Das Wetter in Jänickendorf im Mai 2002
Der Mai war von zwei Niederschlags-großereignissen geprägt, am 23. einem Kaltfrontdurchgang mit 72mm und einem Dauerregen am 28. mit 25mm. So war der Mai leicht zu warm und, obwohl in den ersten beiden Dekaden nur 40% des Niederschlagssolls gefallen waren, wesentlich zu nass, da durch die beiden Ereignisse insgesamt über 130 mm zusammengekommen sind (242%). Dabei kam die Sonne etwas zu kurz und erreichte nur 3/4 ihrer normalen Kraft.

Eine Front löste sich an der Luftmassengrenze fast auf und blieb quasi stationär. An ihr entwickelte sich in der Nacht zum 1. Mai ein Niederschlagsfeld. Auch am Tage bewegte sich die Luftmassengrenze nicht weiter. Sie teilte unsere Region in einen warmen Osten und einen kühlen Westen. Dies brachte uns bis zum 4. schönes Frühlingswetter. Danach kam trübes regnerisches Wetter. Westlich und nördlich von uns kam es dabei zu heftigen Gewittern. Die nächsten Tage waren bedeckt. Am Abend des 6. vernahm man ein deutliches Grummeln im Osten. Das Ganze zog zögerlich nach Westen, erreichte uns aber erst nach Auflösung der Zellen. Dafür am Morgen Hochnebel. Auch am 8. begann der Tag mit Hochnebel. Der 8. Mai war noch kein Sommertag, aber auch erst der erste Tag über 20°C der Saison. So dauerte es auch bis zum Nachmittag des 9. Mai, bis der erste Sommertag verkündet werden konnte. Am 10. zog ein Gewitter mit einem Schauer herüber und beendete damit das schöne Wetter. Die nächsten Tage wurden wesentlich wolkiger mit gelegentlichen Schauern. Erst am 13. kam die Sonne heraus.  Die Eisheiligen fielen dieses Jahr im Wesentlichen aus. Es folgten milde Frühlingstage. Das Wochenende startete mit herrlichem Sonnenschein. Die Nacht war aber nun schon bedeckt. Am Pfingstsonntag regnete es ab 5 Uhr. Von den starken Gewitter- und Hagelschauern in Südbayern blieben wir hier verschont. Erst der Pfingstmontag war wieder ein schöner  Tag. Herrlicher Sonnenschein verwöhnte uns bis zum 22. Am 23. zogen dann die angekündigten Gewitter heran. Und diese hatten es in sich: Von Nordwest näherte sich das stärkste Gewitter meiner Aufzeichnungen. Und zwar mit einem Starkregen, wie ich es hier noch nicht erlebt hatte.  Die Gesamtmenge betrugt sagenhafte 72,4 mm, davon im Gewitter 63 Liter in 2,5 Stunden. Ein noch nie dagewesener Wert.  Jänickendorf war im Zentrum der Zelle. Bei unseren Nachbarn musste die Feuerwehr erstmals Wasser aus den  Kellern pumpen. Unser Haus stand 10 cm im Wasser. In der zweiten Nachthälfte regnete es noch weiter. Zu weiteren Unwettern kam es aber nicht mehr. Am 25. Mai befanden wir uns zwischen zwei Niederschlagsgebieten. Dies brachte uns schönes Wetter. Gegen Mitternacht des nächsten Tages gab es noch einen Schauer. Dies war aber erst der Anfang des nächsten großen Niederschlagsereignisses. Seit dem Morgen des 28. Mai waren hier schon wieder 24,5 Liter Regen gefallen. Damit habe ich die 100 Liter-Marke innerhalb der Dekade überschritten und liege jetzt aktuell bei 242% des Monatssolls. Nun besserte sich das Wetter zunehmend und zum Monatsausklang gab sich der Mai noch einmal richtig Mühe, nachdem die Landschaft fast im Wasser untergegangen war.
 

