Das Wetter in Jänickendorf im August 2002
Der August war der nasseste Monat, der je gemessen wurde. Bis zu 220 mm (400%) wurden in der Region gemessen. Dabei ist es schon erstaunlich, das die Sonne überhaupt ihr Ziel erreicht hatte. Sicher hat sie das auch den Starkregentagen, auch neue Rekorde, zu verdanken. Denn nur an 9 Tagen gab es messbaren Niederschlag, gar an 7 nur über 1 mm. Allein am 12. kamen in 24 Stunden 95 mm herunter (neuer Tagesrekord!). Es gab sehr viele beinahe heiße Tage. Die Temperatur wich enorm mit 2,5 K im Positiven ab. Das ist nicht verwunderlich, haben wir doch ein mittleres Maximum von 26,4°C.

Kurzübersicht:
Im dritten Sommermonat Monatsbeginn ging es heftig zur Sache. Bereits am 1. schossen die Cb´s mit aller Macht in den Himmel. Das stärkere über dem Zenit ließ dabei eine Regenmenge von 29 Litern innerhalb von 40 Minuten zurück. Diese Wetterlage hielt bis zum 8. August. Dabei kam es am 4. und 8. zu Gewittern und am 3. und 6. August aufgrund der hohen Schwüle zu Nebel. Die Temperaturen lagen außer am 5. durchweg oberhalb eines Sommertages. Am 4. dann eine Gewitterstaffel aus Westen. Es regnete die ganze Nacht hindurch, gegen Mitternacht waren es 40 mm, am Morgen stolze 49 mm. Der Monat hat damit schon 77 mm, dass entspricht 148% der Norm. Ab jetzt wurde es sehr schwül. Das Niederschlagsgebiet aus dem süddeutschen Raum hat uns am 7. August nicht mehr erreicht. Ausläufer davon lösten sich bereits südlich der Elbe auf. Ganz im Gegensatz zu Berlin, wo sinnflutartige Regenfälle in der Nacht zum 8. alles unter Wasser setzten. Bis zum 11. blieb es trocken. Sommerliche Temperaturen waren vorherrschend. Zu dieser Zeit stand Passau schon tief im Wasser, da die Niederschläge in Süddeutschland schon eher einsetzten. Die Donau führte dort zu einem ungeahnten Hochwasser. Aus dem Südosten näherte sich eine sogenannte Vb-Lage. Bis 19.30 waren es schon  80,7 mm. Diese enormen Niederschlagsmengen waren im Nordstau des Erzgebirges noch um ein vielfaches stärker, was dort ab dem Abend zu einer Katastrophe führte. Besonders das Weißeritztal hat es hier sehr stark betroffen und die Stadt Grimma durch die Mulde. Am 13. stand nun ein neuer 24 std. Rekordwert fest: 95,4 mm. Im Erzgebirge wurden verbreitet mehr als 150 Liter ermittelt, trauriger Spitzenreiter war Zinnwald mit 413 Liter insgesamt. Erst gegen 15.40 endete der Dauerregen. Am 14. entspannte sich die Lage hier. Ganz im Gegenteil zu der Lage an der Elbe. Prag wurde von der Moldau überflutet. Diese Wassermassen bewegten sich nun auch mit der Elbe auf die Sächsische Schweiz und Dresden zu.  Der 15. war schon wieder ein Sommertag. Das Nass von oben ist nun zwar gebannt, aber das, was nun durch das Elbtal kommt, weitet sich zur schlimmsten Flutkatastrophe aus, die man je dort gesehen hat. Das  Sommerwetter bleibt daher trügerisch, am 16. stand fast ganz Dresden mit über 9 Metern Elbpegel im Wasser. Alle Pfützen der vergangenen Tage sind am 17. August versiegt. Der Kampf an der Elbe hindess geht weiter. Bei Meißen wurde ein Eisenbahnviadukt zerstört, die Stadt selber ist auch in den Fluten verschwunden. Auf der Südseite bei Pratau sieht es schon schlimmer aus.  Der Sonntag (18.) war ein angenehmer Sommertag mit 28°C. Der Kampf um Wittenberg und Dessau geht jedoch weiter, Torgau blieb noch trocken, aber nördlich der Stadt brach der Damm und überflutete mehrere Dörfer. Auch in Pratau auf der Südseite von Wittenberg brach der Damm gegen Mitternacht uns setzte das Dorf und 10 km südöstlich lang das Land bis Kemberg unter Wasser. Man spricht von der größten Flut seit 570 Jahren. In Dessau steht der Stadtteil Waldersee unter Wasser. Indes hat uns der Hochsommer voll im Griff. Die Flut durchquerte am 21. Madgeburg. Dort konnte schlimmeres verhindert werden, da ein Drittel der Wassermassen durch einen Umfluter geleitet wurde. Leider brach dort ein Damm und das Wasser überflutete einige kleiner Dörfer. Am Nachmittag des 22. zog dann ein kleines Gewitter über die Station. Am späten Abend verkümmerte östlich ein Gewitter. Es brachte als Schauer nur noch ein paar Tropfen und löste sich dann auf. Der Tau ist aufgrund der hohen Schwüle fast den ganzen Tag da. Die Flut passierte unter weiterer Abschwächung am 23. Wittenberge. Nur in Südostbrandenburg kam es zu örtlichen Gewittern und Schauern am Abend des 24. Hier blieb es weiterhin trocken. Inzwischen ist die Grasnarbe schon fast trocken. Nach 5 cm wird es aber recht schnell feucht. Ein Tief lag schon seit gestern mit seinem Kern über der Mitte Deutschlands. Dadurch gab es in Süddeutschen Raum teils stärkere Gewitter und Schauer. Der Norden stöhnt weiter bei großer Hitze. Bis zum Monatsende hatten wir noch 4 beinahe heiße Tage. Jedes mal fehlten nur einige Zehntel. So waren es am Ende nicht 5, sondern nur 1 heißer Tag. In den letzten Tagen nahm die Schwüle wieder deutlich zu. Trotzdem blieb es fast trocken. Zwei Gewitter kamen am 29. zu Stande. Bei sehr schwülen 26°C endete der meteorologische Sommer.

