Das Wetter in Jänickendorf im Januar 2001
Der Januar war fast temperaturnormal (+0,5K) , etwas zu trocken und sonnenscheinnormal. Eine Schneedecke konnte nur am Jahresanfang und am 22. Januar beobachtet werden. 

Dabei war die zweite Pentade temperaturnormal, aber die 2. Dekade über 2 Kelvin zu kalt. Leider handelte es sich nur um Barfrost, das heißt, es war keine Schneedecke vorhanden. Zwischen dem 7. und 22. Januar fiel überhaupt kein messbarer Niederschlag. Daher konnte die Monatssumme nur ¾ ihres Solls erfüllen. In den Nächten vom 16. bis 20. sank das Quecksilber am Erdboden jeweils unter minus 10°C. Ein Tag mit Hüttenminimum unter -10°C wurde dabei leicht verfehlt. Die dritte Dekade war dagegen temperaturnormal, hatte aber eher den Charme des Novembers. Nebel und Hochnebel ließen die Sonne nur an 2 Tagen gewähren. Die kältesten Tage waren zugleich auch die freundlichsten. Ohne sie hätte die Sonne wohl kaum die 100% überschreiten können. Innerhalb von 5 Tagen kamen hier die Hälfte aller Sonnenstunden zusammen.

Die totale Mondfinsternis wurde unserem Auge fast völlig entzogen. Nur zwei kurze Momente ließen die schwindende Mondsichel erahnen. Etwa 1 Minute nach Wiederaustritt aus dem Kernschatten konnte man sie noch einmal kurz bewundern. Die nächste Finsternis ist erst im Mai 2003.

In der ersten Pentade war es noch winterlich, aber das Tauwetter raffte den Schnee bis zum 4. dahin.

Der Neujahrstag begann mit strengem Bodenfrost. Am 2. begann das Tauwetter, aber vorher gab es am Neujahrabend Regen mit Glatteisbildung. Der Schnee sackte nun langsam aber sicher zusammen. Am Nachmittag des 3. waren es nur noch Schneereste. Einen Tag später zog eine Schauerstaffel durch. Zum Abend kam ein wenig Regen. Am Morgen des 5. kam es kurzfristig zu gefährlicher Straßenglätte bis Südbrandenburg. Gegen Abend näherte sich ein starkes Niederschlagsgebiet, das bis um 22 Uhr schon 8 Liter brachte.

Zur Mitte der ersten Dekade brachte es das Maximum auf über 11°C. Beim Niederschlag haben wir einen guten Start. In den folgenden Tagen war erst einmal sonnig und mild. Am Montag (8.) kamen Boden- und Hüttenfrost wieder. Auch die Tagestemperaturen sanken wieder etwas, aber es ist immer noch zu warm. Die totale Mondfinsternis wurde unserem Auge fast völlig entzogen. Die nächste ist erst im Mai 2003. Am Donnerstag hatten wir am Morgen gefährliche Reifglätte. 

Einen Tag später konnte den ganzen Tag die Sonne walten. Von Norden her nähert sich das Hoch, das uns nun mit kalter Polarluft versorgen wird. Aber die Sonne hatte ab dem 12. keine Chance. Es bildete sich Hochnebel der bis zum 14. Januar anhielt. Dabei bildeten sich Raufrostablagerungen. Auch ein wenig Schneegriesel gehörte zum Wetterbild. Am Abend (13.) fing es noch an zu schneien. Es konnte sich aber nur eine hauchzarte Schneedecke bilden, die aber schon am nächsten Morgen wieder taute. Auch der Raufrost verschwand, der Reif blieb unter 0°C erhalten.

Erst zur Monatsmitte kam ein wenig Sonne heraus. Der 16. Januar war ein herrlicher Tag, Sonne pur mit mäßigem Reif in den sehr kalten Morgenstunden. Am Folgetag wieder herrlicher Sonnenschein. Am Erdboden hatten wir -11°C. 

In den nächsten Tagen folgte ein Wechselspiel zwischen Schneefall und Tauen desselben. Auch der Donnerstag fing mit mäßigen Reif und Sonnenschein an. Nach dem 2. Klimatermin verdichteten sich die Wolken von Westen her. In der Nacht zum 19. gab es ein wenig Schneefall, so dass gegen Morgen eine dünne Schneedecke lag. Die Sonne kämpfte sich schon recht zeitig durch den Hochnebel. Ab Mittag war es wieder wolkenlos. Auch der nächste Tag brachte wieder ein wenig Schneefall. Eine hauchdünne Schneedecke konnte sich ausbilden. Gegen Mittag taute diese wieder ab. Doch am 22. setzte sich für einen Tag der Winter noch einmal richtig durch. Es schneite teilweise mäßig bis zum Nachmittag. So konnten bis zum zweiten Klimatermin 3 cm Neuschnee gemessen werden. Gegen Abend war das Schneefallgebiet durchgezogen. Die Temperatur lag bei 0°C. Aber die zu befürchtende Glätte blieb in der Nacht aus, da die Temperaturen langsam anstiegen. Nach dem Frühtermin regnete es. Nachmittag schauerte es kurz. Der Schnee war bis zum Mittag geschmolzen. Damit war dieser Wintereinbruch auch schon wieder zu Ende. 

Das Wetter blieb bis zum Monatsende eher trüb. Ausnahmen gab es nur am 25. und 26, an denen sich die Sonne noch mal zeigte. In der Nacht zum 25. kam ein ergiebiges Regengebiet, das insgesamt 6 Liter brachte. Danach zogen die Wolken ab. Damit war der Weg für einen sonnenscheinreichen und sehr milden Tag frei. Der Folgetag war ähnlich gut.

Nun war es aber mit dem schönen Wetter für diesen Monat vorbei. Am Samstagnachmittag (27.) gab es den ersten Niederschlag, zum Abend hin kam dann das eigentliche Niederschlagsgebiet und brachte uns 4 mm bis zum Sonntagmorgen. Auch am Sonntag kam es wieder zu Regen, besonders am Nachmittag bis in den Abend hinein. Auch die Tage von Montag bis Mittwoch waren trüb und ohne Sonne. Erst am letzten Tag des Monats kam etwas Bewegung hinein. Die Schichtwolken rissen auf und in den kurzen Lücken entstanden sogleich Quellwolken, die am Nachmittag auch einen kurzen Graupelschauer brachten. In der Nacht zum 1. Februar beglückte uns der Winter dann auch noch mit Schneefall und Straßenglätte.

Marco Ringel

Wetterstation Jänickendorf

www.Jaenickendorf-wetter.de