Das Wetter in Jänickendorf im Juli 2002
Der Juli war trotz allen regnerischen Tagen temperaturnormal. Viel Niederschlag führte zur Erfüllung, teilweise zur Übererfüllung der Norm. Nur bei der Sonne sah es etwas düster aus. Bis zum 26. Juli waren erst 50% erreicht. Erst die letzten heißen Tage retteten den Wert auf 73%.

Der zweite Sommermonat begann so gar nicht sommerlich. Eher erinnerten die ersten Tage an trübes Aprilwetter. Erst am 3.7. schien die Sonne häufiger und brachte es auf einen Sommertag. Der Folgetag war gleich wieder ein Dämpfer. Am 5. besserte es sich wieder. In der Nacht sank das Thermometer am Erdboden auf den Tiefstwert des Monats auf frische 3,0 °C.  Einer der kältesten Juli-Nächte überhaupt. Eine nahende Front ließ die Temperatur am Nachmittag des 6. auf 18°C zurückfallen. Statt Sonne gab es nun Regen-schauer. Ein ständiges auf und ab charakterisierte damit die erste Dekade. Denn der Juli verzeichnete am 8. seinen ersten heißen Tag. Dann am 9. den bisher heißesten Tag des Jahres mit 34,4°C. Doch dann beendete eine Gewitterfront heftigst diese Witterung. Ein scheinbar langsam ziehendes vorgelagertes Gewitter näherte sich binnen 5 Minuten und erreichte Jänickendorf. Heftige Böen, Starkregen und Hagelschlag waren zu beobachten. Der Hagel hatte einen Durchmesser bis zu 22 mm und durchschlug an 28 Stellen mein Carportdach (5 cm Löcher). Die eigentliche Front kam eine halbe Stunde später. Dabei kam es nur noch zu Regenschauer und 20 min  Windstärke 7 im Mittel. Weitere Schäden gab es bei unserem Nachbarn. Nach der Kaltfront befanden wir uns am Donnerstag im Rückseitenwetter. Eine echte Abkühlung brachte das Unwetter aber nur kurzzeitig. Am 12. wieder ein Sommertag. Am 14.  hielt sich ein Regengebiet hier auf. Südlich des Flämings fiel kein einziger Tropfen, hier waren es 9 Liter. Seit Montag (15.) nimmt die Tagesschwüle immer mehr zu. Erst am 17. bekamen wir am Tage 20 Liter aus einem im Flämingnordstau befindlichem Regengebiet. Die Luft behielt dabei ihre Schwüle, sodass es am Abend zu starkem Dunst und Bodennebel kam. Bei diesem Wetterbild blieb es erst einmal, am 17. gab es  immer wieder Sprühregen, der recht intensiv war. Das erinnerte eher an Herbstwetter. Erst im Laufe des 20. lockerte die Wolkendecke wieder auf. Eine Kaltfront, die sich am Sonntag von Westen her näherte, machte sich mit vorgelagerten Gewittern besonders in Berlin und südlich des Flämings bemerkbar. Die Zelle im Nordosten wurde bei der Hebung des Flämings noch intensiver, so dass  es hier ab Kolzenburg bis nach Jänickendorf zu leichtem  Hagelschlag ohne Schäden kam. Danach herrliches Rückseiten-wetter. Eine Schauerstaffel zog am 24. durch. Zuvor gab es in der Nacht Regen mit 4 Litern. Die Schauer brachten 6 Liter. Bis zum 26. blieb das Wetter noch verhalten. Die Sonne war kaum zu sehen, Temperaturen wie im Frühjahr waren die Folge. Ab 27. kehrte der Sommer zurück. Nach Frühdunst und Hochnebel lichteten sich die Wolken und brachten einen Sommertag. Bis zum Monats ende gab es dann nur noch heiße Tage, die sogenannten Hundstage hatten damit ihren Einzug genommen. Dies war der Beginn des Hochsommers 2002.

Der zweite Sommermonat begann so gar nicht sommerlich. Mit nicht einmal 20°C erinnerten die ersten beiden Tage eher an trübes Aprilwetter. Erst am 3.7. schien die Sonne häufiger und brachte es auf einen Sommertag. Ein Niederschlagsgebiet verlor gegen Mittag seine Kraft. Nur ein Mini-Schauer erwischte uns am frühen Abend. Der Folgetag war gleich wieder ein Dämpfer. Von der gestrigen Wärme keine Spur mehr. Am 5. besserte es sich wieder, zum Abend klarte es auf. In der letzten Nacht sank das Thermometer am Erdboden deshalb auf frische 3,0 °C.  Einer der kältesten Juli-Nächte überhaupt. Eine nahende Front ließ die Temperatur am frühen Nachmittag des 6. schon auf 18°C zurückfallen. Aber nur wenige Schauer kamen hier noch an. Der Sonntag hatte dann seinen Namen völlig verfehlt. Statt Sonne gab es am Nachmittag leichte Regenschauer. Ein ständiges auf und ab charakterisiert die erste Dekade. Denn der Juli verzeichnete am 8. seinen ersten heißen Tag. Kaum eine Wolke war am Himmel. Dann am 9. den bisher heißesten Tag des Jahres mit 34,4°C in unserer Region. In Nordwest-deutschland war es noch heißer. Die Hitze hielt sich bis in die Abendstunden 10. Juli.

