Das Wetter in Jänickendorf im Juni 2001
Der Juni war 1,6 Kelvin zu kalt (2. kältester Juni meiner Messreihe nach 1991 mit 14,6°C). Damit ist das Jahr jetzt 0,7 Kelvin zu kalt. Bis zum 30. sah es nach einem zu trockenen Monat aus (88%), erst die Gewitterkaltfront in der Nacht zum Ersten machte aus diesen Juni einen zu feuchten Monat mit 116%. Die Sonne hatte es diesen Monat etwas schwerer. Durch das meist wechselhafte Wetter konnte sie nur ¾ ihrer normalen Summe erreichen. Vor allem die Schafskälte in der ersten Dekade machten diesen Monat zu kalt. 

Zum meteorologischen Sommeranfang ist davon überhaupt nichts zu spüren. Genau das Gegenteil ist der Fall. In den ersten 4 Tagen fielen gleich 24,3 mm Niederschlag, das sind 40 % der normalen Summe. Und das bei nur 15°C Höchsttemperatur. Lichtblicke gab es nur am 07. und 13. mit Sonnenschein und 20°C. Ansonsten gab es täglich Niederschlag. Da wundert es kaum, das am 12. schon wieder 68% der Niederschlagssumme erfüllt waren. Dieses Wetter haben wir der Schafskälte zu verdanken, die dieses Jahr sehr intensiv und lang war. So hatten wir am 13. die kälteste Juninacht mit 3,6°C und 1,1°C am Erdboden seit über 100 Jahren. Von 14. bis 17. war es dann endlich einmal frühlingshaft warm. Danach schwankte das Quecksilber wieder um die 20°C. Dabei hielt das trübe Wetter an. 

Der Sommeranfang hatte wohl seinen eigenen Termin verschlafen. Am Abend gab es sogar Gewitter und Schauer. Einen Tag später gab es einen Tiefpunkt mit nur 15,7 °C! Erst am 24. begann sich das Wetter spürbar in Richtung Sommer zu ändern. Am 26. und 27. gab es dann wieder einen Sommertag. In der Nacht zu Donnerstag zogen starke Gewitter mit Sturmböen und heftigen Regengüssen mit Hagelschlag über Deutschland. In Stuttgart wurde über 100 mm gemessen, in Baden-Württemberg wurden walnussgroße Hagelkörner beobachtet. Bei Hamburg setzen Sturzregenfälle Straßen und Keller unter Wasser. Nur im Brandenburgischen blieb es nahezu ruhig. Es blieb weitestgehend sommerlich. Der Monatsabschluss war warm, aber auch schwül, da sich von Nordwesten eine Gewitterkaltfront näherte, die in der Nacht zum 1. Juli übergriff. Bereits vor den Gewitter gab es eine Böe von 16,7 m/s. Danach folgte nur ein leichtes Gewitter im Süden. Es brachte uns aber 2 Stunden starke Regengüsse. Insgesamt kamen 12 Liter vom Himmel. Damit rettete sich die Regenmenge von 88 auf 115 % des Normalwertes. Von Hagel bleib unsere Region verschont.

Der meteorologische Sommeranfang war überhaupt nicht zu spüren. Genau das Gegenteil war der Fall. So schauerte es gestern Abend bis heute früh 18,3 mm, so dass der Mai mit 120% abschließen konnte. Am Monatsersten blieb es bei knapp 16 Grad weit unter sommerliche Verhältnisse. Auch am Sonnabend schauerte es über den ganzen Tag. Der Pfingstsonntag überraschte uns ab Nachmittag sogar mit Sonnenschein, obwohl schlechteres Wetter angekündigt war. Es gab ab Mittag zwar immer wieder Schauer, insgesamt war es aber schön. Erst gegen Abend beendete ein Schauer das bessere Wetter und brachte die Temperatur unter 10°C. Nachfolgend zog ein Regengebiet heran, das bis zum Mittag des 04. unser Gebiet überquerte. Es brachte wieder 15 Liter, so dass der Juni nun schon 40 % Erfüllung vorzuweisen hat. Am Nachmittag ließ sich dann sogar die Sonne blicken, bevor am Abend sich das nächste Regengebiet näherte. Dies hörte aber schon in der Nacht zum 05. auf zu regnen. Bereits am Vormittag konnte sich die Sonne zeigen. Der Tag war der angenehmste der letzten Zeit. Zum Abend hin legte sich dann auch noch der Wind. Am 06. blieb es bei dichteren Wolken. Scheinbar hatten sich die Schauer auf dem Weg Richtung Osten schon ausgeregnet. Mehrmals verdunkelten sich die Wolken am Mittwoch. Zu Niederschlägen kam es aber noch nicht. Die Sonne konnte immer wieder durchbrechen. 