Gleich zu Monatsbeginn ging es heftig zur Sache. Bereits am 1. schossen die Cb´s mit aller Macht in den Himmel. Bald darauf kam es auch zu ersten Gewittern. Gegen 15.45 stand das stärkere über dem Zenit und ließ dabei eine Regenmenge von 29 Litern innerhalb von 40 Minuten zurück. Die Temperatur fiel von 31 auf 19°C. Diese Wetterlage hielt bis zum 8. August. Dabei kam es am 4. und 8. zu Gewittern und am 3. und 6. August aufgrund der hohen Schwüle zu Nebel. Die Temperaturen lagen außer am 5. durchweg oberhalb eines Sommertages. Am 4. dann eine Gewitterstaffel aus Westen. Aber erst am späteren Abend erreichte uns das eigentliche Niederschlagsband. Dies hatte sich über einen Zeittraum von über 7 Stunden nur sehr zögerlich bewegt. Es regnete die ganze Nacht hindurch, dann aber nicht mehr so stark. Gegen Mitternacht waren es 40 mm, am Morgen stolze 49 mm. Der Monat hat damit schon 77 mm, dass entspricht 148% der Norm, also übererfüllt. Ab jetzt wurde es sehr schwül. Ein Schauer am frühen Abend linderte dann dieses Gefühl. Der 6. begann mit Nebel, Sichtminimum 400 m. Dieses Wetter ist sehr schlecht für Tomaten und Gurken, es sind schon Schäden durch Braunfäule zu beklagen.  Das Niederschlagsgebiet aus dem süddeutschen Raum hat uns am 7. August nicht mehr erreicht. Ausläufer davon lösten sich bereits südlich der Elbe auf. Ganz im Gegensatz zu den südlichen Stadtteilen von Berlin, wo wieder sinnflutartige Regenfälle in der Nacht zum 8. alles unter Wasser setzten, kamen wir mit nur 3 Liter eher glimpflich davon.

