Das Wetter in Jänickendorf im Februar 2001
Der Februar war wieder 1 Kelvin zu warm, mit 73% auch zu trocken, wobei der Großteil in der 3. Dekade beim Wintereinbruch gefallen war, und mit 65 Prozent auch wesentlich zu sonnenscheinarm. Gleich zu Monatsbeginn wollte es der Winter noch einmal wissen. Ab dem 2. kam es zu Dauerschneefall, der insgesamt über 34 Stunden ging und am 4. zu einer Schneedecke von 10 cm führte. Ein stürmischer Ostwind machte das Wetter erst richtig unangenehm und brachte Schneeverwehungen von bis zu 30 cm hervor. Am 5. ging dieses Winterwetter dann mit Glatteisregen zu Ende. Gegen Ende des Monats kam er aber mit relativ viel Schnee noch einmal zurück. Zwischen dem 21. und 23. schneite es noch mal. In Berlin wurden dabei bis zu 19 cm erreicht. Hier waren es 9 cm. Bis Monatsende war dieser jedoch verdunstet und getaut. Über Schnee kam es dabei auch zu den tiefsten Werten, sobald es aufklarte. Da war der Weg für kalte Nächte frei. Am 24. sank daher das Quecksilber auf -11,5°C, am Erdboden -17,6°C. Frostfrei blieb es nur von 6. -9. Februar. Dies war auch die mildeste Periode mit Werten bis 14°C. Es gab 19 Frost- und 3 Eistage. Die Zeit zwischen den beiden Wintern war wenig spektakulär. In der zweiten Dekade kam es trotz Nachtfröste oft zu milden Tagesmaxima über 10 °C. Am 20./21. zog ein Sturmtief durch, das hier aber nur Windstärke 7 brachte.

Zu Monatsanfang versuchte es der Winter noch einmal. Es kam erst zur zweiten Schneedecke in dieser ersten Pentade. Eine Schauerwetterlage hatte sich eingestellt. Am 1. führte Schneefall zu einer 1 cm starken Schneedecke mit Glätte. Diese taute trotz vieler Graupel- und Schneeschauer wieder weg, am Abend schneite es wieder stärker. Auch am 2. taute bei herrlichem Sonnenschein alles wieder weg. Doch am Abend griffen ein paar heftige Schneeschauer über. Um 19 Uhr maß man 2 cm. In der Nacht wuchs die Decke auf 4 cm. Der Dauerschneefall hielt auch am 4. Februar an. Am Morgen waren es 7 Zentimeter, gegen Abend 10 cm. Der relativ starke Ostwind war sehr unangenehm, die gefühlte Temperatur belief sich auf -15°C. Der Wind führte zu Verwehungen von bis zu 30 cm. In der Nacht griff dann die Warmfront über, im Erzgebirge regnete es schon am 4. Vormittag. Insgesamt schneite es bis zum 5. nun 34 Stunden. Ab 7 Uhr mischte sich Regen unter den Schnee, danach kam Regen mit Glatteisbildung. Die Temperatur stieg jedoch bis zum Mittag so schnell an (7°C), dass das Glatteis mit den ersten Sonnenstrahlen gegen 11 Uhr wieder weggetaut war. Leider verschwand der Schnee fast genau so schnell. Nach 13 Uhr war alles weg. 

Nun war es zwar mild aber oft auch trüb. Es war oft bedeckt mit leichtem Regen, aber einer sehr guten Fernsicht. In der Nacht zum Donnerstag gab es leichten bis mäßigen Regen. Am Morgen des 09. war der As noch durchscheinend. Am Nachmittag kam dann leichter Sprühregen auf. Am Freitag zog die Kaltfront durch. Danach klarte es in der Nacht auf. Dies führte zu Hütten- und Bodenfrost, so dass wieder einmal Reif entstand. Der 10. Februar war von herrlichem Sonnenschein begleitet. Der Sonntag war schon wieder milder. Das kam durch die recht dichte Wolkendecke, daher auch kein Sonnenschein.

Es blieb auch weiterhin trocken und bedeckt. In der Nacht zum 14. zog Nebel auf, der bis in die Vormittagsstunden vorherrschend war. Danach blieb aber der Hochnebel bis zum Vormittag des 15. zurück. Danach herrschte die Sonne mit über 10°C. Die anschließende klare Nacht führte aber wieder zu Reif und stellenweise dichtem Nebel, besonders an Flussläufen. Die Sonne konnte bis zum späten Nachmittag scheinen, dann näherten sich von Norden her langsam die ersten Wolken der neuen Tiefausläufer, die in der Nacht zu Sonnabend etwas Schneeregen brachten. Erst gegen Mittag riss die Wolkendecke leicht auf. Der 18. blieb meist trüb, am Montag kam es zu gelegentlichem Sprühregen.

Am 20. näherte sich ein Sturmtief. 7,5 Stunden schien die Sonne bei bis zu 14 m/s in Windspitzen. Dieser legte sich am Folgetag. Davor erreichte er aber noch 16,6 m/s (Windstärke 7).

Am Mittwoch (21.) stellte sich das Wetter wieder auf Winter um. Zwischen einem Hoch auf dem Atlantik und zwei Tiefs nordöstlich von uns konnte kalte und feuchte Polarluft einfließen. Es kam vielerorts zu Schnee- oder Schneeregenschauern und sogar kurzen Gewittern. Im Fläming und südlich davon bildete sich kurzzeitig eine Schneedecke aus. Hier in Jänickendorf gab es um 8.30 einen Schneeschauer, danach blieb es eher trocken. Durch die klare Polarluft konnte man außerhalb der Schauer ein gute Fernsicht genießen. Gegen 18.30 griff dann erneut ein starkes Schneefallgebiet auf den Kreis Teltow-Fläming über und verwandelte die Landschaft binnen einer Stunde in eine schöne Weiße mit 3 cm Schnee. In der Nacht schneite es teils heftig weiter. Das Schneefallgebiet brachte im Berliner Raum 15 bis 19 cm Schnee bis zum Morgen, in Jänickendorf waren es 6, zum II Klimatermin bereits 8 cm. Am Nachmittag verstärkte sich der Schneefall noch einmal. Insgesamt wuchs die Schneedecke bis zum Abend des 23. auf 9 cm. Danach zog das Niederschlagsgebiet ab. 

Nun war der Weg für kalte Nächte frei. Am 24. sank daher das Quecksilber auf -11,5°C, am Erdboden -17,6°C. Am Sonntag schneite es noch einmal. Die Schneedecke sank aber durch den Sonnenschein. Auch Montag überquerte eine Störung unseren Raum und brachte nochmals leichten Schneefall mit 1 cm Zuwachs. Dieser wurde aber am Nachmittag durch die Sonne wieder zunichte gemacht. In der Nacht zum 27. Februar bildete sich starker Nebel, der sich auch in Form von Rauheis nieder schlug. Nach Nebelauflösung strahlte dieser im Sonnenlicht. Bis zum Abend klarte es auf. Auch der letzte Februartag war mit viel Sonne versehen, jedoch zog über den Tag ein Cirrusschirm auf.

Wetterstation Jänickendorf

Marco Ringel

www.jaenickendorf-wetter.de