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Das Wetter in Jänickendorf im Juni 2008

Nur 1996 war der Juni mit 15,6 mm um 1,5 mm noch trockener. Nur die Vorgeschichte war eine andere. Denn wir kämpfen bereits seit dem  18. April mit dieser Niederschlagsarmut. Wirklichen Regen gab es nur am 12. und 13. des Monats. Dort kamen 11 von den 17 Liter des Monats runter. Ansonsten herrschte weiter die Trockenheit. So auch die Hitze. Über weite Strecken war es sommerlich bis hochsommerlich warm. Der heißeste Tag war ein einsamer zwischen zwei Nichtsommertage erreichten wir am 22. stolze 33°C. Allein die erste Dekade Bestand nur aus Sommertagen. Danach gab es eine Pentade der Erholung. Niederschlag gab es im Lande eigentlich genug. Doch oftmals blieben die Regengebiete weit im Westen oder zogen an der Flämíngkante nach Nordwesten ab, so dass es hier sehr oft einfach trocken blieb. 

Heiß und trocken war der Monatseinstieg. Sonst aus der Trockenfront nichts Neues. Obwohl immer mehr Orte  in Deutschland von Unwettern heimgesucht werden, blieb der Nordosten, also Ostelbien, weiterhin heiß und trocken. Am 3. konnte der 5. heiße Tag gemeldet werden. Zwei Gewitterbänder zogen sich von SE nach NW übers Land. Gestern blieben die Schauer westlich der Elbe, heute schwappten sie schon über den Fläming. Auch hier entlud sich Gewitter entlud 10 km westlich von hier. Alles zog aber an seiner Längsachse sehr langsam nach NW. Wiesenburg bekam am Abend  noch ein Gewitter mit Totalausfall der Technik und 14 Liter. Am nächsten Tag verstärkter Ostwind, der dazu führte, dass es nicht ganz so warm wurde. Ein Minischauer ließ am späten Nachmittag des 7. einige Tropfen fallen. Am 8. bis zum Nachmittag kräftiger Sonnenschein, dann kam ein Gewitter aus den Osten und streifte uns ein wenig mit 0,2 mm. Der Hochsommer setzte sich weiter fort. Der 10. sollte der letzte sommerliche Tag vor der Schafskälte sein.

Ab dem 11. nun die Schafskälte. Nur noch 18°C, also 10K kühler als am Vortag. Nur der Niederschlag bleibt immer noch aus. Am Folgetag bahnte sich eine Wetteränderung an. Starke Wolkenfelder zogen auf. Am 13. endlich Regen! Bis zum Morgen konnten unerwartet 8 Liter gemessen werden und es regnete bis zum Mittag weiter, so dass fast 12 Liter erreicht wurden. Damit konnte sich die Natur einige Tage entspannen.

Ab dem 16. Besserte sich das Wetter wieder allmählich. Zuvor zogen ein paar Schauer zogen durchs Land, trafen aber nicht. Der 17. wurde ein sehr sonniger Tag. Zum Abend des 19. nahm die Schwüle fühlbar zu, aber auch die Gewitterschauer warteten wir noch vergebens. Sie zogen wieder einmal alle an uns vorbei. Am Folgetage machte sich eine Warmfront aus dem Nordwesten auf den Weg, die uns Regen bringen sollte. Bis zum Abend waren aber erst die Vorboten in Form der Schichtwolken angekommen. In der zweiten Nachthälfte begann es dann zu regnen. Doch mehr als 0,9 mm waren es wieder nicht drin.  Der 22. wurde der heißeste Junitag mit 33°C und einer außergewöhnlichen Schwüle. Diese sollte am Abend von einer Kaltfront gemildert werden. Im Norden Brandenburgs und  in Meck-Pom. kam es dabei zu Regengüssen von über 40 Litern, Sturm- und Überschwemmungsschäden. Hier bekamen wir von der Front leider kaum etwas ab. Nur 2,7 mm waren zu messen, die Front zog mit 2 Gewittern in einer Stunde durch. Das Flächenmittel lag nur bei 5 mm. 

Bis zum Monatsende blieb es weiterhin warm aber eben nicht heiß. Die großen Regengebiete und Gewitterzellen zogen weiterhin an uns vorbei. In Oschatz regnete es am 25. 30 Liter/h. Wir verblieben in einer unerträglichen Schwüle: 20:30 23,4°C, 20,6°C Taupunkt, 23,3 hPa Dampfdruck. Der Siebenschläfertag begann bedeckt. Am Nachmittag kam es zu einigen kleineren Schauern. Erst zum Monatswechsel meldete sich der Hochsommer zurück und brennt uns aufs Gemüt.

Neue Rekordwerte Juni (seit 1985)
01. höchstes Maximum  30,0 °C seit  1992
02. höchstes Maximum  31,2 °C seit  1992
18. tiefstes Minimum  4,8 °C       seit  2000
05. höchster Sonnenschein 14,7 h seit  1992
10. höchster Sonnenschein 15,0 h seit  2006

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Marco Ringel