Das Wetter in Jänickendorf im November 2003

Der November war mit einer Abweichung von 2,2 Kelvin wesentlich zu warm.  Echtes Novemberwetter gab es nur zu Monatsende, sonst erinnerten einige Passagen an einen schönen Oktober. Nur wenige Frosttage waren daher zu beobachten. Vom Winter fehlte daher jede Spur. Dies ist auch an den 55 Sonnenstunden zu sehen, die 124% der Norm ausmachen. Der Niederschlag kam auch nur auch 70%, wobei sich 1/3 dessen auf einen Niederschlagstag konzentrierten.

Mit leichtem Niederschlag begann der November. In der Nacht klarte es auf, über Mittag waren es dann wieder ein wenig mehr Wolken. Ansonsten schien meistens die Sonne am 2. Hochnebel übernahm aber nun immer mehr die Oberhand. Am 3. gab es wiederholt Regentropfen. Ein kräftiger Regenschauer über 3 Liter innerhalb von 15 Minuten gab es am Nachmittag. Zum Abend wurde es dann fast klar. Der Tag war außerordentlich mild. Bereits vor Sonnenaufgang nahmen die Wolken am 4. wieder zu. Einen herrlichen Spätherbsttag mit hohen Temperaturen erlebten wir zum 5. Außerordentlich hoher Luftdruck von 1040 hPa herrschte zur der Zeit. Den Hochnebel verdanken wir allerdings einem Kaltlufttropfen in der höheren Atmosphäre aus Südosten. Seit der Nacht gab es Nebel, der sich nur zögerlich auflöste. Zum Abend erst Bodennebel, später auch wieder Hochnebel und Reif bis in den Vormittag des 7. Bis zum Abend herrschte der Hochnebel. Dann lichtete sich der Himmel. Zur Zeit der totalen Mondfinsternis war der Himmel nahezu klar. Das änderte sich am Morgen und blieb auch leider so. Der Hochnebel etablierte sich und wurde immer dichter. Auch am 10. Hochnebel und leichter Dunst bis zum Morgen. Der Boden war am Morgen des 11. wieder leicht gefroren. Der Tag war sehr schön, so auch der 12. Die kälteste Nacht des Monats mit -6,5°C am Erdboden und -5,0°C in der Hütte erlebten wir am 13. An ungünstigen Stellen gab es erstmals ganztägig Reif. Nur Hochnebel am 14. Störte ein wenig, ansonsten war die Sonne da. Die machte auch am 15. besonders in der Temperatur bemerkbar, da auch noch eine trockene Warmfront hereinzog. Über 10°C wurden gemessen. Die zog am dem Abend des 16. herein. Das ausgiebige Niederschlagsfeld brachte bis zum Morgen 12,2 mm. Nachfolgend stellte sich das Wetter auf Schauerbewölkung um. Gegen Mittag (17.) dann ein kräftiger Schauer mit 2 Litern. In der Nacht ein weiteres schwaches Regengebiet, es brachte nur einen Liter. Auch am Dienstagnachmittag streifte uns ein Regenfeld, das zum größten Teil östlich seinen Schwerpunkt hatte und somit erst mit dem letzten Schwall hier nochmal einige Liter Landregen brachte. Die Wolken blieben auch am 19. Einen Tag später eine fast permanent geschlossene Hochnebeldecke mit sehr milden Temperaturen. Der Hochnebel ging bis in den Folgetag. Danach stieg die Temperatur auf fast 12°C. Das ist schon recht ungewöhnlich. Nur einmal war es seit 1985 am 21. wärmer, mit 14,7°C 1994. Sehr geringe Luftbewegungen ließen die Niederschlagsgebiete am 22. nur sehr zögerlich ziehen. Regen gab es jedoch bis zur Nacht nur als Tropfen. Dünner führte, verbunden mit einer leichten Südströmung, zum wärmsten 23. November meiner Messreihe. Mit 14,4°C war der 24. ebenfalls der wärmste meiner Messreihe (1985) seit 1994 mit 10,5°C. Die Milde führte sich bis zum 26. fort. In der Nacht leichter Regen, der Tag dann von Sonnenschein getränkt. In der Folgenacht gelangten die Region in den Einfluss eines Tiefs aus dem Mittelmeerraum. Westlich blieb es trocken, östlich und nordöstlich fiel dagegen noch das zwei bis dreifache der hiesigen 3 Liter. Der Tag hüllte sich dann in Hochnebel, später in dichten Nebel: Novemberwetter eben, das sich bis zum Monatsende fortsetzte. Damit war auch mit der milden Luft Schluss.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de