Doch dann beendete eine Gewitterfront heftigst diese Witterung, die nochmals 33,7°C hervor brachte. Gegen 19.20 machte sich ein der Kaltfront vorgelagertes Gewitter im Süden bemerkbar. Scheinbar langsam ziehend näherte sich das Gewitter dann aber binnen 5 Minuten und erreichte Jänickendorf um 19.30 im Zenit. Heftige Böen, Starkregen und Hagelschlag waren zu beobachten. Der Hagel hatte einen Durchmesser bis zu 22 mm und durchschlug an 28 Stellen mein Carportdach (5 cm Löcher).  Danach fiel der Strom für 2 Stunden aus. Das Gewitter brachte 6 Liter. Die eigentliche Front kam eine halbe Stunde später und zog gegen 20.30  durch. Dabei kam es nur noch zu Regenschauer und 20 min  Windstärke 7 im Mittel. Die Spitzen gingen nur bis 17 m/s. Die Temperatur fiel binnen 5 min von 31 auf 20°C. Der Druck wies zwei markante Nasen auf. Insgesamt stieg er um 7 hPa in einer Stunde. Weitere Schäden gab es bei unserem Nachbarn. Dort riss der Sturm alle Windschutzpalisaden aus Holz auf 12 Meter Länge aus den Betonverankerungen. Etliche Alleebäume fielen noch heftigeren Windböen zum Opfer. Viele Verkehrsteilnehmer mussten warten, bis die Feuerwehr die Bäume geräumt hatte. Trotzdem hat es unsere Region noch nicht am schwersten getroffen. In und um Berlin sind die Schäden noch weit höher (siehe Special dazu) auch 8 Tote waren in Berlin und Brandenburg zu beklagen..

Nachdem die Kaltfront in Richtung Polen abgezogen war, befanden wir uns am Donnerstag im sogenannten Rückseitenwetter. Dieses ist geprägt von tiefblauem Himmel und Cumuluswolken. Eine echte Abkühlung brachte das Unwetter aber nur kurzzeitig. Am 12.  nun wieder ein Sommertag. Seit den Morgenstunden des 14.  hielt sich ein Regengebiet auf.  Jänickendorf war dem südlichen Rand einige Male sehr nahe, so dass es zu Unterbrechungen kam. Südlich des Flämings fiel dagegen kein einziger Tropfen, hier waren es 9 Liter, in Berlin ca. das Doppelte.
Seit Montag (15.) nahm die Tagesschwüle immer mehr zu. Einen Tag später war es noch unangenehmer, da die Temperatur nahe eines heißen Tages kam. Erst zum Abend hin näherten sich Gewitterzellen aus dem Süden, die aber erst in der Nacht übergriffen, hier aber eher gering ausfielen (Wittenberg hatte 10mm). Dafür bekamen wir am Tage 20 Liter aus einem im Flämingnordstau befindlichem Regengebiet. Die Luft behielt dabei ihre Schwüle, sodass es am Abend zu starkem Dunst und Bodennebel kam.

Bei diesem Wetterbild blieb es bis zum Samstag. Den ganzen Tag blieb es bedeckt, am Abend dann immer wieder Sprühregen, der recht intensiv war. Das erinnert eher an Herbstwetter.
Erst im Laufe des Samstags (20.) lockerte die Wolkendecke nach langer zeit wieder auf. In der Nacht war es dann sogar klar. Die Kaltfront, die sich am Sonntag von Westen her näherte, machte  sich mit vorgelagerten Gewittern besonders in Berlin und südlich des Flämings bemerkbar. Zuvor war es bei 27°C noch recht warm geworden. Dabei muss der Harz die Zellen der Front wieder aufgespalten haben, wobei der nördliche Teil bis ins Elbtal reichte, der südliche Teil ab Oschatz wieder aktiv war. Die Zelle im Nordosten wurde bei der Hebung des Flämings noch intensiver, so dass  es hier ab Kolzenburg bis nach Jänickendorf zu leichtem  Hagelschlag ohne Schäden kam. Sie zog nach Osten ab und nach 15 Minuten war alles vorbei. Kurz danach erwachte der Tag bei herrlichem Rückseitenwetter mit  bestem Sonnenschein noch einmal neu. Ein Regengebiet streifte uns am 22. und brachte ein wenig Regen. Bis zur Nacht aber klarte es zeitweise auf. Doch am Folgetag gab es nur wenige Wolkenlücken. Eine Schauerstaffel zog am 24. durch. Zuvor gab es in der Nacht ergiebigen Regen mit 4 Litern. Die Schauer brachten abermals 6 Liter. Danach ließ sich die Sonne häufiger sehen. Bis zum 26. blieb das Wetter noch verhalten. Die Sonne war nur wenige Minuten zu sehen, Temperaturen, wie im Frühjahr, waren die Folge.

Erst am Samstag kehrte der Sommer mit ersten Schritten zurück. Nach Frühdunst und Hochnebel lichteten sich die Wolken und ließen die Sonne ihr Werk verrichten. Ein Sommertag und Wolkenauflösung am Abend waren der Lohn der Mühen. Der Sommer ist zurück! Ein heißer Tag folgte dann am Sonntag. Damit haben die Hundstage Einzug gehalten. Dies ist nun der Hochsommer 2002. Diese hielten bis zum 1. August durch, dann beendete eine Gewitterstaffel mit 30 Litern diese Witterungsphase.

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de