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Das Wetter in Jänickendorf im März 2005

Der März war zweigeteilt - bis zum 13. hatten wir Winter mit einer Schneedecke, danach ging der Frühling los, der ab Ostern auch trocken mit viel Sonnenschein ausfiel. So wurde auch eine negative Temperaturabweichung von -0,6K festgestellt. Da ab dem 19. Nur noch 1,3 mm an drei tagen fiel, lag die Summe nur bei 49% des Normalwertes. Die letzten 4 Tage des Monats retteten des Sonnenschein mit ihren 38 Stunden auf 117%. Auch zwei Eistage bescherte uns dieser März noch.

Winterlich sonnig mit einem Eistag ging es los. Dann aber nun geht es richtig los! Seit den Abend schneite es heftig und auf 12 cm Altschnee sind bis zum Klimatermin 6 cm neu gefallen. In der Nacht schneite es noch leicht weiter. Am Morgen maß ich endlich mal wieder 20 cm, es gab 10 cm Neuschnee, in Verwehungen sind es bis zu 26 cm. Leichte Plusgrade wurden in den nächsten Tagen in der Mittagssonne gemessen. Ab dem 4. sackte daher die Schneedecke allmählich zusammen,  obwohl es den Tag über  wiederholt leicht schneite. Zum Abend hin bildete sich dichter Nebel, der zu Raufrost führte. Bis zum Mittag des 6. schneite es leicht (1 cm Neuschnee), ab dem späten Nachmittag gab es wiederholt Schneeschauer (auch 1 cm Neuschnee). Es blieb ein Eistag. Der 7. ein trüber Tag. Das Schneegebiet aus dem Osten zog zwar heran, streifte uns noch, zog sich dann aber nach Süden zurück. Es kamen nur ein paar Flocken zusammen. Milde 5°C ließen am 8. die Schneedecke weiter schrumpften. Am Morgen waren es noch 13 cm, am Abend nur noch 10. Einen Tag später dann schon mit einigen Lücken, die sich am Nachmittag bei Schneefall wieder schlossen. Danach klarte es auf und es wurde wieder sehr frostig. Der 10. ein herrlicher Wintertag mit über 10 Stunden Sonne, unter dem der Schnee weiter zusammensackte. Vom Norden zog ein Niederschlagsgebiet herein und erreichte uns am Vormittag des 11. zunächst noch Schnee, der sich intensivierte, ab dem Nachmittag mischte sich Regen darunter der den Schnee am Abend völlig besiegte. Dabei ließ der Wind wieder nach, der seit 10 Uhr Windstärke 7 erreichte. Schnee- und Reifgraupelschauer mit kurzzeitigem Regen brachte das letzte Niederschlagsgebiet am Abend des 12. In der Nacht wieder reiner Schnee mit Schneedeckeausbildung. Am 13. hatten wir es geschafft! 4 Wochen am Stück eine Schneedecke, die nur an 3 Tagen durchbrochen war. Dies war die drittlängste Periode einer Schneedecke seit Messungsbeginn 1985. Der neigte sich am Tage dem Ende zu. 

So erreichten wir einen Tag später Spitzenwerte von über 7°C, dabei blieben nur noch Schneereste übrig. Ansonsten ist das Land endlich grün und wird hoffentlich bis Ostern auch noch grüner werden.  Nun am 15. ist der Schnee weg bei über 10°C Krokusse und Schneeglöckchen blühten innerhalb von 3 Tagen auf. In einer Zwischenschicht ist der Boden aber noch leicht bis 12 cm gefroren. 

Ein richtiger Frühlingstag erlebten wir am 16., denn es wurden 19,2°C erreicht. Leider war das auch schon der Höchstwert. Ein Sturmtief beschäftigte uns seit dem Vormittag des Folgetages und intensivierte sich bis zum Abend auf Windstärke 8. Dabei kam es wiederholt zu Schauern, einer mit 2 Liter auch recht kräftig. Vom 14.-18. blieb es frostfrei. Nicht ganz so warm wie die Vortage, dafür etwas nasser ging es ab dem 17. weiter. Den ganzen Tag Regenschauer, am Abend Sprühregen am 18. Auch wieder kräftiger Wind ab dem Mittag. Der 19. läutete eine Frostperiode von 4 Tagen ein. So erinnerte der Frühlingsanfang auch eher an einen Wintertag. Dabei blieb es oft wolkenfrei. Erst nach dem Mittag des 22. zogen erste Cirren auf, die sich zum Abend hin verdichteten. Der Tag der Meteorologie (23.) fiel ins Wasser.

Eine sehr langsam ziehende Warmfront brachte den Tag über leichten Regen. Am Abend bildete sich dann starker Nebel aus, der bis zum nächsten Morgen ging, am Tag dann aber Sonnenschein. Der  Karfreitag, der mit Nebel begann, warm und sonnig ausfiel, war aber auch der beste Tag des bevorstehenden Osterfestes. Nach fast 19 °C begann der Karsamstag trüb mit Regen und Nebel. Nachdem sich der Regen und Nebel am Vormittag verzogen hatte, besserte sich das Wetter merklich. Am Nachmittag schien zeitweise sogar die Sonne bei bis zu 14°C. Auch der Ostersonntag begann mit Nebel, der sich am späten Vormittag nur sehr zögerlich auflöste. Erst am Abend lichteten sich die Wolken etwas. Nur der Ostermontag blieb ohne Nebel, dafür Sonnenschein. Doch der mäßige Ostwind kühlte sehr. 

Zu Monatsende dann eine deutliche Wetterbesserung. Am 29. befand sich die Luftmassengrenze südwestlich der Elbe. Dort war es nahezu bedeckt. Auch am 30. noch  schlechtes Wetter im Südwesten Deutschlands, sogar Magdeburg bekam in der Nacht 13 Liter. Von hier allerdings sieht man nur 1/8 der Cirren davon bei herrlichem Sonnenschein. Nur der relativ starke Ostwind dämpft die Temperatur ein wenig. Diese Wetterlage hält seit Ostern an. Das Hoch ist sehr stabil und wird sich bis über das Monatsende über ganz Deutschland ausbreiten. Am Monatsletzten glänzte die Sonne bei stahlblauem Himmel. Nur der Ostwind störte immer noch ein wenig und dämpfte die Temperatur wieder ab.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
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Letzte Aktualisierung 12.05.2005
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