raufrostablagerungen. Dieses Bild verschönte die Winterlandschaft nochmals. Die Temperatur des Tages hingegen steigerte sich auf -4°C. Der 11. war der sonnenscheinreichste tag mit 7,1h. Der Schnee glänzte unter diesem Sonnenschein. Am Abend dann ein herrlicher Vollmondaufgang, der sehr gut zu beobachten war. Bestes Winterwetter gab es noch bis zum 14.

In der Nacht zum 15. fiel leichter Glatteissprühregen, der den Morgen recht glatt gestaltete. Das Glatteis taute am Vormittag, auch der Schnee sackte bei leichten Plusgraden zusammen. Noch hält die Schneedecke, die am Abend nur noch 7 cm Nassschnee maß. Die Temperatur pendelte wieder einen Tag später leicht unter Null Grad Celsius, so dass der Tauprozess gestoppt wurde. Zum Abend des 17. hatte uns Regen erreicht, der aber nur schwach war und auf dem Schnee fiel. Ab dem Nachmittag des 18. fing es dann an bis in die Nacht hinein zu regnen. Der Schnee schmolz bei milden 5°C dahin. Zum Mittag des 19. näherte sich aus Südwesten ein weiteres Regengebiet und brachte am frühen Abend etwas über 1 Liter Niederschlag. 

Am Wetter änderte sich auch in der 3. Dekade nichts Wesentliches. Es blieb winterlich kalt, nur der Schnee war nicht mehr vorhanden. Bis in den Nachmittag des 23. war es sonnig, ehe sich die Wolken des Sturmtiefs bemerkbar machten. Gegen Abend erster leichter Regen aber noch keinen nennenswerten Wind. Vom Orkantief war hier kaum etwas zu merken, nur der tiefste Druck eines laufenden Jahres konnte registriert werden: 970,3hPa. Die Sonne verwöhnte uns am 25. bei dem bisher wärmsten Tag des Jahres mit 7,2°C. Doch der Augenblick trügt. Zum Nachmittag bereits wieder Bodenfrost und später auch Hüttenfrost. Nebel, Hochnebel und leichter Frost bestimmten am 26. das Wetter. So auch die nächsten 3 Tage. Schneegriesel gehörte am 30. zu den Highlights. Ansonsten blieb es beim Grau des Hochnebels. Schneegriesel am Morgen, dann folgten Reifgraupelschauer und Schneeschauer, die das Land minutenweise etwas weiß einfärbten. Doch der richtige Schnee kam erst nach dem III. Klimatermin und ging weit in die Nacht hinein.

Neue Rekordwerte Januar (seit 1985)
06. tiefstes Mittel  -19,0 mm seit  1985
06. tiefstes Maximum  -11,8 mm seit  1985
05. tiefstes Minimum  -18,8 mm seit  1995
06. tiefstes Minimum  -23,5 mm seit  2004
07. tiefstes Minimum  -22,4 mm seit  1985
04. höchster Niederschlag 10,3 mm seit  2000
03. tiefstes E-Minimum  -18,4 mm seit  1997
05. tiefstes E-Minimum  -24,8 mm seit  2004
06. tiefstes E-Minimum  -27,3 mm seit  2004
07. tiefstes E-Minimum  -24,1 mm seit  2003
06. höchstes Sonnenschein 6,7 h seit  2000

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Marco Ringel