Das Wetter in Jänickendorf im Juli  2004


Trotz der leichten negativen Abweichung von -0,7 Kelvin hatte der Juli einige Hochsommerliche Abschnitte, aber auch sehr viel Niederschlag (131%). Dieser ist vor allem den 2 Starkniederschlagstagen am7. und 21. Zu verdanken, die 50% des Monatsniederschlages auf sich vereinen konnten. Der 18. wurde der erste heiße Tag des Jahres. Damit haben wir den spätesten Eintrittstag seit Messungsbeginn 1985. Geschlagen wurde der 06.07.1987 mit genau 30,0°C. Der zeitigste Termin war der 5. Mai im Vorjahr mit 30,4°C. Die Sonne hatte es dabei wieder schwer, wären die letzen 4 Tage nicht gewesen. Die alleine 50 Stunden erbrachten, wären nur 78% erfüllt worden, so waren es glatte 100.

Gleich am Monatsanfang beehrten uns Gewitter. Bis zum Nachmittag hatten wir ein paar kleine Schauer. Leider zogen die Gewitterzellen an uns vorbei. Berlin und der Fläming waren da besser dran. Auch am 2.  wiederholt einige Schauer, aber auch Sonne. Zum späten Nachmittag des 3. ein weiteres Gewitterband mit örtlichem Hagel. An der Station selbst gab es nur einen leichten Regenschauer. Der Niederschlag war bisher eher mager. Bevor erst Cs, dann As aufzog, war der 4. ein sonniger Tag. So verliefen auch die nächsten Tage, einige Quellwolken begleiteten die Zeit, so dass am 6. 13 Stunden Sonnenschein registriert wurden. Es war der erste Sommertag des Monats und der 4. des Jahres. Leider das bisher das schlechteste Ergebnis. Im Laufe des 7. verdichteten sich die Wolken. Die Warmfront löste sich in unserer Nähe auf. In der Nacht streifte uns das Niederschlagsfeld, ein recht kompaktes Niederschlagsgebiet zog ab dem Mittag heran. Aber auch dieses verlor seine Kraft, so dass kaum Niederschlag herunterkam. Erst im ersten Gewitterband war ordentlich was drin. In einem Sturzregen entlud sich ein Gewitter ab 16:29 in 10 Minuten. Dabei kamen über 11 Liter zusammen. Kurzzeitig stand alles unter Wasser. Ein zweites Gewitterband zog seit abends von Süden auf. Es war langsamer und ausdauernder, denn es brachte bis Mitternacht nochmals 11 Liter. Bis 1:30 war über dem Spreewald, wo sich die intensivste Zelle befand, noch Wetterleuchten zu erkennen. Dort war auch der Niederschlag intensiver. In Lübben fielen 50 Liter bis zum Morgen des 8.
 Damit machte der Sommer erst einmal Pause. In den nächsten Tagen wurden wieder nur Temperaturen bis 20 °C erreicht. Schauer gehörten dabei zum täglichen Wetterbild. Zu einem Gewitter kam es am 10., bei dem auch eine potentielle Hagelzelle südlich der Station enthalten war. Der 11. überraschte anfangs mit strahlendem Sonnenschein, dann Cumulusentwicklung. Seit langem beehrte uns wieder mal ein Gast, den man kaum noch beobachten kann, Landregen am 12. Insgesamt brachte er der Dauerregen auf 4 Liter. Auch St fra war mal wieder zu sehen. So hielt sich das Wetter bis zum 16. 
Am 17. besserte es sich merklich, Sommertage folgten. Am 17. fehlten nur 1,7 K zum ersten heißen Tag. Den erreichten wir nicht, da eine Gewitterlinie aus dem Frankfurter Raum heranzog. Die Cirren und der Cs-Schirm waren seit dem späten Nachmittag schon vor der Sonne. Die Gewitter kamen dann aber erst nach Mitternacht, brachten hier aber nur Tropfen. Im Baruth allerdings schüttete es 16 Liter. Der Sonntag entwickelte sich zum ersten heißen Tag des Jahres. Es ist der späteste Eintrittstag seit Messungsbeginn 1985. Geschlagen wurde der 06.07.1987 mit genau 30,0°C. der zeitigste Termin war der 5. Mai im Vorjahr mit 30,4°C. Am Abend zog noch ein Gewitterband von Westen her über uns hinweg. Leider waren wir wieder nicht im Zentrum des Geschehens. Die erste Welle brachte 5, die zweite nur noch 4 Liter. Dümde hatte bei der zweiten mehr Glück und kam so schon auf 15. In Jessen waren es 26. Vielerorts ist noch mehr heruntergekommen. Unwetterartige Vorkommnisse wie in NRW blieben uns aber allen erspart. 
Der 20. entwickelte sich zum zweiten heißen und einem schwülen Tag, der mit einer Gewitterfront endete. Diese zog nur sehr zögerlich Richtung Osten. Erst nach dem zweiten Gewitter waren es wenigstens 8 Liter Regen. Es folgte ein herrlicher Sommertag, nachdem sich die Wolken ab dem Vormittag langsam auflösten. In der Nacht zum 22. bedeckte es sich, am Morgen näherte sich ein Niederschlagsfeld mit eingelagerten Gewittern aus Südwest. Diese brachten zeitweise heftigen Regen. Aber auch das Niederschlagsgebiet selber war von großer Ausdauer und Intensität. Zwischen 9.30 und 14:50 kamen 19 Liter vom Himmel. Nun war es so feucht, dass am Morgen des 23. ein  wenig Nebel aufkam, der sich schnell unter der Sonne wieder auflöste. Abendliche Gewitter schlossen den Tag ab. Das Wochenende (25./26.) insgesamt angenehm warm und sonnig. Der 27. war der letzte trübe Tag. Dann verbesserte sich das Wetter bis zum Monatsende nur noch. So wurden wieder hochsommerliche Temperaturen gemessen, am 30. und 31. sogar fast heiße Tage. Es blieb trocken. Damit kündigten sich die diesjährigen „Hundstage“ an.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de