Nun blieb es bis zum 11. endlich mal trocken. Sommerliche Temperaturen waren vorherr-schend. Zu dieser Zeit stand Passau schon tief im Wasser, da die Niederschläge in Süddeutschland schon eher einsetzten. Die Donau führte dort zu einem ungeahnten Hochwasser. Dies sollte sich am Sonntag auch bei uns ändern, bis zum Abend verdichtete sich die Wolkendecke. Im Anzug war ein Starkregengebiet aus dem Südosten, eine sogenannte und schlecht zu prognostizierende Vb-Lage. 

Bis  um 7.30  Uhr kamen zwar erst 5,2mm herunter, doch das sollte es bei weitem nicht gewesen sein. Richtig los ging es gegen 11 Uhr, ab da an kamen pro stunden schon mehr als 10 Liter vom Himmel. Um 19.30 waren es schon  80,7 mm. Insgesamt damit im August bis 19.30 174 mm, das sind 313% der Norm, im Jahr sind dies nun schon 824 mm (160% der Jahresnorm). Diese enormen Niederschlagsmengen waren im Nordstau des Erzgebirges noch um ein vielfaches stärker, was dort ab dem Abend zu einer Katastrophe führte. Besonders das Weißeritztal hat es hier sehr stark betroffen und die Stadt Grimma durch die Mulde. Beide Flüsse, sonst fast Rinnsäle, wuchsen zu reißenden Strömen heran und verwüsteten auf ihren Weg ins Tal alles, was die meterhohe Flutwelle zu packen bekam.  Am 13. stand nun ein neuer 24 std. Rekordwert fest: 95,4 mm. Im Erzgebirge wurden verbreitet mehr als 150 Liter ermittelt, trauriger Spitzenreiter war Zinnwald mir 413 Liter, ein noch nie dagewesener Wert. Dadurch säuft alles ab. Der Grundwasserspiegel beträgt ca. 20 cm!!! Dadurch sind alle Kabelschächte vollgelaufen. Einige Geber spielen  verrückt, da Lötstellen im Wasser lagen. Mittels Tauchpumpe wurde der Wasserstand in den Schächten gesenkt. Um 12 Uhr wurde die 110 Liter-Marke erreicht. Erst gegen 15.40 endete der Dauerregen.

Am 14. entspannte sich die Lage hier: Das Oberflächenwasser ist bis auf die tiefsten Flächen im Acker bereits versickert. Nur der Grundwasserpegel verharrt momentan noch bei 20 cm. Deshalb ist ein Auspumpen der Keller in der Region noch nicht sinnvoll ohne Dauerbetrieb. Auch die Sonne war ab dem späten Nachmittag wieder unser Gast. Ganz im Gegenteil zu der Lage an der Elbe. Prag wurde von der Moldau überflutet. Einige Tiere im Zoo mussten getötet werden, um ein qualvolles ertrinken zu verhindern. Diese Wassermassen bewegen sich nun auch mit dem Elbwasser auf die Sächsische Schweiz und Dresden zu. Entspannung auf ganzer Front, aber eben nur hier. Am 15. hatten wir einen Sommertag. Es blieb trocken. Ganz anders natürlich in den Hochwasserregionen. Zwar ist das Nass von oben gebannt, aber das, was nun durch das Elbtal kommt, weitet sich zur schlimmsten Flutkatastrophe aus, die man je dort gesehen hat. Das  Sommerwetter ist trügerisch, am 16. steht fast ganz Dresden mit über 9 Metern Elbpegel im Wasser. 

