Das Wetter in Jänickendorf im November  2004

 
Der November war ein sehr niederschlagsreicher Monat. Er erreichte bis zu 161%. Es war aber auch ein sehr typischer November mit sehr vielen Hochnebeltagen, 14 Dunst- und 4 Nebeltagen. In der Elbniederung und auf dem Fläming waren es bis zu 10 Nebeltage. Dies schlug sich auch bei der Sonne nieder, die ihr Soll leicht verfehlte. Mit 1 Kelvin positiver Abweichung war es leicht zu warm.  In der Nacht zum 19. kam es zum ersten Wintereinbruch der Region, dieser endete südlich vor Berlin. 6 bis 8 cm Schnee wurden gemessen. Am 22. war damit wieder Schluss.

Es war ein milder Monatseinstieg. Bis zum 5. verblieben die Tagesmaximalwerte oberhalb von 10°C.  So erlebten wir mit 14°C am 4. auch schon den Monatshöchstwert. Von der Sonne war dabei noch recht wenig zusehen. Hochnebel machte sich am 3. breit und hüllte das Land in ein schlichtes Grau. So auch der 4. 

In der Nacht zum 6. strömte Kaltluft mit einem Niederschlagsband von Norden her rein. Viele Schauer und Sonnenschein prägten den Tag, der erste Niederschlag des Monats. Die Temperatur sank in den nächsten Tagen deutlich ab und vom 7. an kam es zu Boden- und Hüttenfrost. 

In vielen Teilen Deutschland brach am 9. der erste Winter herein. Besonders im Harz führte dies am Nachmittag zu sehr großen Verkehrsbeeinträchtigungen. Hier zog das Regengebiet aus dem Südosten seit der Nacht über uns hinweg und brachte bis zum Abend über 10 Liter. Solch einen lang anhaltenden Landregen hatten wir schon sehr lange nicht mehr. Wenigstens blieben wir hier noch vom Winterchaos verschont. Seit dem Abend blieb es trocken. Am 10. kam sogar die Sonne für einige Stunden heraus. Zum Abend dann fast klar mit Reifbildung. Nebel, Hochnebel und Reif begleiteten den 11. Tag des Monats. Dieser zog sich bis zum Mittag des Folgetages hin. Am späten Abend folgte Regen. Schönwetterphasen waren immer nur von sehr kurzer Dauer. So auch der 14., der mit einem wunderschönen Reifkleid und puren Sonnenschein startete. Doch schon gegen 10 Uhr verschleierte sich der Himmel wieder mit Hochnebel. 

Am 15. ging die Frost- und Reifphase erst mal zu Ende. Der Hochnebel blieb, aber es wurde wesentlich nasser. In der Nacht zum 17. brachte ein kompaktes Niederschlagsgebiet recht viel Niederschlag, so dass wieder mal seit langem über 10 Liter zusammenkamen. Auch der Tag blieb verregnet. Vor Mitternacht legte der Wind los. Er kündigte das Sturmtief der Nacht und den ersten Winter an.

In den Morgenstunden zog bereits die Kaltfront durch, die hier nur wenig Niederschlag brachte. Dafür erreichten wir um 6:34 das Tagesmaximum von 11,5°C. Danach ging es abwärts. Zunächst auf 8 Grad, nach einem Schauer um 14:30 auf 6 Grad. Danach fiel sie kontinuierlich weiter. Ab 3:45 des 19. ging der Regen in Schnee über, dann schneite es bis 7:30 mit der Stärke 1. Es kamen so insgesamt 8 cm zusammen. Die Decke hielt sich den Tag über, Reif und Eisglätte kamen am Abend dazu. Am Samstag kam es auch zu leichtem Schneefall. Doch das Tauwetter war stärker. Nach dem ersten Wintereinbruch folgte ein ruhiger und sonniger Sonntag.  In der zweiten Dekade fielen stolze 43 Liter. Aber bereits in der Nacht zu Montag bahnte sich der nächste Schnee an, was auch zur Ausbildung einer 2 cm starken Schneedecke führte, dann jedoch wandelte sich der Schnee in Schneeregen und ab 6:40 fiel nur noch Regen. Der und weiter ansteigende Temperaturen brachten den Schnee bis zum Mittag zum Abtauen.

Bodenfrost begleitete uns bis zum 26. Vom 23. bis zum 25. blieb es endlich mal trocken. An diesen drei Tagen konnte auch mal wieder die Sonne richtig scheinen. Nur wenige Wolken waren zu sehen.
Dies änderte sich mit dem Kaltfrontaufzug aus Nordwesten im Laufe des 26. Diese brachte nur Regen. Vom Winter war bis Monatsende nicht zu merken. Auch der 1. Advent verschwand im novembertypischen Hochnebel. Regen, Dunst, Nebel und Sprühregen am 29. So schloss dann auch dieser November.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de