Das Wetter in Jänickendorf im Juni 2003


Vom 1. bis zum 5. erlebten wir fast schon einen Hochsommer. Die Temperaturen stiegen bis auf 31,7 °C. Nur hübsche Cumuluswolken, die sich am Abend wieder auflösten, begleiteten uns. Am 3. war der erste heiße Tag des Jahres. Leider blieb es weiterhin trocken. Ohne Dauersprengen geht gar nichts mehr! Am 5. nachmittags wurde durch ein Gewitter einer Kaltfront diese Hitzeperiode für zwei tage unterbrochen. Aber erst in den Morgenstunden 6. erreichte uns eine Schauerstaffel, die die ersten 5 Liter des Monats brachte. 

Der Pfingstsonntag (08.) brachte die höchsten Temperaturen des Jahres hervor. Fast 33°C wurden vor der Kaltfront gemessen. Diese überquerte dann auch gegen 21 Uhr unseren Raum und brachte einen kräftigen Schauer von über 12 Litern. Die  Abkühlung auf 18°C brachte nur einen Tag Entspannung. Typische Cumulie des Rückseitenwetters waren die Tagesbegleiter. Am 10. eine durchziehende Warmfront ohne Niederschlag. Daher wurde der Temperaturhöhepunkt erst um 18:39 Uhr (28,1°C) erreicht, als die Warmfront den Boden erreicht hatte. Um 23.30 war dann die Kaltfront angekommen. Sie brachte mit einem leichten Gewitter 3,6 mm Niederschlag.  Tags später und auch der 12. wurde es recht schnell sehr schwül. Dies verstärkte sich zum Abend hin noch mehr, da eine Kaltfront aufzog. Diese streifte aber nur südlich mit einigen Regentropfen. Erst eine Stunde später zog noch eine recht heftige Gewitterstaffel über dem Fläming und brachte verbreitet bis 15 Liter Niederschlag. Hier waren es allerdings nur 2 Liter. 

Nun setzte die Trockenphase ein. Bis zum Monatsende fielen noch 4,5 mm. Vom 13. bis zum 17. war es gänzlich trocken. Die Temperaturen waren aber noch angenehm mild und überstiegen die 25°C nicht. Am 14.  ein Warmfrontaufzug ohne Regen. Einige Wolken und leichter Wind waren wetterbestimmend. 

Am Vormittag des 18. zog ein Frontensystem über Deutschland. Der Niederschlag war allerdings wieder einmal mehr mit 0,2 mm gering. Am 19. noch einige Regentropfen. In der Nacht zum 20. überquerte südwärts eine Kaltfront unseren Raum und brachte 2 mm Niederschlag. Danach zunächst freundliches, frisches und windiges Rückseitenwetter. 
Verschnaufpause am 21., nur 17,6°C. Im Westen Deutschland wurde am 21. wieder die 30 Grad Marke durchbrochen. Dann auch am 23. der bisher heißeste Tag des Jahres mit 32,4°C, nur zwei Tage nach dem tiefsten Maximum des Monats. Vor der eigentlichen Gewitterfront bildete sich im Berliner Raum am Mittag schon ein recht großes Niederschlagsgebiet aus, das auch Gewitterzellen enthielt. Gegen 14:25 donnerte es dann auch aus nördlichen Richtungen. Leider zog es südostwärts an der Station vorbei. Nur ein paar Tropfen bleiben mir. Der Dampfdruck war da bei 18 hPa. Diese Schwüle ist auch zu merken. 

Dann folgte warmes Sommerwetter ohne weiteren Niederschlag bis zum Monatsende. Der 29. war schwül und sehr warm. Von Osten aufziehende Schauer und Gewitter erreichten uns erst am Abend. Es kam aber nur zu einem Ferngewitter. Die ersten Roggenschläge wurden am 30. wegen Notreife gedroschen. Es fehlen seit Jahresbeginn nun 121 Liter, nur 140 sind gefallen. Die Kaltfront brachte wieder mal weniger als erwartet. Über unserem Raum verlor sie derartig an Kraft, so dass nur magerer Landregen für eine halbe Stunde herauskam. Der Hauptteil kam südlich der Elblinie herunter. 

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de