Alle Pfützen der vergangenen Tage sind am 17. August versiegt. Der Grundwasserspiegel sank auf 35 cm. Der Kampf an der Elbe hindess geht weiter. Bei Meißen wurde ein Eisenbahnviadukt zerstört, die Stadt selber ist auch in den Fluten verschwunden. Bei Mühlanger (Wetterstation von Achim Kuhn) wird der Deich noch gehalten. Auf der Südseite bei Pratau sieht es schon schlimmer aus.  Der Sonntag war ein angenehmer Sommertag mit 28°C. Der Kampf um Wittenberg und Dessau geht jedoch weiter, Torgau blieb noch trocken, aber nördlich der Stadt brach der Damm und überflutete mehrere Dörfer. Auch in Pratau auf der Südseite von Wittenberg brach der Damm gegen Mitternacht uns setzte das Dorf und 10 km südöstlich lang das Land bis Kemberg unter Wasser. Man spricht von der größten Flut seit 570 Jahren.  Der Stadtkern ist noch trocken. In Dessau steht der Stadtteil Waldersee unter Wasser, die Innenstadt ist noch nicht bedroht. Die A9 wurde am Nachmittag teilweise gesperrt, über 50 km Stau waren die Folge.

Indes hat uns der Hochsommer voll im Griff. Für die von der Flutkatastrophe Betroffene ist dies aber nur ein schwacher Trost, da es wenigstens von oben trocken bleibt. Das Wetter setzte sich auch am 20. so fort. Es gab keine einzige Wolke. Der leichte Wind am Nachmittag des 21. machte das Ganze dann auch noch angenehmer, es war nicht ganz so heiß. Die Flut durchquerte Madgeburg. Dort konnte schlimmeres verhindert werden, da ein Drittel der Wassermassen durch einen Umflutet geleitet wurde. Leider brach dort ein Damm und das Wasser überflutete einige kleiner Dörfer. Recht zeitig bildeten sich am Donnerstag (22.) zahlreiche Cumuli. Am Nachmittag zog dann ein kleines Gewitter westwärts über die Station. Es kamen aber nur ein paar Tropfen herunter. Am späten Abend verkümmerte östlich ein Gewitter. Es brachte als Schauer nur noch ein paar Tropfen und löste sich dann auf. Der Tag war dementsprechend schwül. Der Tau ist im Prinzip den ganzen Tag da. Nur wenige Stunden sind alle Winkel trocken. Cs neb trübte am Folgetag ein wenig das Wetter. Die Flut passierte unter weiterer Abschwächung Wittenberge. Je nördlicher das Hochwasser kommt. Desto sicherer sind die Deiche. Nachfolgendes Problem an der gesamten Elbe ist die lange Standzeit des Wassers an den Deichen. Dadurch drohen immer noch, viele zu brechen, obwohl die eigentliche Flutwelle längst durch ist. Es ist weiterhin Vorsicht geboten. Am Sonntag gab es schon ein paar mehr Wolken. Doch auch heute löste sich der Cumulus am frühen Abend wieder auf. Nur in Südostbrandenburg kam es zu örtlichen Gewittern und Schauern. Hier blieb es weiterhin trocken. Inzwischen ist die Grasnarbe schon fast trocken. Nach 5 cm wird es aber recht schnell feucht. Nur über dem Fläming bildeten sich einige kleine Cumuli. Aber die 30°C wurden auch am Montag (26.) wieder einmal um 0,2K verfehlt. 

Ein Tief lag schon seit gestern mit seinem Kern über der Mitte Deutschlands. Dadurch gab es in Süddeutschen Raum teils stärkere Gewitter und Schauer. Der Norden stöhnt weiter bei großer Hitze. Nur der Wind verhinderte ein ansteigen über 30°C. Am 28. war dann der Wind fast still, im Gegensatz zum Vortag. Dafür bildeten sich einige Quellwolken. Diese trugen diesmal die Schuld daran, das wieder kein heißer Tag gemessen wurde. Zum 3. Klimatermin konnte ein Wetterleuchten von einem Gewitter in Berlin vernommen werden. In den letzten Tagen nahm die Schwüle wieder deutlich zu. Trotzdem blieb es fast trocken. Zwei Gewitter kamen am 29. zu Stande, das Nahgewitter gegen 18 Uhr brachte zudem auch noch einen kleinen Schauer. Bei sehr schwülen 26°C endete der meteorologische Sommer. 
 

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de