Das Wetter in Jänickendorf im Oktober 2002
Der Oktober konnte den zeitigsten Wintereinbruch mit einer geschlossenen Schneedecke seit Aufzeichnungsbeginn und den stärksten Orkan seit 16 Jahren verzeichnen. Dabei war es leicht zu kühl, es gab 11 Bodenfrosttage, und mit 223 Prozent sehr niederschlagreich, hervorgerufen durch die sehr häufigen Schauerwetterlagen. Der Monat kam auf 22 Niederschlagstage. Diese waren sehr ergiebig. Die Sonne hatte es dabei schon schwerer und erreichte ihr Ziel nicht ganz (90%).

Der Altweibersommer hatte es zum Septemberende ja noch geschafft und konnte mit Temperaturen von bis zu 19°C noch spät- sommerliche Eindrücke vermitteln. Allmählich färbte sich das Laub und auch der Blattfall setzte langsam ein. Ab dem 4. stellte sich das Wetter um. Die erste herbstliche Phase mit deutlich niedrigeren Temperaturen und Regenfällen setzte ein. Am 6. er- reichte uns  die Kaltfront und ließ die Temperatur auf 11°C fallen. Bis zum Nachmittag kamen 5 Liter zusammen. In der Nacht zum 7. kam es zu Bodenfrost. Die 1. Dekade endete mit einem schönen  aber auch kühlen Herbsttag. Am 12. konnte im Urstrom- tal nun der erste Frosttag registriert werden. Das verdanken wir goldenem Herbstwetter. Doch dann übernahm am 13. kurzerhand der Winter die Regie. Vormittags begann es  in Jänickendorf zu schneien. Dieses war auch einer der kältesten und zeitigsten Schneedeckenausbildungen. Der Schneefall ließ am Nachmittag nach. Hier im Urstromtal sind bis zu 7 cm Schnee gefallen. Die- ser begann aber am späten Abend wieder abzutauen. Einen Tag später war der Spuk bei 11°C schon wieder vorbei. In den Mor- gen-stunden gab es etwas Regen. Am Abend überquerte eine Kaltfront unsere Region, dessen Niederschlag innerhalb kürzester Zeit 7 Liter hinterließ. Dafür blieb es recht mild. Das Wetter wurde  zur Monatsmitte immer unbeständiger. Regengebiete mit leich- tem bis mäßigem Regen bestimmten den Wetterablauf.  Am Samstag (19.) gab es wieder kleine Grüße vom Winter: Es gab eini- ge Schauer, die zum Teil in der Umgebung auch mit Graupel versetzt waren. Dafür entschädigte  uns nur der Montag mit einem schönen Herbsttag. Aber auch mit diesem Lichtblick war es nicht weit her. Der 21.10. war von Dauerregen und sogar Eiskörnern geprägt. Die Temperatur viel am Vormittag auf 4°C ab. Einen Tag später folgte schon ein weiteres Regengebiet und am 23. über- querte am frühen Nachmittag die Kaltfront des Sturmtiefs unseren Raum. Einen kräftiger Schauer mit 2,9 Liter war mit dabei, auch heftige Böen. Dabei sackte die Temperatur von warmen 18 auf 12°C ab, bis zum Abend auf 7°C. Kaltes Rückseitenwetter prägte den Donnerstag, bevor am Freitag wieder ein kompaktes Regengebiet aus dem Südwesten das Zepter übernahm. Die Warmfront des Sturmtiefs näherte sich und es regnete bis Mitternacht teils stark. In der Nacht überquerte die Kaltfront mit Sturmböen unse- ren Raum. Am Samstag zeitweise Rückseitenwetter mit Schauern und Sturmböen; vom Atlantik nähert sich bereits das nächste Orkantief. Das griff Sonntag Abend auf Deutschland über und wütete mit bis zu 200 km/h. Hier erreichte der Orkan Windstärke 11. In Jänickendorf wurden aber nur 23,5 m/s gemessen. Es gab umgestürzte Bäume und andere Schäden. In Nord- und West- deutschland war der Wind deutlich stärker, 10 Menschen mussten mit ihren Leben bezahlen. Es war der stärkste Orkan seit 16 Jahren. Am späten Vormittag des 28.10. ließ der Orkan allmählich nach, das  nach Polen abgezogen war. Es stellte sich Zwischenhocheinfluss ein. Nun ist es geschafft. Der Orkan Jeanett ist abgezogen. Am Monatsvorletzten war es fast Windstille. Mit milden Temperaturen und trockenem Wetter endete der Oktober, nur dass ein wenig die Sonne vorbei schaute.

Der Altweibersommer hat es nun endlich geschafft. Mit Temperaturen von 19°C war es am Monatsanfang wunderbar spätsommerlich. Allmählich färbt sich das Laub und auch der Blattfall setzt langsam ein. Der Vormittag des Einheitsfeiertages war noch recht sonnig. Es blieb bis zum Abend aber trocken bei Temperaturen bis zu 20°C. 

