Das Wetter in Jänickendorf im November 2001

 
Der November war temperaturnormal und auch nahezu niederschlagsnormal, wobei allerdings über 55% des Niederschlages in der 3. Dekade gefallen sind. Nur die Sonne verfehlte ihr Ziel ein wenig. Sie schien in der letzten Dekade fast überhaupt nicht. Vom Winter waren nur wenige Spuren auszumachen. 

   Nun ist der Herbst in vollen Zügen da, viel Wind und schnelle Wolkenwechsel. Die Temperaturen sind zwar kalt, aber  der Jahreszeit entsprechend. In der Nacht zum Freitag trat der erste Bodenfrost der Saison auf. Die Temperatur sank auf minus 2,0 °C. Dieses ist einer der spätesten Eintrittsdaten gewesen.  Ansonsten legte sich Hochnebel, am Nachmittag Sprühregen über die Station. Das Wochenende brachte auch keinen Lichtblick. Am 3. Hochnebel, der Sonntag bedeckt, dafür kein Hochnebel mehr. Erst der 5. wurde ein heiterer Tag. Es blieb bei diesem Tag. Die folgenden Tage blieben trüb mit einzelnen Regenschauern. Dann doch noch was interessantes. Der Jahrestiefststand des Druckes wurde am 8. November um 15.30 Uhr mit 986,3 hPa erreicht. Damit einher ging der Durchzug der Kaltfront eines Sturmtiefs, das im Südwesten Deutschlands auch kräftig wehte, hier aber nur Windstärke 5 entlocken konnte, ähnlich wie bei Lothar. Die Temperatur sank danach auf 2°C. Am 9. wurden dann auch die ersten Schneeschauer gesichtet. Liegen blieb noch nichts, dazu war es einfach zu wenig. Der Samstag (10.) war nun schon der zweite Hüttenfrosttag mit dem Tiefstwert des Monats (-5,0°C), am Erdboden waren es   -7,0°C. Dafür gab es dann aber auch strahlend blauen Himmel und Reif. Sonntag verdunkelte sich der Himmel wieder. Dafür blieb es dann am Abend frostfrei. Winterlich kalt sollte es nun auch die nächsten Tage werden. Am 12. war noch leichter Sprühregen dabei. Das Niederschlagsgebiet zog über Nacht ab. Die Sonne schien erst am Dienstag wieder. Am 15. schaffte es die Temperatur nur kurze Zeit über Null Grad. Solange hielten auch der Reif und das Rauheis, das sich im Nebel in der Nacht gebildet hatte. Vom 16.-18. dominierte Hochnebel das Wetter. Aber zum Abend hin klarte es auf. Am 20.  gab es etwas Nebel mit Raufrost. Der Tag blieb bis zum Nachmittag heiter, danach zog es sich zu. Die nächsten Tage waren wechselhaft bis stürmisch mit einigen Wolkenlücken. Am 22. dann stürmisches Herbstwetter mit Windstärke 8, Regen- und Graupelschauer. Nachmittags zog eine Kaltfront durch, die die Temperatur bis zum Abend in den frostigen Bereich brachte. Gegen 23.30 begann es dann zu schneien. Es folgte noch ein Schneeschauer. So konnte  sich am 23.11. die erste dünne Schneedecke ausbilden. Der Folgetag war voller Sonnenschein und brachte den Schnee wieder zum Abtauen. Ein  mäßiger Wind machte es aber zu einem sehr kalten Tag. Trotz Sonnenschein schaffte es die Temperatur auch am 24. nur kurze Zeit über Null Grad. Gegen Morgen (25.) machte sich Nebel breit und brachte leichte Milde mit. Nun dominierte wieder Hochnebel, der bis zum 30. des Monats anhielt. Am Montag (26.) schob sich eine Warmfront langsam über unseren Raum. Dabei stieg die Temperatur von anfangs 1°C bis zum Abend auf 6°C. Nach der Warmfront blieb es recht mild. Die Hochnebeldecke ist jedoch nur kurzzeitig ein wenig aufgebrochen. Auch der Mittwoch brachte noch einmal 4,1 Liter Niederschlag in diesem doch recht trockenen Monat. Ein starkes Regengebiet griff dann am 29.11. über. Es verstärkte sich im Laufe des Tages bis zur Stärke 2. Es wurden bis zu 3 Liter pro Stunde gemessen. Insgesamt waren es 10,6 Liter. Danach gelangte der Osten Deutschlands in den Einfluss des Russlandhochs. Es bildete sich eine Wetterscheide in der Mitte Deutschlands, von Nord nach Süd,  westlich davon wurden bis zu 15 °C gemessen. Hier waren es bei straffem Ostwind gerade mal 5°C. Mit dieser Zweiteilung gingen wir in den letzten Monat des Jahres.

Marco Ringel
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