Das Wetter in Jänickendorf im Dezember 2001


   Der Dezember wesentlich zu kalt (-2,1 Kelvin) und sehr schneereich. An 14 Tagen gab es eine Schneedecke die am 23.12. mit 18 cm ihren Höhepunkt fand. Der Niederschlag konnte mit 133% abshließen. Nur die Sonne schaffte ihr Ziel bei dieser feuchen Witterung nicht ganz, nur 80% des normalen war sie zu sehen. Es gab 3 extrem kalte Nächte, am 13. Und 14 und zum Jahreswechsel.
    Mit einer Zweiteilung Deutschlands begann der Monat. In Jänickendorf schien bei Cirrusbewölkung knapp 6 Stunden die Sonne, schon an der Elbe gab es bei bedecktem Himmel keinen einzigen Sonnenstrahl. Dort, wo keine Wolken vorhanden waren, wurde es auch frostig kalt. Am 2. verzog sich das schönere Wetter weiter Richtung Osten, so dass es hier zwar kalt blieb aber die Sonne von den Wolken verdeckt wurde. Unter einer Hochnebeldecke wehte immer noch der kalte Ostwind. Starke Bewölkung oder Hochnebel waren dann in der ganzen ersten Dekade wetterbestimmend. Am Nachmittag des 4. griff eine Front mit kräftigen Regen über und brachte 8 Liter. Einen Tag vor Nicolaus lockerte die Wolkendecke allmählich auf, zum Abend hin verschwand der Großteil der Wolken. Dies war nicht von langer Dauer, von Nordwesten zog bereits das nächste Regengebiet heran. Der Nicolaustag war von Regen geprägt, es wurde aber etwas milder. Der 7. und 8. blieb trüb und wolkenverhangen. Am 9. Dezember erlebten wir dann den ersten Eistag des Winters mit -0,7°C Maximum bei herrlichem  Sonnenschein und recht eisigen Temperaturen. Am 10. kam es kam zu ein paar Schneegrieseln und Regentropfen. Hochnebel, Regen und Sprühregen bei etwas milderen Temperaturen, so war es an den Folgetagen. Am Nachmittag des 12. dann die ersten Boten der Kaltluft: Temperatursprung auf 2°C, Windsprung auf NE und ein Regenschauer. Der Kälteeinbruch kam am 13. sehr schnell voran. Bereits um 3 Uhr nachts unterschritt die Temperatur die 0°C Grenze. Nordostwind brachte die Kälte den ganzen Tag über herein. Bis zum Abend fiel die Temperatur auf minus 9,5°C und erreichte am Morgen seinen Tiefststand von         -14,0°C. Der Reif blieb den ganzen Tag erhalten. Am Samstag kam es zu leichtem Schneefall. Eine dünne Decke von 1 cm bildete sich. Zum Abend hin fing es wieder an zu schneien. Es entstand hier eine Schneedecke von 4 cm. Der Tag war aber wieder so mild, dass der Schnee zusammensackte. Am Abend schneite es bereits wieder. Bereits vor Mitternacht ging der Schnee in Sprühregen über. Der Schnee taute auf Flecken zurück. Am 19. schmolz der Schnee in der Nacht völlig weg, da milde Luft zu uns strömte. Aber ab dem Nachmittag nähert sich aus dem Norden die Kaltfront. Gegen Morgen trafen noch einige kurze Schneeschauer ein. Der Tag wurde immer kälter, am Abend waren es schon minus 5°C. Am 21. war der Winter da. Gegen 8 Uhr begann es zu schneien. Dieser war meist in der Intensität 1. Dazu wehte ein teils stürmischer Wind, was eine gleichmäßige Schneedecke verhinderte. Der Schneefall endete kurz nach Mitternacht und erreichte 6-8 cm. Es war zu diesem Zeitpunkt aber sehr feuchter Schnee, von den Bäumen taute es dabei schon wieder. Seit dem Mittag des 22. näherte sich ein weiteres Niederschlagsgebiet. Der Schneefall bescherte uns am 23.  früh eine Decke von 18 cm lockeren Pulverschnee. Eine wahrhaft weihnachtliche Überraschung. In und um Berlin und Potsdam waren es nicht einmal 10 cm.  Der Tag war bis zum Nachmittag wolkenlos, danach verdichteten sie sich, da ein neues Schneefallgebiet von Norden naht. Über dem Schnee war es recht kalt geworden. Minus 10°C in der Luft, am Erdboden minus 14°C.  Am heiligen Abend gab es den ganzen Tag Schneefall. Aber bereits in der Nacht zum ersten Feiertag trat Tauwetter ein. Die Schneedecke war nur noch durchbrochen mit Schneewehen bis 35 cm.  Dafür regnete es den ganzen Tag. Gegen Nachmittag stoppte das Tauwetter. Der leichte Regen am Abend führte noch zu Glatteis. Das Glatteis und die Eisglatte verschwanden in der zweiten Nachthälfte des 2. Weihnachtsfeiertages. Dafür kamen kurze Schneeschauer herüber. Trotz positiver Temperaturen traten schon in den Morgenstunden des Donnerstag (27.) die ersten Schneeschauer auf. Zum Abend hin näherte sich aus Westen die Warmfront, die intensive Schneefälle lieferte. Auch der Wind war heftig, es kam zu Schneeverwehungen. Doch nach Mitternacht begann es zu tauen. Am Freitagmorgen war genau soviel Schnee vorhanden wie gestern. Kurz nach dem Schneefall konnten aber 7 cm Neuschnee gemessen werden. Es wurde immer milder. Am Nachmittag dann die Kaltfront mit einem Gewitter und starken Graupel und Schneeregenschauer. In der Nacht zu Samstag tobte der Orkan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu  17 m/s (Windstärke 8). Der Wind legte sich am Vormittag. Sogar die Sonne zeigte sich kurz. Am Abend war der Himmel mit leichten CS fast bedeckt. Das Schneefallgebiet kam nicht voran und endete etwa an der Elblinie. Zeitweise hatten wir klaren Himmel. Erst in der zweiten Nachthälfte konnten sich die Wolken den Weg nach Norden bahnen. Den ersten Schnee gab es aber erst am 30. Vormittag. Dafür schneite es teils stark, so dass sich die Decke wieder schloss. Laut Radarschirm hat sich in einen schmalen Streifen von Magdeburg bis in die Niederlausitz zwischen Berlin und dem Fläming das Schneefallgebiet derart festgebissen, das es immer wieder neuen Aufschwung erlebte. Bis um 20 Uhr konnte eine Neuschneehöhe von 12 cm gemessen werden. Auf den Altschneebeständen waren es Höhen von 18 bis 25 cm. Ein frostiger Jahreswechsel stand uns ins Haus. Am Sylversterabend sank die Temperatur auf minus 11°C, am Erdboden waren es minus 16°C.

Marco Ringel
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