In der Nacht zum 4. Oktober überraschte uns ein Regengebiet. Die Summe aber eher gering. Nach und nach konnte sich aber die Sonne wieder behaupten, so dass es ein schöner Abend wurde. Die Temperatur war ein wenig zurückgegangen. Am Tage des 5. näherten sich schnell die Wolken des nahenden Regengebietes. Gegen 19 Uhr war das Niederschlagsgebiet hier. Der erste Regen hörte schon vor Mitternacht auf. Gegen 10.20 Uhr des Folgetages erreichte uns jedoch die Kaltfront und ließ die Temperatur auf 11°C fallen. Bis zum Nachmittag kamen 5 Liter zusammen. Die Nacht zum 7. war teilweise klar, was zu recht tiefen Morgentemperaturen führte. Bei schöner Fernsicht schloss der Tag. Die Nacht war noch teils klar, was auch zu Bodenfrost führte. Der 7. Oktober war mit Wolken bedeckt. So hatte es die Temperatur sehr schwer, bis zum Abend wenigstens 8°C zu erreichen. Ein paar Regenschauer mischten sich kurz ins Wettergeschehen. Dafür begann der Folgetag vielversprechend mit Sonne pur. Gegen Mittag verdichteten sich die Wolken wieder. Die 1. Dekade endete mit einem schönen  aber auch kühlen Herbsttag. Nur in den Mittagsstunden zogen ein paar kleinere Wolkenfelder durch. Die Nacht zum 11. blieb klar und kalt. Es gab wieder Bodenfrost. Hüttenfrost konnte noch verhindert werden. Am 12. konnte im Urstromtal nun der erste Frosttag registriert werden. Bis in den Nachmittag hatten wir goldenes Herbstwetter.

Am 13. übernahm kurzerhand der Winter die Regie. Seit dem Vormittag schneite es in Jänickendorf. Davor gab  es kurz Sprühregen. Dieses war auch gleich noch einer der kältesten 13. Oktober und einer der zeitigsten Schneefälle mit Schneedeckenausbildung. Der Schneefall ließ am Nachmittag  langsam nach, da das Niederschlagsgebiet nach Berlin herauszog. Hier im Urstromtal sind bis zu 7 cm Schnee gefallen. Dieser begann aber am späten Abend wieder abzutauen. Dadurch stieg die  Schneedecke nicht mehr weiter an. 

Einen Tag später war der Spuk bei 11°C schon wieder vorbei. In den Morgenstunden gab es etwas Regen. Am Abend überquerte eine Kaltfront unsere Region, dessen Niederschlag innerhalb kürzester Zeit 7 Liter hinterließ. Dafür blieb die Nacht recht mild, ebenso der 15. Nur die Sonne hatte für einen schönen Herbsttag gefehlt. Am Mittwoch war es dann gänzlich vorbei. Am Nachmittag zog von Süden her ein Regengebiet hinweg und brachte einige Stunden mäßigen Regen. In der Nacht blieb es erst einmal niederschlagsfrei. Erst am Nachmittag gab es einzelne Schauer. Intensiv war nur der Zweite gegen 16.30 Uhr. Auch am 18. bekamen wir von der Sonne nicht all zuviel ab. Erst, als der Mond aufging, lockerten sich die Wolkenfelder ein wenig. Bei leichtem bis mäßigen Wind war es recht frisch. Wohingegen am Samstag (19.) der Vormittag noch trocken und sonnig war, verdichteten sich die Schauerwolken am Nachmittag um so mehr und es gab einige Schauer, die zum Teil in der Umgebung auch mit Graupel versetzt waren. In der Nacht zum Sonntag gab es dann aber noch einmal Regen. Dafür entschädigte der Montag mit einem schönen Herbsttag. Aber auch mit diesem Lichtblick war es nicht weit her. Der 21.10. war von Dauerregen und sogar Eiskörnern geprägt. Die Temperatur viel am Vormittag auf 4°C ab. Einen Tag später regnete es bis in den späten Nachmittag. Erst zu Sonnenuntergang riss die Wolkendecke auf, so dass der Tag mit einem gelben Schein zu Ende ging. 

Der Vormittag  des 23.10. war noch recht angenehm. Die Sonne schien bei bis zu 18°C, dann überquerte am frühen Nachmittag die Kaltfront eines Sturmtiefs unseren Raum. Sie brachte dabei Windstärken bis Bft. 7 und einen kräftigen Schauer mit 2,9 Liter. Dabei sackte die Temperatur auf 12°C ab, bis zum Abend waren es nur noch 7°C. Kaltes Rückseitenwetter prägte den Donnerstag. Zunächst sah es am Freitagmorgen noch nach einem schönen Tag aus. Wenige Wolken und Sonnenschein. Doch am Mittag war damit Schluss. Die Wolken der Warmfront des nächsten Sturmtiefs der Saison näherten sich aus Südwesten. Bis Mitternacht regnete es teils stark. In der Nacht überquerte eine Kaltfront mit Sturmböen unseren Raum. Am Tage (26.) lagen wir zeitweise im Rückseitenwetter. Dabei blieb es sehr stürmisch. Bis Windstärke 9 in Böen wurden registriert. 

Vom Atlantik näherte sich bereits das nächste Orkantief, das ab Sonntag Abend in Deutschland mit bis zu 200 km/h wütete. Hier im Flachland erreichte der Orkan die Windstärke 11, das sind 106 km/h. In Jänickendorf wurde gegen Mitternacht die höchste Windspitze mit 23,5 m/s gemessen. Dabei hielten sich die Schäden in Grenzen, es gab umgestürzte Bäume und einige kaputte Dächer. In Nord- und Westdeutschland war der Wind deutlich stärker, 10 Menschen mussten mit ihren Leben bezahlen. Sie wurden von Bäumen erschlagen oder in ihren Autos getroffen. Erst am späten Vormittag des 28.10. ließ der Wind allmählich nach, da das Orkantief bereits nach Polen abgezogen war. Es stellte sich Zwischenhocheinfluss ein. Sonne und Schauer wechselten sich dabei ab.

Nun ist es geschafft. Der Orkan Jeanett ist abgezogen.  Heute Vormittag war es sogar sonnig. Später jedoch verdichteten sich die Wolken wieder. Am Monatsvorletzten fast Windstille, milde Temperaturen aber auch bedeckter Himmel. Dafür blieb es trocken. So endete auch der Oktober, nur dass ein wenig die Sonne vorbei schaute.
Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de