Nachdem sich die Front am 30. April an der Luftmassengrenze fast aufgelöst hatte, blieb sie quasi stationär. An ihr entwickelte sich in der Nacht ein Niederschlagsfeld, das bis zum Morgen 3,5 mm Regen brachte. Auch am Tage bewegte sie sich nicht weiter und teilte unsere Region in einen warmen Osten und einen kühlen Westen. Auch am 3. war der Osten weiter im Genuss von schönem Frühlingswetter, schon an der Elbe war es dagegen bedeckt. Erst am 4. kam trübes Wetter. Ein Regengebiet brachte schauerartig verstärkten Niederschlag. Westlich und nördlich von uns kam es dabei auch zu heftigen Gewittern. Die nächsten Tage waren bedeckt. Am Nachmittag des 6. Mai lag bei 17°C noch eine Luftfeuchte von 80% vor. Danach bildeten sich kräftige CB`s aus. Niederschlag gab es aber keinen. Erst am Abend vernahm man ein deutliches Grummeln im Osten, später sah man auch die Blitze dazu. Das Ganze zog zwar zögerlich nach Westen, erreichte uns aber erst nach Auflösung der Zellen am Morgen des Folgetages. Dafür gab es aufgrund der sehr gesättigten Luft Hochnebel aus dem es sogar regnete. Auch am 8. begann der Tag auch mit Hochnebel, danach schnelle Auflösung und Sonnenschein. Zwar war es noch kein Sommertag, aber auch erst der erste Tag über 20°C der Saison. Ein ziemlich knappes nebeneinander. So dauerte es auch bis zum Nachmittag des 9. Mai, bis die frohe Kunde des ersten Sommertages verkündet werden konnte. Am 10. zog ein Gewitter mit einem Schauer herüber und beendete damit das schöne Wetter.

Die nächsten Tage wurden wesentlich wolkiger mit gelegentlichen Schauern. Erst am 13. kam nach Auflösung der Wolken die Sonne heraus und konnte bis in den Abend scheinen.  Die Eisheiligen fielen dieses Jahr im wesentlichen aus.  Einen Tag später gab es nach einem Schauer einen sehr schönen Regenbogen mit Doppelbogen am Abend. Es folgten milde Frühlingstage. Nur dem Wind war es zuzuschreiben, dass der 16. Mai kein Sommertag wurde. Bei 24,4°C blieb das Thermometer stehen. Das Wochenende startete mit herrlichem Sonnenschein. Die Nacht war aber nun schon bedeckt. Ab 5 Uhr regnete es, richtig los ging es aber erst nach 10 Uhr. Von den starken Gewitter- und Hagelschauern in Südbayern blieben wir hier verschont. Damit war der Pfingstsonntag gelaufen. Erst der Pfingstmontag war wieder ein schöner  Tag. Es wurden trotzdem nur 20°C erreicht. Herrlicher Sonnenschein verwöhnte uns bis zum 22. Aber dann näherten sich von Westen her die ersten Cirren der Kaltfront.

Bis zum Nachmittag des 23. herrschte noch prächtiger Sonnenschein bis die angekündigten Gewitter heranzogen. Und diese hatten es in sich: Das erste zog südlich an Jänickendorf vorbei. Doch von Nordwest näherte sich ein zunächst noch unscheinbar wirkendes Gewitter. Dieses legte um 18.08 Uhr richtig los, und zwar mit einem Starkregen, wie ich es hier noch nicht erlebt hatte.  Die Gesamtmenge betrugt sagenhafte 72,4 mm, davon im Gewitter 63 Liter in 2,5 Stunden. Der intensivste Starkregen fiel von 18.08 bis 18.48 und brachte 56 Liter. Das entspricht einer Intensität von 81 Litern /Stunde. Ein noch nie dagewesener Wert.  Jänickendorf war im Zentrum der Zelle, 11 Kilometer östlich waren es nur noch 8 Liter. Bei unseren Nachbarn musste die Feuerwehr erstmals Wasser aus den  Kellern pumpen. Unser Haus stand 10 cm im Wasser. In der zweiten Nachthälfte regnete es noch weiter. Zu weiteren Unwettern kam es nicht mehr. 

Nach leichtem Sprühregen am Nachmittag lockerte es sich kurz auf. Schönes Wetter brachte uns der Nachmittag des 25. Mai, da wir uns zwischen zwei Niederschlagsgebieten befanden. Ab dem Morgen des 26. gab es eine Mischung aus Regen und Sprühregen, zum Abend hin Regentropfen, die später zu Landregen wurden. Gegen Mitternacht des nächsten Tages gab es noch einen Schauer. Dies war der Anfang des nächsten großen Niederschlagsereignisses. Seit dem Morgen des 28. Mai waren hier wieder 24,5 Liter Regen gefallen. Damit hat die Station die 100 Liter-Marke innerhalb einer Dekade überschritten und liegt jetzt aktuell bei 245% des Monatssolls. Vor Mitternacht endete der Regen. Inzwischen sickert das hohe Grundwasser auch in die Keller, die beim großen Unwetter des 23. noch verschont blieben. Diese Häuser hatten seit über 10 Jahren kein Wasser mehr drin. Zum Ausgleich verwöhnte uns die Sonne bei warmen 23°C. Nun besserte sich das Wetter zunehmend und zum Monatsausklang gab sich der Mai noch einmal richtig Mühe, nachdem die Landschaft fast im Wasser untergegangen war.  
 

Wetterstation Jänickendorf
Marco Ringel
www.jaenickendorf-wetter.de