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Das Wetter in Jänickendorf im August 2005

Der August war kein echter Sommermonat, so wie er sich dieses Jahr gezeigt hat. Er war mit -1,3 Kelvin zu kalt und schaffte dabei nicht einen heißen Tag. Der erste Sommertag trat selten so spät gesehen erst am 18. ein. Sommerlich blieb es nur bis zum 22. Bis zum 14. gab es täglich Niederschlag, Starkregen am 12. (11,2 mm) und am 20. (23,2 mm). Am 20. kam zugleich das kräftigste Gewitter des Monats. Es erinnere stark an den 29.07. Somit war der August bis dahin außerordentlich nass und schaffte damit schon seine 100 %, insgesamt dann 130%. Erst in der letzten Pentade stellte sich der Sommer wieder ein, der weit in den September anhielt. Diese letzten 6 Tage (zusammen 65 Stunden = 29%) retteten die Sonne dann auch noch auf die 103 %.

Der Monatserste wurde von Stunde zu Stunde sonniger, ein trockener Einstieg nach diesem nassen Juli. Doch von Sommer weiterhin keine Spur. In der ersten Dekade kamen nur 4 Tage überhaupt über die 20 °C-Marke. Ein Vb-Tief brachte bereits am 3. wieder anhaltenden Regen, der 10 Liter brachte. Bis zum 10. blieb es nicht mehr niederschlagsfrei. Am 04. kam es zu einem Schauer, der die Thermik zusammenbrechen ließ. Dadurch mussten zwei Segelflieger quasi vor meiner Station "Notlanden". Sie nahmen an einem Deutschlandausscheid  teil und starteten bei Brand ("Tropical Islands" ehemals Cargolifter) und wollten eigentlich nach Brück - Linthe (BAB 9). Die nächsten drei Tage brachten wieder ergiebigere Niederschläge. Erst Dauerregen, am 6. und 7. dann Schauer. Besonders am 7. nahmen die Quellungen zu. Ergebnis war eine Schauerlandschaft mit eingelagerten Gewitterzellen. Zwei kräftige Schauer brachten zusammen über 7 Liter, der Letzte war bei einem Ferngewitter mit Graupel vermischt. Einen schönen "Frühlingstag" in diesem Hochsommer erlebten wir am 8. In der Sonne war es schön, aber im Schatten klapperte man wie Ende September bei 19°C. Wenigstens blieben diese beiden Tage nahezu trocken. Erst am 10. kam Nachschub aus Nordwesten bis zum späten Abend. So sind schon wieder fast 10 Liter runtergekommen. 

Nach dieser nassen und kalten 1. Dekade  scheint es wieder bergauf zu gehen. Damit schien am 12. ber schon wieder Schluss zu sein, nachdem das Thermometer erstmals seit 6 Tagen wieder über 20 °C stieg. Gegen Abend näherte sich die Schauerfront, die in der Nacht 11 Liter Regen. Wärmer wurde es erst wieder ab dem 15. Bis dahin blieb es vornehmlich trübe. Den ersten schönen Tag seit einer Woche bescherte uns der 16. Vom 15. bis zum 20. blieb es sogar trocken. Der Sommer kommt noch einmal zurück! Den ersten Sommertag des Augustes schafften wir aber erst am 18., einer der spätesten Eintrittstage für diesen Monat. Nun scheint der Sommer sich noch mal zu zeigen, denn es folgen 5 Sommertage in Folge. Einen Dämpfer erführ der Sommer in Form von Niederschlag am 20. Nichts deutete bis dahin auf Unwetter hin. Doch schon gegen Nachmittag bildeten sich hinter Golßen einige Zellen aus, die uns aber noch nicht erreichten. Am Abend bildeten sich SE zunächst aber starke Zellen aus, die sich dann aber Gott sei Dank ein wenig abschwächten. Dennoch erinnerte hier um Mitternacht alles an den 29.7. Wieder kräftige Gewitter, dieses mal waren die Einschläge nicht so heftig und nah, dafür aber wieder Platzregen mit 24 Liter in 1:40 h, davon 20 mm in 40 Minuten. Die Technik hielt dieses mal stand! In der Nacht folgte Bodennebel. Noch der ganze Vormittag war wolkenverhangen. Ab Mittag wurde es schwül-warm. Bis zum 25. folgten recht milde Nächte. Das lag an den Ausläufern des Vb-Tiefs der Alpen. Hier regnete es zwar nur 4 Liter am 23., doch dafür fast ohne Unterbrechung Schmuddelwetter. An den nächsten Tagen  brachte die Sonne die Temperatur wieder über 20°C. Am 25. gab es den letzten Niederschlag des Monats. Die letzten 6 Tage blieb es trocken. Sonnenschein um und über 10 Stunden täglich konnten gemessen werden. Am 28. kam der Sommer zurück.  Einen Tag später registrierten wir wieder einen Sommertag und ganz ohne Wolken. Grund dafür war die Hochdruckbrücke, die sich über Europa aufgebaut hatte. Eigentlich gehört diese Wetterlage in den Hochsommer, dieses Jahr kam sie etwas spät. Hier ist auch der Grund für die gedämpften Temperaturen zu sehen. Da die Sonne nur noch gut 12,5h täglich erscheinen kann, werden klare Nächte schon recht kalt. So muss die Tageswärme allein über die Strahlung immer wieder aufgebaut werden. Die Wetterlage hielt bis in die erste Dekade des Septembers.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
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Letzte Aktualisierung 20.09.2005
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