Erst in der Nacht beschäftigte uns ein Regengebiet bis in den Vormittag. Dann kamen noch ein paar harmlose Schauer hinterher. Sonnabend Morgen und Abend herrschte herrlicher Sonnenschein. Nur in den Mittagsstunden ließen sie keine Sonne durch. Dafür fing es am Sonntag früh wieder an zu regnen. Bis in den Nachmittag hinein brachte es fast 7 Liter. Das Schauerwetter ging auch am 11. weiter. Gegen 16 Uhr war dann auch noch ein Gewitter mit von der Partie. Später fielen die Cb´s zusammen, nur die Eisschirme trieben noch führungslos umher. Ansonsten lösten sich die Cumuli auf. Bis 15°C wurden Dienstag erreicht, bevor am Nachmittag wieder Schauer kamen, die die Temperatur auf unter 9°C brachten. Zum Abend lösten sich alle Wolken auf. 

Endlich mal wieder ein richtig schöner Frühlingstag. Mit 9 Stunden Sonne und fast 20°C konnte man den Mittwoch (13.) richtig genießen, hatten wir doch gerade erst die kälteste Juninacht mit 3,6°C und 1,1°C am Erdboden seit über 100 Jahren hinter uns. Nun wird es langsam wärmer, vom Sommer jedoch aber noch keine Spur. Mit Sonnenschein begrüßte uns der Donnerstag. Gegen Nachmittag bildeten sich dann aber Schauer aus, die auch von kurzen Gewittern durchsetzt waren. Der Freitag war ähnlich dem Vortag. Nur am Morgen gab es stellenweise dichten Nebel, der den Verkehr behinderte. Sonnenschein bis in den Abend hinein, dann Annäherung der Kaltfront aus Südwesten, die in der Nacht übergriff und Regenschauer brachte. Gewitter waren hier nicht mehr dabei, aber eine Windspitze von 12 m/s. Der Tag blieb dann stark bewölkt, aber trocken und warm. Auch der Sonntag war angenehm. Nur wenige kurze Schauer. Damit war unsere Region aber ziemlich allein. Anderswo traten zum Teil heftige Gewitter mit viel Niederschlag auf. Diese zogen jedoch nördlich und südlich an Jänickendorf vorbei. Am 18.gab es morgens mäßigen Nebel, der aber nur bis zum Fläming ging. Nur selten konnte die Sonne durchblicken. Erst am 19. gegen Mittag lüfteten sich endlich die Wolken, so dass es noch ein sonnenscheinreicher Nachmittag wurde. Alle Cumuli lösten sich am Abend auf. Es gab eine sternenklare Nacht. 

Dieser Sommeranfang hatte wohl seinen eigenen Termin verschlafen. Den ganzen Tag überwogen dicke Wolken. Gegen Mittag zog dann aus Nordwest eine gewittrige Störung herüber, am Nachmittag wiederholte sich dieses Schauspiel mit einem Zenitgewitter. Insgesamt kamen 3,4 Liter zusammen. Ansonsten bleib es schwül. Das wechselhafte Wetter bestimmte auch noch die nächsten Tage das Bild. Dabei kam es auch am Freitag (22.) wieder zu einzelnen kurzen aber intensiven Schauern. In den Morgenstunden des Samstags streifte uns dann noch ein Regengebiet, das aber schnell nach Osten abzog. Ab 24. Juni blieb es endlich einmal trocken. Auch die Sonne konnte jetzt scheinen und erwärmte die Luft auf über 20°C. Der Montag war dann fast schon ein Sommertag, auf jeden Fall ein sonnenreicher Tag mit nur wenigen Wolken. 

Einen Tag vor Siebenschläfer war es dann soweit: ein Sommertag, erst der zweite des Monats und der 6 des Jahres überhaupt. Damit liegen wir in diesem Jahr noch weit hinter der Norm. Ein prächtiger Siebenschläfer, aber man soll ja noch die nächsten 10 Tage für die Siebenschläferregel beachten. Die 30°C Marke wurde zwar nicht ganz erreicht, aber auch bei diesen Temperaturen merkt man, dass Sommer ist.

In der Nacht zu Donnerstag zogen starke Gewitter mit Sturmböen und heftigen Regengüssen mit Hagelschlag über Deutschland. Nur im Brandenburgischen blieb es nahezu ruhig. Nur ein kleines Morgengewitter und leichter Regen am Mittag bei schwülen 21°C, das war alles. Die Nacht zum 29. war klar, der Tag eher von Wolken dominiert. Vereinzelt gab es ganz leichte Regenschauer. Zum Abend hin lockerte die Wolkendecke wieder auf und die Sonne kam noch einmal zum Vorschein. 

Der Monatsabschluss war sommerlich warm, aber auch schwül, da sich von Nordwesten eine Gewitterkaltfront näherte, die in der Nacht übergriff. Gegen 21.45 schoß eine Böe von 16,7 m/s durch. Gewitter gab es nur ein leichtes im Süden. Es brachte uns aber 2 Stunden starke Regengüsse. Insgesamt kamen 12 Liter vom Himmel. Von Hagel bleib unsere Region verschont.

Marco Ringel
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